Eile geboten

Nun haben die Kontrahenten Daten und Fakten zur Hand, mit denen sich trefflich streiten läßt: Schlußfolgerungen aus der in Bretten vorgelegten Verkehrsanalyse dürfen nicht lange auf sich warten lassen, zu groß ist die Belastung durch den Kaftfahrzeugverkehr in mehreren Bereichen und Ortsteilen der Melanchthonstadt, zuviel Unmut und Zündstoff haben sich angehäuft.

Die Fraktionen des Gemeinderates, vor allem aber Oberbürgermeister Paul Metzger, der seinerzeit seinen Wahlkampf auch mit den gravierenden Brettener Verkehrsproblemen geführt und die sogenannte „Bündeltrasse“ (nach einem Vorschlag des früheren CDU-Stadtrates Pfaus) zur Debatte gestellt hatte“, sind jetzt gefordert. Der Hinweis auf fehlende Untersuchungsgrundlagen zieht nicht mehr seit die Zahlen für jedermann nachprüfbar auf dem Tisch liegen.
Aber auch aus anderen Gründen scheint Eile geboten: Bundes- und Landeszuschüsse, ohne die das Millionenprojekt überhaupt nicht denkbar wäre, sind an einen engen zeitlichen Rahmen gebunden. Die maßgeblichen Behörden und der Gesetzgeber haben andere Sorgen und werden nicht zuwarten, bis alle Kontroversen in der Melanchthonstadt ausgestanden sind.
Mehrere Aspekte der Verkehrsstudie stützen die von der Stadtverwaltung angestellten modellhaften Überlegungen. Die durch und nach Bretten führenden Verkehrsströme könnten mit einer innerstädtischen Straßenführung entlang der Kraichgaubahn bewältigt werden, doch die Hoffnung, den gordischen Knoten mit einem genialen Hieb zu durchtrennen, bleibt eine naive Illusion. Mut und Stehvermögen müssen sich nun beweisen.

Eckehard Uhlig

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3 Antworten zu Eile geboten

  1. ghg sagt:

    @ Matz

    Doch awg = alles wird gut, ganz bestimmt noch besser.

    Sind die Vorschläge von Wolff nichts, dann sind ja noch die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr gefordert, die sicherlich mindestens ebenso intelligente Vorschläge für ein optimales Verkehrskonzept auf den Sitzungstisch bringen könnten! 🙂

  2. Matz sagt:

    derzeit ist gerade wieder „Eile geboten“, vielleicht ist das ja gerade das Problem! Jetzt soll wieder mit der heißen Nadel etwas zusammengestrickt werden, OB Wolff hat angeblich schon Vorschläge…mir schwant nichts Gutes…

  3. G. H. sagt:

    Nach inzwischen 26 Jahren wird immer noch über dasselbe Problem geredet.

    U.a. Mit großem Gehabe am 2. Dezember 2010
    BNN: „Stadt strebt großes Verkehrskonzept an“

    Woran mag das nur liegen?

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