Neue Fabrik baut Fabriken

Spatenstich im Gölshäuser Industriegebiet
Wegoma bietet künftig rund 160 Menschen Arbeitsplätze
Bretten-Gölshausen (tk). Etwa 160 Arbeitsplätze im handwerklichen, aber auch im verwal­tungstechnischen Bereich werden mit der Neu­ansiedlung der Maschinenfabrik Wegoma im In­dustriegebiet Gölshausen geschaffen. Am Mitt­woch nachmittag führten Firmeninhaber Walter Weiß und Oberbürgermeister Paul Metzger den symbolischen Spatenstich durch — allerdings per Bagger. Auf einem rund zwei Hektar großen Areal soll ein rund 8500 Quadratmeter großes Betriebsgebäude entstehen. Voraussichtlich im kommenden Mai soll das große Werk stehen, hofft Weiß, damit dann die Produktionsabtei­lung von Eisingen nach Bretten umziehen kann. Die Verwaltung soll einen Monat später vom bisherigen in den neuen Firmensitz wechseln.

Rund 110 Mitarbeiter beschäftigt Weiß der­zeit, darunter einen nicht unerheblichen Teil aus Bretten. Weiß: Die werden sich dann freuen, wenn sie nicht mehr so weit fahren müssen. Der Firmenchef geht davon aus, daß bei einer Ausweitung der Produktion („Davon gehe ich aus“) mindestens 50 neue Arbeitsplätze in Bret­ten geschaffen werden können. Die Firma Wegoma, 1970 gegründet, produziert und ver­treibt Maschinen, Anlagen sowie komplette Be­triebseinrichtungen und Fabriken für die Her­stellung von Fenstern und Türen aus Aluminium und Kunststoff. Zu den Hauptabnehmern zählen Kunden aus Asien (Schwerpunkte: China und Pakistan) in Russland, den USA sowie in Kana­da. Der Exportanteil liegt derzeit bei etwa 60 Prozent, schätzt Weiß, was zur Folge habe, daß mögliche Rezessionen im Inland leichter zu ver­kraften seien. Waren 1990 noch 85 Mitarbeiter in Eisingen beschäftigt, stieg diese Zahl auf der­zeit 110. Hinzu kommen noch 35 Mitarbeiter im Zweigwerk Bottrop. Der Umsatz 1990 betrug knapp 39 Millionen Mark. ein Jahr später gar 47.5 Millionen Mark und 1992 die Rekordsumme von knapp 80 Millionen Mark.

Für den Standort Bretten entschied sich Weiß, der rund acht Millionen Mark in den Neubau investiert, wegen der „sehr unternehmerfreund­lichen Stadtverwaltung“. Er hoffe nun auf eine baldige Anbindung der Gewerbestraße an die B 293. Dies sicherte Oberbürgermeister Metzger zu, denn die derzeitige Zufahrt sie unzumutbar. Über die in Aussicht gestellten Arbeitsplätze freute sich Metzger: „Wir brauchen Firmen, die in diesen Tagen mal ein positives Zeichen setzen“.

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