Leserbrief : Rüdtwald ist als grüne Lunge nötig

Mit dem Zugriff auf den Rüdtwald als mögliches Industriegelände befasst sich eine Leserin in ihrem Brief:
Wir haben vor 15 Jahren ein Haus an der Heilbronner Straße in Gölshausen gekauft. Damals versprach man uns eine geplante Umgehungsstraße in zwei Jahren. Gerhard Dittes vom BUND zeigte uns bei einer Führung durch das Industriegebiet stolz das Feuchtbiotop, das dort noch Platz hatte, und bemerkte, dass man wegen der natürlichen Quellen und der daraus resultierenden hohen Baukosten nicht erweitern würde. Ein Trugschluss!

Inzwischen ist die fünfte Vergrößerung geplant und so geht es weiter! Jetzt soll noch für die nächste Erweiterung der Rüdtwald die „grüne Lunge“ und das Naherholungsgebiet von Gölshausen – abgeholzt werden. Unser Oberbürgermeister reagiert bei diesem Thema ganz euphorisch oder aggressiv.
Als eifrige Zeitungsleserin frage ich mich, warum bei den vielen Industriegebieten in Bretten und Umgebung und den vielen Firmenpleiten nur Gölshausen so stark „gefordert“ wird. Andere Stadtteile und Arbeitnehmer wären für eine entsprechende Zuteilung sehr dankbar. ‚

Als ehemaliges .“ Mitglied des Vereins „Stoppt die thermische Müllverglühung in Gölshausen“ weiß ich, dass die Betriebe, die in Industriegebieten angesiedelt werden, weniger staatliche Auflagen haben, das heißt, dort mehr schädliche Abgase in die Umwelt ableiten dürfen. Durch das Abholzen des Rüdtwaldes verlieren wir eine zusätzliche „grüne Lunge“.

Erschwerend hinzu kommt noch die in Kürze fertiggestellte Autobahnausfahrt Pforzheim-Bretten, die eine zusätzliche Blechlawine durch Bretten und die enge Dorfstraße von Gölshausen führt. Für die inzwischen endlich geplante und genehmigte Ortsumgehung Gölshausen ist nach aktueller Information vom Minister, nach Aussagen von Bundestagsabgeordnetem Klaus Bühler und vom Landtagsabgeordneten Franz Wieser kein Geld mehr da. Schöne Aussichten für die Zukunft von Gölshausen!

Hildegard Macke
Carl-Zeller-Straße 18
Bretten

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4 Antworten zu Leserbrief : Rüdtwald ist als grüne Lunge nötig

  1. G. H. sagt:

    Die GRÜNEN in Bretten tun sich mit der zukunfsträchtigen Schulpolitik (G9) hervor und halten an ihr fest.
    Sie machen auch in fortschrittlicher Verkehrspolitik (Verlängerung Radweg) zu Lasten von Umweltpolitik (Vernichtung einer Hecke).

    Bravo!

    Zu Zeit hat die B90/GRÜNE-Fraktion (3 Mitglieder) von insgesamt 23 Mitgliedern des Oberderdinger Gemeinderates Probleme mit dem dortigen Vorsitzenden:
    (Brettener Nachrichten am 26. März 2013 „Grüne kritisieren Nowitzkis
    Kommentar“).

    Sie sollte sich auf Wesentlicheres konzentrieren, wie es die Brettener GRÜNE-Fraktion vorführt! 🙂

  2. -nz- sagt:

    „Hecke muss der Verlängerung eines Radweges weichen. Und das sogar mit starker Zustimmung der GRÜNEN.“
    Vielleicht wollen die GRÜNEN die BAK-Pläne aus 1989 umsetzen, damit nicht alles umsonst war.
    Siehe unter:
    Leserbrief : Kostenlose Arbeit – und umsonst
    BNN 30.Juni, 1999

  3. ghg sagt:

    Damals beispielsweise nur geplant:

    „Zugriff auf den Rüdtwald als mögliches Industriegelände.“
    Später mit Votum des Gemeinderates an ein einziges Brettener Unternehmen verkauft.

    Gestern in den Brettener Nachrichten:

    Hecke muss der Verlängerung eines Radweges weichen. Und das sogar mit starker Zustimmung der GRÜNEN. So einfach macht man in Bretten Umwelt- und Verkehrspolitik!

    Was hat sich denn eigentlich positiv verändert?

  4. G. H. sagt:

    Auf den Tag genau vor dreizehn Jahren stand die Stadt Bretten mit zwar einem anderen Oberbürgermeister da, der eine nachvollziehbare Umweltpolitik und Stadtentwicklungspolitik sträflich vernachlässigte.

    Der Nachfolger scheint sich mit den gleichen kommunalpolitischen Herausforderungen schwerzutun und sich daher nicht anders als sein Vorgänger zu verhalten.

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