von Gottfried Retsch, Bretten
Die Lebendigkeit Brettens ist sehr gut abzulesen an den Zeitungsartikeln, vor allem aber an den vielen Leserbriefen.
Das ist gut so.
Befördert wird diese Lebhaftigkeit von der Vorgehensweise der Verwalt­ungsspitze. Im Gemeinderat wird widersprüchlichen Sachverhalten zugestimmt um nicht „anzuecken“, bzw. um die etwaige Chancenlosigkeit einzelner Vorgänge nicht zu thematisieren.

Der OB ist ein guter Verwalter, er steht voll und ganz mit seinem Willen und Wirken zu seinen Entscheidungen, zu seiner Aufgabe: Verwalten. Das schließt ein, dass er mitunter das Gegenteil sagt von dem was er ein paar Tage vorher kundgetan hat. Und auch dies: an ihn gerichtete Briefe werden nicht beantwortet.
Die damit hervorgerufenen Wirkungen haben für ihn untergeordnete Funktion, zumal es ihm nicht gegeben ist, einfach und offen zu kommunizieren. Wird seiner Absicht Kritik, ja Widerstand zuteil, findet das Gespräch ein abruptes Ende mit Sätzen wie dem folgend­em (Zitat) : „Es wird nichts mehr geändert. Der Umbau ist vom Gemeinderat beschlossen und wird durchgeführt. Basta!“, so gesagt zu Herrn A. Rath.
Auch ich bekam so einen Satz zu hören (Zitat): „Das ist alles zu spät, die Katze ist den Baum ’nauf.“ Ich musste nachfragen, ich kannte die Bedeutung dieser Aussage nicht. Damals handelte es sich um die nicht veröffentlichte Änderung des Straßenlaufs „Am Kalkofen“. Dieser Fakt steht heute noch, auch wenn das Gericht die damals gehandhabte inkor­rekte Vorgehensweise im Nachhinein bestätigte. weiter lesen –>

 Artikel 726x gelesen

von Andreas Kraus www.andreas-kraus.info
Los gehts! Der Wahlkampf um den Posten des Oberbürgermeisters in Bretten ist eröffnet! Nachdem OB Martin Wolff bereits seine Neujahrsansprache genutzt hat um für seine Kandidatur zu werben und darin verdeutlichte, dass er gerne Oberbürgermeister bleiben möchte, haben wir jetzt den ersten ernstzunehmenden Konkurrenten: Aaron Treut, Ortsvorsteher von Ruit und Gemeinderatsmitglied, tritt offiziell zur Wahl an. Bekannt ist Aaron Treut vor allem für sein großes Engagement in Sachen Hochwasserschutz, für seine Bürgernähe und Unterstützung auch im Alltag, sowie als Kritiker der Stadtverwaltung.
Doch was bewegt den jungen Familienvater dazu, seinen Beruf bei Daimler aufzugeben um sich ganz dem Wohle Brettens zu widmen? Ich habe die Chance genutzt und ihn hierzu befragt.

Andreas Kraus: Hallo Aaron, eine Frage die sicherlich jeden interessiert: Was sind deine Beweggründe, um deinen sicheren Job aufzugeben und dich den anspruchsvollen Aufgaben eines Oberbürgermeisters von Bretten zu widmen?

Aaron Treut: „Ich habe schon immer gesagt, dass ich die Arbeit die ich als Ortsvorsteher mache und die mir sehr viel Freude bereitet gerne hauptberuflich ausüben würde. Der gestalterische Aspekt ist dabei sehr reizvoll. Ich bin ein Mensch der im Leben immer wieder neue Herausforderungen sucht und dabei gleichzeitig seine Kraft und sein Können gerne in den Dienst der Menschen stellt. Mein ganzer Lebenslauf zeugt davon. Und hier ist meine Chance, das was mir Spaß macht und was ich bisher als Ehrenamt ausführe, auch hauptamtlich zu tun. Das Risiko, dass ich einen sicheren Job dafür aufgebe, ist mir bewußt, aber das sind mir die Stadt und die Menschen wert.“

Welche Fähigkeiten kannst du vorweisen, die den Bürgern zeigen, dass du den aktuellen und kommenden Aufgaben besser gewachsen bist als der jetzige Oberbürgermeister?

