Sarna stärkt Standort Bretten

Übernahme der US-Firma Blue Water Plastics – Produktionsschließung in der Schweiz wegen Überkapazitäten – Verlagerung nach Gölshausen
BRETTEN. Die zur Schweizer Sarna-Gruppe gehörende Sarnatech- Schenk GmbH im Gewerbegebiet Gölshausen profitiert von der Schließung des Sarna-Werks im Luzerner Surental. Der Standort Bretten wird ausgebaut die Esslinger Schenk GmbH mit Produktionsstätten in Pforzheim und Thüringen übernommen. 1998 erfolgte der Umzug der Pforzheimer Sarnatech Schenk GmbH nach Bretten. Auf 3500 Quadratmetern begannen zunächst 35 Mitarbeiter mit einem Werksumsatz von acht Millionen Mark.
Die Zahlen wurden annähernd verdoppelt.

Wegzug von Pforzheim
Im Brötzinger Tal in Pforzheim war nicht nur die Kunststoff-Verarbeitung von Sarnatech-Schenk untergebracht, sondern auch die traditionsreiche Firma Sarnatedi Wild GmbH, die einst vom Pforzheimer Fabrikanten und Mäzen Otto Wild gegründet worden war. Die Etui-Fertigung samt Design und Logistik wurde von Sarnatech am Standort Lichtenau konzentriert. Über 40 Mitarbeiter waren von der Verlagerung betroffen. Die Sarna-Gruppe mit Sitz in Samen will ihre Geschäftsfelder weiter straffen. So wurde in Frankreich die Sarnatech Ammann SA im August 2000 an deren Geschäftsführer verkauft. Bei der Abwicklung in Triengen setzt das Unternehmen auf einen Sozialplan mit variablen Kündigungsfristen. Zudem habe man die Standortent- Scheidung frühzeitig bekannt gegeben. In Pforzheim hatte die Verlagerung von Sarnatech Wild nach Lichtenau bei den langjährigen Mitarbeitern für einigen Wirbel gesorgt

Position weltweit ausgebaut
Die Entscheidung von Sarnatech Schenk für Bretten wurde mit der günstigen Produktions- und Logistik- Anbindung begründet. Der Standort sei auch für die Pforzheimer Beschäftigten gut zu erreichen, teilte der Anbieter von technisch anspruchsvollen thermoplastischen Kunststoff-Spritzgussteilen für die Automobil- und Elektroindustrie damals mit. Die Schweizer Sarna-Gruppe hat mit der Übernahme der Blue Water Plastics Ina/USA, führender Zulieferer für die amerikanische Automobilindustrie, ihre weltweite Position ausgebaut. Der Umsatz von Blue Water liegt bei rund 400 Millionen Mark. Die Sarna-Gruppe erzielte mit 2400 Mitarbeitern 1999 einen Umsatz von 666,8 Millionen Schweizer Franken (rund 860 Mio DM).

Erhebliche Magnetwirkung
Zu den Ansiedlungserfolgen von Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger zählen neben Sarnatech auch die Firmen Votec (Tiefenbronn), Rotaform, Schucker (Königsbach-Stein), Unidek (Mühlacker) und TMC (Pforzheim).
Weitere Informationen zum Thema im Internet unter: www.sarna.com

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1 Antwort zu Sarna stärkt Standort Bretten

  1. mm sagt:

    Inzwischen ist die Ashok Minda Group, Indien Herr im Hause.
    Ashok Minda ist ein indischer Autozulieferer, der in Deutschland, Indien und Indonesien über 4.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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