Leserbrief : Hier wird am falschen Ende gespart

Zum Artikel „Dem Brettener City-Bus droht jetzt das Aus“ erreichte uns folgende Leserzuschrift:

Als ich den Bericht in den BNN gelesen habe, trieb es mir die Zornesröte ins Gesicht. Gut, es mag sein, dass der Citybus mit Fahrgästen nicht genug ausgelastet ist. Aber man könnte doch die Fahrtzeiten ausdünnen.
Vor allem den alteren Mitbürgern zuliebe. Lieber Herr Metzger, Sie stellen sich gerne als bürgernaher Oberburgermeister dar. Ich selbst hatte mich gegen diesen Beschluss der Abschaffung des Citybusses gewehrt.
Offenbar werden ältere Mitbürger, die ja keine Steuerbringer mehr sind, meist nur noch als lästiges Anhängsel angesehen. Wie sonst kann es geschehen, dass man diesen Menschen die letzte Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen, oder in die Stadt zu gelangen, nimmt?
Auch für viele Junge ist der City-Bus eine günstige Gelegenheit, um in die Stadt oder zur Haltestelle zu gelangen, oder dieses als sicheren Schulweg zu benutzen. Ich finde es traurig, dass immer am falschen Ende gespart wird. Dieses Urteil trifft bestimmt viele ältere Leute.
Doch auch Stadträte werden mal älter und dürfen vielleicht irgendwann nicht mehr mit dem Auto fahren. Vielleicht haben sie alle das Glück, jemand zu haben, der sie mit dem Auto wohin bringt. Vielleicht sind sie dann auch mal froh, wenn sie den Citybus nutzen können.
Mein Appell an die älteren und jungen Leute die es betrifft: „Wehrt Euch und sammelt Unterschriften!“ Denn wer resigniert, hat sich selbst aufgegeben.

Siglinde Böhm
Bissinger Straße 10
Oberderdingen-Flehingen

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