„Ich stehe durch meinen Beruf für eine innovative Zukunft in Bretten und möchte gerne einen „New spirit“ in die Stadt bringen. Jeder soll spüren, dass ein frischer Wind nach Bretten weht. Ein Wind der Veränderung und Erneuerung. Weiterhin habe ich gelernt durch meine Ämter und auch durch meinen Nebenberuf als Sicherheitsinstruktor, Menschen zu führen, anzuleiten und zu motivieren. Das möchte ich gerne auf Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung übertragen.“
weiter lesen –>

 Artikel 1930x gelesen

Letzten Sonntag habe ich einen Baum gesucht an dem ich mein Bein heben konnte. Dabei kam ich zufällig an der Sporthalle im Grüner vorbei, wo eine Wahlkampfveranstaltung des Oberbürgermeisters – Entschuldigung der Neujahrsempfang der Stadt Bretten – stattfand. Es war viel los. Alles was glaubt, kulturell Rang und Namen zu haben (ob zu Recht oder Unrecht), war aufmarschiert. Und der OB hielt eine fulminante Rede, unter dem Motto „Es geht was“.
Es war grandios, was er alles aufgezählt hat. Auf die Sporgasse soll so allerlei: ein Ärztehaus, Wohnen, Einkaufen, ein Festplatz und vielleicht sogar die Stadtbücherei. Genau weiß es Herr Wolf aber noch nicht. Vielleicht soll die Bücherei ja auch in die Weißhofergalerie, wobei Intersport Zimmermann bald tote (Turn-)Hose ist. Wenn die Bücherei in die Weißhofergalerie kommen sollte – da ist sich unser OB, wie gesagt noch unsicher – sollte er aber auch gleich eine Spezialfirma für Papierrestaurierung dazunehmen, denn unter Wasser, das durchs Dach kommt, leiden Bücher bekanntlich besonders. weiter lesen –>

 Artikel 1126x gelesen

Leserbriefvon unbekannt (Name des Verfassers ist dem BAK bekannt)

Solange Paul Metzger OB war, gab es Vorgehensweisen mit denen man, zeit­gleich oder im Nachhinein, nicht unbedingt einverstanden sein konnte. Sie hatten aber eine Gemeinsamkeit: die „Stossrichtung nach vorne“; es war zu erkennen, dass Paul Metzger den „Laden zusammenhält“ .
Diese Art und Weise ist mit dem OB-Wechsel abhanden gekommen. Die ver­schiedenen Groß-Ereignisse zeigen dies deutlich.

— Da wird das Kaufhaus Schneider saniert, über Bürgerbefragung ein neuer Name gesucht, eine Mehrheit schält sich heraus, aber der Gemeinderat entscheidet etwas anderes. Der Bürgerwille wurde mit Füßen getreten.
— Da wird groß und wichtig ein Moscheeneubau diskutiert, aber plötzlich vollzieht die Verwaltungsspitze eine Kehrtwende um 180 Grad. Die Chance von sichtbarer Toleranz hin zur Akzeptanz ist vertan.
— Eine Firma offeriert, in engster Zusammenarbeit mit dem Rathaus, die Ver­sorgung Brettens mit Breitband. Sie gibt als Mindestlimit 3370 Vorver­träge an, um beginnen zu können. Es kommen aber nur ca. 2650 Vorverträge zustande. Trotzdem soll das Projekt begonnen werden. Die Glaubwürdigkeit in die Firma in Verbindung mit dem Rathaus wird weiter ausgehöhlt.
— Da wird plötzlich, so wie ein Kaninchen aus dem Hut, eine Bebauung des Sporgassenareals – schon fix und fertig entworfen – der Allgemeinheit präsentiert. Der Unwille der Brettener zu solcher Vorgehensweise und zum Projekt selbst schlägt hohe Wellen. Verschiedene Veränderungen dümpeln vor sich hin. Niemand erfährt, wie viel Zeit, Energie und Geld verschwendet wurde.
Warum „In der Eidelstein“ ein Neubaugebiet aus dem Boden stampfen, Gärten, Streuobstwiesen, Felder, die Schutzregeln zu natürlichen Fluren missachtend, opfern? Auf dem Harschgelände ist auch Wohnbebauung vorgesehen.
weiter lesen –>

