Schucker will bis 2001 Mitarbeiterzahl verdoppeln

Nach Umzug der Firma von Königsbach nach Bretten Expansion als Ziel
BRETTEN.
Stramm auf Expansionskurs steuert die Firma SCA Schucker GmbH auch nach der für Ende dieses Jahres vorgesehenen Betriebsverlagerung von Königsbach-Stein nach Bretten.
Von PZ-Redakteur Bruno Knöller
Das 1986 in Büchenbronn gegründete Unternehmen, dem auch der Platz in Königsbach zu klein wurde, gibt zwar derzeit noch 110 Personen Brot und Lohn, will aber in Bretten gleich mit 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchstarten. In drei Jahren soll, nach vorsichtigen Prognosen, die Zahl 200 überschritten sein.

„Jährlich haben wir das Personal um zirka 30 Prozent ausgeweitet“, freute sich gestern bei einem Pressegespräch im Brettener Rathaus der geschäftsführende Gesellschafter, Diplom- Ingenieur Josef Schucker. Der 44jährige Unternehmer und Oberbürgermeister Paul Metzger hatten Streicheleinheiten für die jeweils andere Seite parat. Der OB: „Ich habe Herrn Schucker als einen der dynamischsten Unternehmer kennengelernt. Er ist ein innovativer Mittleständler und für viele Weltkonzerne die erste
Adresse.“ Schucker: „Sie haben auch hart um die Ansiedlung gekämpft, Herr Metzger.“

Eine Reihe von Kommunen hätten sich um seine Firma bemüht, darunter auch die seitherigen Standorte Pforzheim und Königsbach-Stein, ließ der Chef des europäischen Marktführers bei der Herstellung robotergeführter Klebetechnik für den Einsatz im Automobilbau die Katze nur teilweise aus dem Sack. Das kommunalpolitische Klima sei mindestens genauso wichtig wie andere Faktoren, meinte Schucker: „Mit den Grundstückspreisen lag Pforzheim ohnehin ganz daneben.“

Das geplante acht bis zehn Millionen Mark teure Bauvorhaben im Industriegebiet des Brettener Stadtteils Gölshausen wird zügig angepackt. Schucker nannte folgende Terminvorgaben: „In wenigen Tagen können wir den Bauantrag für den ersten Abschnitt mit einer zirka 4000 Quadratmeter großen Fertigungshalle und einem 2500 Quadratmeter großen Bürotrakt einreichen. Wir hoffen, im Juli mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Mit der Produktion wollen wir Ende dieses Jahres in Gölshausen anfangen.“ Die Mitarbeiter kämen aus den Bereichen Pforzheim, Bretten und Karlsruhe.

Daß nach dieser „in den letzten Jahren für Bretten bedeutendsten Ansiedlung“ (Originalton Metzger) noch nicht das letzte Wort in Sachen neuer Arbeitsplätze in der Großen Kreisstadt gesprochen ist, verriet der Stadtchef zum Schluß: „Voraussichtlich in den nächsten Tagen können wir Ihnen eine Großansiedlung mitteilen, die am Karfreitag geklärt wurde. Dabei geht es um 200 neue Arbeitsplätze im Bereich der Energiewirtschaft“.

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