Am nächsten Sonntag fällt die Entscheidung

Die OB-Kandidaten von Bretten
Drei Bewerber wollen Leichts Nachfolge antreten.
BRETTEN. Für die am 3. November durchzuführende Wahl des neuen Oberbürgermeisters in der Großen Kreisstadt Bretten (der amtierende OB Alfred Leicht geht in den Ruhestand) stehen drei ernsthafte Kandidaten zur Wahl: Brettens „Erster Beigeordneter“, Bürgermeister Eberhard Niethammer, der Heidelsheimer Ortsvorsteher Paul Metzger und Lothar Gall, Stadtoberamtsrat bei der Stadt Karlsruhe.

Während der vierte „Bewerber“, der Remstaler Obsthändler und Schriftsteller Helmut Palmer, selbst einräumt, „daß ich hier nahezu keine Chance habe, gewählt zu werden“, sondern seine Aufgabe wie auch bei den anderen „derzeit laufen rund dreißig Bürgermeisterkandidaturen“ darin sieht, „die ungeeignetsten Bewerber abzuhalten“, lassen Gall, Metzger und Niethammer keine Zweifel daran aufkommen, nur auf Sieg zu setzen.

Niethammer steht kurz vor seinem siebenunddreißigsten Geburtstag, ist in Göppingen geboren, evangelisch, verheiratet und Vater zweier Kinder. Der gelernte Jurist war nach Abschluß seines Hochschulstudiums und der Referendarausbildung Mitarbeiter einer renommierten Schwetzinger Anwaltskanzlei, bevor er sich für die höhere Verwaltungslaufbahn entschied. Amtsleiter im Landratsamt Karlsruhe, Bürger und Pressereferent sowie persönlicher Referent des Karlsruher Regierungspräsidenten, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, seit Dezember 1984 Erster Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“ bei der Stadt Bretten, sind die wesentlichen Stationen seiner beruflichen Karriere. Niethammer ist CDU-Mitglied und wird von seiner Partei unterstützt.

Metzger ist 41 Jahre alt und in Heidelsheim aufgewachsen, evangelisch, verheiratet und Vater von drei Kindern. Nach dem Besuch der Höheren Handelsschule zunächst bei der Fa. Neff in Bretten beschäftigt, absolvierte der Bewerber eine viereinhalbjährige Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst. Weil Metzger im Zuge der Verwaltungsreform und Eingemeindung seiner Heimatstadt Heidelsheim nach Bruchsal dort nicht gleichzeitig Stadtrat und Beamter beim Stadtbauamt bleiben konnte, wechselte er zum Gemeindetag Baden-Württemberg über, und ist seither mit Dienstort Stuttgart als Verwaltungsrat in dieser Institution tätig. Nach seinem Austritt aus der SPD 1983 ist Metzger parteipolitsch ungebunden, die kleine Brettener FDP empfiehlt seine Wahl.

Gall, der 1947 in Karlsruhe geboren wurde, ist ebenfalls evangelisch, verheiratet und Vater eines sechsjährigen Sohnes. Schon 1965 trat der Kandidat in den gehobenen Verwaltungsdienst ein und stieg vom Inspektorenanwärter zum Dezernenten (Zuständigkeit für Sport und Soziales) und Leiter des Bürgermeistersekretariats der Stadt Karlsruhe auf. Gall hat wiederholt Fortbildungsmöglichkeiten in Anspruch genommen, wurde durch IBM-Deutschland zum Programmierer und EDV-Orgarnisator geschult und war an der Einführung landeseinheitlicher EDV- Verfahren in der Verwaltung beteiligt: insbesondere ist seine Mitarbeit an der Entwicklung neuer Verfahren zur automatisierten Abwicklung von- Wahlen hervorzuheben. Die Brettener SPD hat Gall als ihren Bewerber für das Oberbürgermeisteramt nominiert.
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