 Artikel 1696x gelesen

dieLinke

Meine Damen und Herren,

den Verantwortlichen von „Wirtschaftsförderung und Liegenschaften“ steht eine Gesamtgrundstücksfläche von ca. 33.500 qm zur Vermarktung zur Verfügung.
Einer Befürwortung der in der Vorlage genannten Konzepte „Hotelprojekt“ und „Diestleistungszentrum“ wird DIE LINKE nicht zustimmen. Dies gilt auch für den Auftrag an die Verwaltung, das vorgelegte Konzept in dieser Form weiter zu entwickeln und umzusetzen.

Begründung:
1.
Im gesamten Vorlagen-Text finden wir keinen Hinweis auf mögliche Wünsche von ISEK, Themenschwerpunkt „Wohnen und Lebensraum“.
Ist die Bürgermeinung zum Thema Stadtgestaltung hier nicht gefragt?
Schwer verständlich, da unsere Verwaltung, voran Herr Oberbürgermeister Wolf, der die vom Rat vorgetragenen Themen gerne mit dem Hinweis auf ISEK verschiebt.
weiter lesen –>

 Artikel 1664x gelesen

Leserbriefvon Jörg Biermann, Fraktionsvorsitzender „ die aktiven“

Kaum wird man aus der Mitte des Gemeinderates aktiv, hält die Verwaltungsspitze einem reflexartig „Unwissen“ vor, das eigentliche Problem wird aber einfach wortreich übergangen, oder in die ungewisse Zukunft verschoben.
Jeden Tag kann man in Bretten erleben, wie sich eine Blechlawine vom Alexanderplatz durch die Stadt Richtung Pforzheim, und umgekehrt, schiebt. Auch nach Öffnung der Autobahnbaustelle hat sich die Situation nicht gebessert.

Der Hinweis der Verwaltungsspitze auf das Integrierte Stadtentwicklungs-konzept (ISEK) ist auch nur eine Nebelkerze, wie aus dem Namen des Konzeptes eigentlich schon hervorgeht. Hier kann man vielleicht eine stadtinterne Lösung der Verkehrsprobleme suchen, der überörtliche Verkehr ist damit aber nicht beseitigt, ja sogar hinderlich.
weiter lesen –>

 Artikel 1461x gelesen

Leserbriefvon Gunter Lange
Die in den Brettener Nachrichten veröffentlichte Antwort von OB Martin Wolff auf den interfraktionellen Antrag kann mich als fachkundigen Bürger nicht befriedigen.

Nach der 1981 im 1. Flächennutzungsplan gezwungenermaßen erfolgte Festlegung des künftigen Brettener Gewerbe- und Industriegebietes in Gölshausen musste danach als erste und vordringlichste Aufgabe die Suche und Beschlussfassung einer Umgehungstrasse im Zuge der B 294/ B 293 im Rahmen der Neuaufstellung eines 2. Generalverkehrsplanes (GVP) sein.

Ein solcher, vom Regierungspräsidium und der Stadt gemeinsam für die klassifizierten Straßen aufzustellender Plan, ist immer noch Voraussetzung für die Dringlichkeitsbewertung des Bundes in Berlin für den Bundesstraßenausbau. Das Ergebnis dieses 2. GVPs für Bretten lag 1987/88 vor und ergab die Netzvariante 61 (Südwest-Tangente über den Rechberg) als die Trasse mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis. M. W. haben aktuellere Netzfallberechnungen dies auch 2009 wieder bestätigt.
weiter lesen –>

 Artikel 1593x gelesen

brettener hundleFrage: Hundle, Du bist jetzt schon über 500 Jahre in der Stadt unterwegs. Bist Du bereit, Dich zu einigen aktuellen Problemen zu äußern?
s‘ rote Hundle: aber sicher!

