Leserbrief : „AdS ein Club der Analytiker und Konzepterfinder?“

Zu unserem Bericht über das Konzept 2005 der AdS Bretten erhielten wir folgende Zuschrift:
Es ist schon nicht mehr interessant, die Berichte der Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen zu lesen. Man muß schon langsam Mitleid haben mit diesen Geschäftsleuten. Da wird wieder und wieder dem Kunden mitgeteilt, wie schwer es ist, in Bretten das Einkaufen interessant zu machen. Attraktive „Umfelder“ müssen geschaffen werden. Die Stadt muß schöner werden. Die Straßen heller und Passagen und Höfe ausgebaut. . . Und dann sollen die Ordnungshüter auch noch unterscheiden können, ob der/die Falschparker humorvoll oder vielleicht doch richtig verwarnt werden sollen. Gedanken, Ideen, Forderungen!

AdS ist die Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen. Ist dies nun eine Gemeinschaft, die selbständig arbeitet, oder Selbständige, welche gemeinschaftlich arbeiten, vielleicht aber auch eine selbständige Gemeinschaft, die arbeitet?
Eines steht fest: Wer ein Geschäft erfolgreich führen will, muß sich nach dem Kunden richten. Man muß versuchen, den Käufer auf seine Produkte aufmerksam zu machen, ihm möglicherweise (fachmännisch) zur Seite stehen und ihn immer spüren lassen, daß er erwünscht ist, auch wenn er im Augenblick nicht das Richtige findet. Spürt der Kaufinteressent solche positive Ausstrahlung, ist wiederholtes Aufsuchen dieses Geschäfts gewährleistet.

Ein positives Denken ist aber scheinbar bei den Mitgliedern der AdS kaum mehr vorhanden. Dauerndes Kritisieren, ohne selbst etwas zu ändern, Analysieren ohne ein Ergebnis zu erlangen, Konzepte erarbeiten, welche schon im Ansatz nur schwer zu verwirklichen sind, sind alles Dinge, die einen Kunden nicht gerade positiv beeinflussen.
Selbständig ist jemand, der etwas selbst tut, in Eigenverantwortung handelt und selbst Fehler macht, diese eingesteht und dies wiederum positiv für sich nutzt zum Wohle des Kunden. Denn eine uralte Weisheit darf nie vergessen werden: Der Kunde ist König!

Dieter Wahl
Max-von-Laue-Straße 44
Bretten

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2 Antworten zu Leserbrief : „AdS ein Club der Analytiker und Konzepterfinder?“

  1. Matz sagt:

    die AdS ist inzwischen abgelöst von der VBU. Gleiche Akteure, gleiches Ergebnis: keine Ideen, keine (Eigen-)Initiative, kein Plan, nur Jammern. Als Ausweg aus der Misere empfehle ich Neugründung unter anderem Namen!
    Vorschläge: RIB (ratlose Innenstadthändler Bretten),
    BGI (Brettener Gewerbetreibende ohne Ideen), weitere Vorschläge?

  2. G. H. sagt:

    Hat sich nach fast vierzehn Jahren irgendetwas geändert?
    Es wird weiterhin fast konzeptlos drauf los geplant und gewirtschaftet.
    So etwas verdient nicht die Bezeichnung kommunale Wirtschaftsförderung.

    Leider ist das gedruckte Interview am Ostersamstag mit Baier, Zäpfel und Wolff keineswegs das Gelbe vom (Oster-)Ei! 🙁

    Schon eher ein faules Ei, was den Informationsgehalt für den Leser betrifft. 🙂

    Darüber können gleich drei kleinformatige Fotos sowie das großformatige Foto des Interviewten – mangels inhaltlichen Textes – auch nicht hinwegtäuschen! 🙂

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