Mehr Lastwagen auf der Trasse

Interregionales Gewerbegebiet zwischen Knittlingen und Ruit: Bund soll Südspange am Rand von Bretten planen
Von PZ-Redakteur Horst Pieper
NEULINGEN/KNITTLINGEN. Die Allianz der Bürgermeister über die Grenzen der Landkreise und der Regionen hinweg findet zwischen Neulingen, Knittlingen und Bretten immer mehr Bodenhaftung. Geschlossen haben gestern OB Paul Metzger ( Bretten) und Schultes Hans-Peter Hopp (Knittlingen) die Forderung ihres Amtskollegen Heinz Raißle (Neulingen) nach einem zügigen Bau der Ortsumgehung Bauschlott im Zuge der Bundesstraße 294 unterstützt.
„Angesichts der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung in unserer Stadt wird der Lastwagenverkehr von Bretten zum Autobahnanschluss Pforzheim-Nord deutlich zunehmen. Es darf keine Zeit mehr verloren gehen“, mahnte OB Metzger gegenüber der PZ. Knittlingens Bürgermeister Hopp will schon in zwei Monaten in seinem Gemeinderat die Planung für ein die Kreisgrenze nach Bretten überschreitendes interregionales Gewerbegebiet vorstellen.
„Wir fordern mit Bretten, dass im Zuge der Verwirklichung dieses Projekts eine Spange von der Bundesstraße B 293 an Knittlingen vorbei über eine Brücke an Ruit vorbei an die B 294 geführt wird. Die Stadtmitte von Bretten muss ebenso entlastet werden“, attestierte Hopp dem Mittelzentrum.

Auf Grund der zu erwartenden hohen Frequenz und der überörtlichen Bedeutung der Straße müssten der Bund oder das Land die Planung und den Bau der etwa 3500 Meter langen Trasse übernehmen, so der Schultes aus der Fauststadt. Auch Kleinvillars und Ruit seien schon heute durch Lastwagenverkehr stark belastet.

Verkehrszählung in Bauschlott
Bürgermeister Heinz Raißle (Neulingen) berichtete, entlang der Ortsdurchfahrt der B 294 in Bauschlott habe in den letzten Tagen eine Verkehrszählung stattgefunden, deren Ergebnisse er aber noch nicht kenne. Er gehe anhand der Klagen von einigen Anwohnern der Pforzheimer Straße von einer „deutlichen Zunahme“ vor allem der Verkehrsbelastung durch schwere Lastwagen aus. Für ihn sei unstrittig, dass nun schon Monate nach Öffnung der Autobahn bei Pforzheim- Nord die Ortsumgehung „so zügig wie möglich“ in Angriff genommen werden müsse.
Schultes Raißle kündigte seine Entschlossenheit an, gemeinsam mit dem Regionalverband Nordschwarzwald nach Berlin zu fahren und im Bundesverkehrsministerium die Gründe für einen schnellen Baubeginn nach der Planfeststellung zu erläutern. „Wir haben dieses Wollen in Neulingen immer unterstützt“, stand Metzger seinem Enzkreis-Nachbarn bei.

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