Frage: Fühlst Du Dich auf dem derzeitigen Wochenmarkt noch wohl?
s’rote Hundle: ich weiß nie so genau, wann der Markt anfängt und wann er aufhört.Die Händler kommen und gehen, wann sie wollen. Einen Marktmeister,den es früher einmal gab, sieht man heute nicht mehr. Deshalb finden auch viele meiner Artgenossen nichts dabei, ihre Nase in die Auslagen zu hängen. Keiner kümmert sich darum, daß nach Marktende die Absperr-Poller wieder eingebaut werden, so daß der Marktplatz dadurch wieder zur Durchfahrtszone wird. Ich gucke immer wieder ganz neidisch auf den Bruchsaler Wochenmarkt, wo insbesondere die Vielfalt des Angebots deutlich größer ist.

Frage: Wenn Fremde in die Stadt kommen – gibt es in Bretten eigentlich genug Hotelbetten?
s’rote Hundle: Ich finde schon, aber die sind nur zu 44 % ausgelastet. Das könnte mehr sein, wenn die Stadt endlich mal ein Touristik-Konzept vorlegen würde, zusammen mit den Wirten. Aber da tut sich nichts. Keiner kommt in die Gänge.
weiter lesen –>

 Artikel 1452x gelesen

dieLinkeMit Verwunderung nimmt der Brettener Ortsverband der Partei DIE LINKE zur Kenntnis, welche Zielgruppen die Stadt zur Diskussion um das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK)“ einladen will und welche offenbar nicht. Zwar sei es lobenswert, so Ortsverbandssprecher Ali Cankaya, dass die städtischen Verantwortlichen eigene Veranstaltungen unter anderem für Senioren, Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund durchführen wolle. Mit keinem Wort erwähnt wird aber die relativ größte Bevölkerungsgruppe: die der Arbeitnehmer in den Betrieben, Verwaltungen und sozialen Einrichtungen. Stattdessen soll es eine eigene Veranstaltung für „Gewerbetreibende“ geben.

„Die Arbeitnehmer sind es in erster Linie , die den Wohlstand in unserer Stadt geschaffen haben und schaffen“, so Cankaya. Deshalb müssten sie angemessen an der Diskussion um die weitere Stadtentwicklung beteiligt werden.
weiter lesen –>

 Artikel 983x gelesen

bak_logovon Matthias Menzel
Zu einem weiteren Versuch von Bürgerbeteiligung in Bretten, dieses Mal „ISEK“ genannt, äußerte sich der Sprecher der grünen Fraktion, Otto Mansdörfer, in der Gemeinderatssitzung vom 24.3.2015 folgendermaßen:
„Dem ISEK fehlt aus unserer Sicht nach wie vor die mittlere Orientierungsleiste in Gestalt einer sauberen, repräsentativen Bürgerumfrage zu den Lebensverhältnissen in Bretten. Wie wollen wir Arbeitsgruppenergebnisse später einordnen, wenn uns dazu die Maßstäbe fehlen? Spricht aus der Arbeitsgruppe eine Mehrheit oder verfolgt eine kleine Minderheit ihre Partikularinteressen? Solche Fragen können nicht beantwortet werden, wenn wir nicht wenigstens in Grundzügen wissen, wie die Bevölkerung ihre Stadt insgesamt einschätzt. Schönes Negativ-Beispiel: Auch der BAK gibt vor, für die Mehrheit der Brettener zu sprechen. Würden wir dem folgen wollen?“

Sein Geheimnis bleibt, wie er zu dieser Aussage kommt. Nirgendwo und davon können Sie sich, liebe Leser/Innen gerne hier auf unseren Internetseiten überzeugen, wird dieser Anspruch vom BAK erhoben, noch wurde dies bei einer anderen Gelegenheit behauptet.

Wenn es um Bürgerbeteiligung geht, können wir, im Gegensatz zu Herrn Mansdörfer, allerdings etwas beitragen:
weiter lesen –>

 Artikel 2319x gelesen