Zentrum auf Gottesacker

Bundespräsident soll zum Fest zum 500. Melanchthon-Geburtstag kommen
Von PZ-Mitarbeiterin Gaby Meyer
BRETTEN. Mit einem 200-Betten- Tagungshotel, einer Tiefgarage mit rund 180 Stellplätzen, Geschäften und einem als Freilichtbühne nutzbarem offenen Forum will die Stadt Bretten einen richtungsweisenden städtebaulichen Akzent am „Gottesackertor“ setzen. Über gläserne Freiluft-Aufzüge oder Rolltreppen soll das nach dem Abriß des alten Schlachthofes jetzt noch provisorisch als Parkplatz genutzte rund 4000 Quadratmeter große Gelände direkt an die höher liegende Fußgängerzone angebunden werden.

Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger, der die erfolgreichen Optionsverhandlungen mit dem Hotel-Investor, der Firma Müller-Immobilien aus Linkenheim-Hochstetten, erläuterte, prognostizierte für das 30 Millionen-Projekt eine Bauzeit von nicht einmal zwei Jahren.

Optionsvereinbarung
Der Gemeinderat hatte bereits am Mittwoch die Optionsvereinbarung mit der Müller-GmbH einstimmig angenommen. Unter Berücksichtigung der schon vom Stadtplanungsamt erarbeiteten Gestaltungsvorlagen, die sich in erster Linie auf ein Einfügen des Komplexes in das Stadtbild beziehen, sollen die konkreten Planungen für das dreigeschossige Hotel plus Dachgeschoß bereits am 27. Mai vorliegen. Mit dem Baubeginn rechnet die Stadt im Frühherbst, sodaß der gesamte Komplex zum Beginn der Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag Philipp Melanchthons fertiggestellt sein könnte. Zu diesem Ereignis voraussichtlich im Februar 1997 wird Bundespräsident Roman Herzog in Bretten erwartet. Die Randbebauung will die Stadt vermutlich über die stadteigene Kommunalbau in eigener Regie vornehmen.

Gymnasium und Stadthalle
Oberbürgermeister Paul Metzger („das ist eine der erfreulichsten und wichtigsten Entscheidungen der letzten Jahre“) erwartet vom Neubau eine Entspannung der Wohnungssituation, sondern auch eine Signalwirkung, um größere Tagungen und andere Veranstaltungen nach Bretten zu holen. Das Hotel soll neben drei Tagungsräumen ein Restaurant, Erholungs- und Fitnessräume, Sauna und Dampfbad anbieten. In der Stadt wird außerdem der Bau eines zweiten musischen Gymnasiums mit einer auch als Stadthalle nutzbaren Mehrzweckhalle diskutiert.

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