So rasch wie möglich Lösung finden

Bürgerversammlung »Umgehung Gölshausen«

Daß endlich etwas geschehen muß, darüber waren sich alle Beteiligten der Informationsveranstaltung zum Thema »Umgehung Gölshausen, zu der die Stadtverwaltung am vergangenen Mittwoch eingeladen hatte, einig. Nur über das »Was«, sprich die geeignete Trasse, herrschte nach wie vor große Uneinigkeit.
Zunächst wurde jedoch von Seiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe, vertreten durch die Herren Rügert, Heinichen und Körnich, das Bewertungsverfahren erläutert, das zu dem vom Gemeinderatsbeschluß abweichenden Ergebnis geführt hatte. Man war bei der Bewertung von drei Aspekten ausgegangen, nämlich Umwelt, Verkehr und Raumordnung/ Städtebau. Innerhalb dieser Bereiche waren weitere Kriterien dahingehend bewertet worden, ob sie positiv, mittelmäßig oder negativ wirken. Die erreichten Punkte jeder Trasse wurden dann zusammengezählt und mit den anderen Trassen (insgesamt wurden 13 geprüft) verglichen.

Dabei kamen sämtliche Südtrassen besser weg als die Nord- oder Mitteltrassen. Die höchste Punktezahl erreichte die südlichste Südtrasse. Selbst bei einem zusätzlich durchgeführten Vergleich der günstigen Trassen aus Nord, Süd und Mitte schnitt die Südtrasse erst bei einer unverhältnismäßig starken Überbewertung des Aspektes »Verkehr« etwas schlechter ab.
Schließlich wurde noch der Verlauf der »Bündelungstrasse« mit ihren Profilen unter Berücksichtigung ihrer Verkehrsverteilungsfunktion dargestellt. In der anschließenden Diskussion wurden die unterschiedlichen Haltungen und Meinungen der Bürger sehr deutlich.

Mehrfach wurde die Planung der Stadt kritisiert und die Frage aufgeworfen, was aus dem erst vor kurzem realisierten teuren Freizeitzentrum werden solle, wenn eine stark befahrene Straße daran vorbeiführe. Auch die Aufständerung in diesem Bereich war einigen Bürgern nicht geheuer. Die hohe Verkehrsbelastung, die mit einer Südumgehung auf das Wohngebiet »Wanne III« zukomme, beunruhigte natürlich vor allem dessen Bewohner.
Daß die Verkehrsprobleme »Gölshausen« und »Bretten« im Zusammenhang gelöst werden müssen, sei klar; dennoch solle man schon jetzt mit dem Bau der Umgehung bis zur B 35 beginnen, dann werde man weitersehen. Davor wurde nicht nur durch den OB gewarnt, da man die innerstädtischen Probleme, die dadurch entstünden, jetzt schon kenne. Der Knoten Georg Wörner-Straße/ Pforzheimer Straße / Wilhelmstraße sei nicht mehr belastbar. Jetzt sei es wichtig, die optimale Lösung auch für die Kernstadt zu finden.
Dies bedeutet, auch anderen Lösungen gegenüber offen zu bleiben und realistische Alternativtrassen zu prüfen:
Dies sicherte OB Metzger gerne zu. Das Ergebnis des Verkehrszählungsgutachtens, dessen Auswertung im Spätherbst als Analyse vorliegt, werde dann zusammen mit weiteren Voruntersuchungsergebnissen die Basis für weitere Gespräche bilden.
»Dies war eine hochkarätige Diskussion. Ich hoffe, es wurde deutlich: Wir wollen und können unsere Verkehrsprobleme nicht gegen, sondern nur mit dem Bürger lösen. Deshalb bleiben wir im Gespräch; zunächst in einer weiteren Bürgerversammlung und dann in einer Einzelanhörung der verschiedenen Interessen. Am Ende muß jedoch eine Entscheidung getroffen werden, die der Stadt Bretten weitere Entwicklungsmöglichkeiten garantiert.«
Dies waren die Schlußworte von OB Metzger, der damit gleichzeitig für sachliche Zusammenarbeit bei der Lösung eines schwierigen und schon lange überfälligen Problems warb.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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