Bretten soll Einkaufsstadt werden

Vier-Etagen-Gebäude mit einer Vielzahl von Geschäften geplant – Steg über Straßen und Gewässer als Erlebnis vorgesehen – 210 neue Parkplätze
BRETTEN. Direkt an der Stadtbahnhaltestelle Mitte soll sich das Gesicht Brettens möglicherweise schon in zwei Jahren ganz anders als derzeit zeigen und noch mehr Besucher in die Stadt locken.
Von PZ-Mitarbeiterin Gabriele Meyer
Geplant sind ein Vier-Etagen-Gebäude mit klassischer moderner Architektur, Innenhof mit Einkaufsarkaden, großflächiger Lebensmittelmarkt Filialen von Schuhund Textilienketten, Drogeriemarkt, neue Büroräume für das Arbeitsamt und weitere Dienstleister, verschiedene Einzelhandelsangebote, Gastronomie mit Blick über die Stadt, ein fußläufiger Steg über Straßen und Gewässer direkt in die Innenstadt und schließlich Stellplätze für rund 210 Fahrzeuge. Jetzt ist dort noch eine Industriebrache.
Der Gemeinderat hat das Großprojekt bereits „sehr freundlich“, so Oberbürgermeister Paul Metzger, zur Kenntnis genommen. Und auch der Brettener Einzelhandel setzt der Maßnahme, anders als bei Globus und Langenbahn, offenbar zwar Bedenken, aber nur geringen Widerstand entgegen.

Seit über zwei Jahren im Visier
Seit zweieinhalb Jahren hat die Firmengruppe Krause, eine Bauträger Holding mit Sitz in Bayreuth, die Stadtbahnhaltestelle Mitte in Bretten im Visier. Zum ersten Mal öffentlich im Rathaus vorgestellt wurde die mehrfach geänderte Planung. Dass es dabei nicht um die Präsentation eines bereits vom Gemeinderat nicht öffentlich beschlossenen Projekts ging, machte Oberbürgermeister Paul Metzger den zahlreich erschienenen Vertretern des Einzelhandels deutlich. Er stellte aber auch klar, dass die Stadt die feste Absicht hat das als Chance für Bretten begriffene Projekt zusammen mit dem Investor zu realisieren.

„Innenstadt profitiert“
Bedenken des Einzelhandels, hier werde mit einem Magneten an der Peripherie erneut Kaufkraft aus der Innenstadt abgezogen, während in der Innenstadt „auf Mittelalter gemacht“ werde, mochte Metzger nicht gelten lassen. Es werde im Gegenteil eine Entwicklung betrieben, von der die Innenstadt nur profitieren könne. Der OB ging auch gleich in die Offensive. Die Innenstadt habe ihre Chance durch ihr besonderes Flair, das es weiter auszubauen gelte. Aber er sehe in Bretten deutliche Mängel. Die Innenstadt müsse mehr Anstrengungen für ein kundenfreundliches Ambiente betreiben. Konkret geht das von Professor Huth entwickelte Projekt Stdtbahnhaltestelle Mitte von rund 1000 bis 1200 Quadratmetern für einen Lebensmittelmarkt – zwei Bewerber dafür sind vorhanden – zwei je 800 Quadratmeter große Etagen für Büros, 500 Quadratmeter für Schuhe, 600 bis 800 Quadratmeter für Textilien und 500 Quadratmeter für den Drogeriemarkt aus. Rund 1000 Quadratmeter im ersten Geschoss und 300 Quadratmeter im Erdgeschoss hat Krause für den Brettener Einzelhandel reserviert Jch hoffe, dass die über 1000 Quadratmeter sich aus Brettener Einzelhandelssicht ergänzen“, machte Metzger seine Erwartungen deutlich und stellte zu dem Gesamtprojekt fest: „Ein Schritt in die richtige Richtung.“

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