von Gunter Lange
Mit großer Freude habe ich aus der Presse entnommen, dass die Ortsumfahrungen im Zuge der B 35/ B 294 um Bruchsal, Bretten und Neulingen in die höchste Dringlichkeitsbewertung gekommen sind. Sie dürfen nun bis 2025 ausgeplant werden. Damit entsteht für diese Gemeinden seit über 40 Jahren endlich Planungssicherheit für die Fortschreibung ihrer Flächennutzungsplanungen und der Entwicklung von innerörtlichen, integrierten Verkehrskonzepten als Grundlage aller Stadtentwicklungsüberlegungen.
Als Stadtplaner, der auch Regionalplanung studiert hatte, habe ich seit 1974 bei der Stadtplanung Bretten die gesamte Region um Bretten mit im Auge gehabt. Die Geschichte hat gelehrt, dass Menschen und Völker, die miteinander Handel getrieben haben, nicht miteinander im Krieg standen. Wir werden weder die heutige Globalisierung noch den weltweiten Handel rückgängig machen können, auch wenn dies einige glauben. Wirtschaft und Handel brauchen daher leistungsfähige Verkehrswege für die durch das Wachstum der Weltbevölkerung und höhere Ansprüche weiter wachsende Weltwirtschaft. Diese sollen heute nun aber nicht mehr in historische Innenstädte führen, wie es bis zur Industriealisierung von Marktplatz zu Marktplatz üblich und erforderlich war.
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von Gunter Lange
Wunderbar! Immer wenn sich ein Licht am dunklen Umgehungsstraßenhimmel von Bretten zeigt, steht der unsterbliche heilge St. Florian wieder in Form einer privaten Interessengruppe auf, und schon steht auch die SPD einer Umgehungstrasse der B 294, die den wachsenden Schwerlast- und Wirtschaftsverkehr auf einer Entwicklungsachse der bundesdeutschen und landesplanerischen Raumordnung aus der bewohnten Kernstadt herausnehmen soll, „skeptisch gegenüber“. Die Bündnis90/Grünen wollen das wachsende Verkehrs-aufkommen einer zum Glück boomenden Wirtschaft und so heiß ersehnten Binnennachfrage nach PKWs gar mit einer „durchdachten Verkehrslenkung“ auf dem immer gleichen Straßennetz begegnen. Gratulation! Um modern zu sein, nenne ich das „alternative Fakten“.
Echte Fakten sind, dass das Bundesraumordnungsgesetz für die infrastrukturell und gesamtwirtschaftlich gewünschte und benötigte Entwicklung in der BRD die Ziele, Grundzüge und raumbedeutsamen Planungen des Bundes und der Länder vorgibt, die dann letztlich in die Flächennutzungsplanungen der Kommunen zu integrieren sind. Es wäre auch zu schön, wenn die Kommunen bei ihrem „Masterplan“ nur die schönen, ruhigen Flächennutzungen zu verorten hätten, der gesamte bundesdeutsche Wirtschafts- und Lieferverkehr aber durch Tunnelröhren oder per Rohrpost, aber bitte auch nicht per Drohnen, erfolgen würde. Der Strom käme ohne Windräder, ohne Kraftwerke, ohne Masten für Leitungen einfach aus der Steckdose. Heiliges Fantasialand!
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Leserbriefvon Gunter Lange, Stadtbaudirektor a. D.

Eigentlich dachte ich, es sei schon alles zur Misere der Brettener Verkehrspolitik gesagt worden und wollte mich dazu nicht mehr äußern. Leider provoziert mich die im Leserbrief vom Fraktionsvorsitzenden der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vorgetragene „Fachkompetenz“ in Sachen Verkehrsplanung. Sie zeichnet sich durch hochgradige Unlogik aus.

Herr Mansdörfer will Entlastung „hochfrequentierter Straßenabschnitte in der Kernstadt von Bretten…. unter Zuhilfenahme aller Instrumente aus dem Werkzeugkasten der Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung“ erreichen.

Ohne eine um die Kernstadt herumgeführte Entlastungsstraße ist dies logischerweise gar nicht möglich, da eine Verkehrsentlastung in einer Straße zwangsläufig zu einer Mehrbelastung in anderen Straßen führt. Deshalb war Ziel des ersten Brettener Generalverkehrsplanes (GVP) 1975 und des zweiten GVP von 1988 immer zunächst eine Herausnahme von Fremdverkehr aus der Kernstadt durch den Neubau einer Umgehungsstraße für die B 294 und die L 1102.

Jedem/r Stadtrat/rätin war immer bekannt, dass eine solche Trasse in der Trägerschaft des Bundes nur durch ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis von Entlastungswirkung und Herstellungskosten erreicht werden kann. Die große Südumgehung wurde aus diesem Grund im Flächennutzungsplan von 1981 nicht mitgenehmigt. Die im zweiten GVP nachgewiesen beste Entlastungstrasse über den Rechberg hatte immer noch kein Kosten-Nutzen-Verhältnis für einen vordringlichen Bedarf.
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Leserbriefvon Gunter Lange
Die in den Brettener Nachrichten veröffentlichte Antwort von OB Martin Wolff auf den interfraktionellen Antrag kann mich als fachkundigen Bürger nicht befriedigen.

Nach der 1981 im 1. Flächennutzungsplan gezwungenermaßen erfolgte Festlegung des künftigen Brettener Gewerbe- und Industriegebietes in Gölshausen musste danach als erste und vordringlichste Aufgabe die Suche und Beschlussfassung einer Umgehungstrasse im Zuge der B 294/ B 293 im Rahmen der Neuaufstellung eines 2. Generalverkehrsplanes (GVP) sein.

Ein solcher, vom Regierungspräsidium und der Stadt gemeinsam für die klassifizierten Straßen aufzustellender Plan, ist immer noch Voraussetzung für die Dringlichkeitsbewertung des Bundes in Berlin für den Bundesstraßenausbau. Das Ergebnis dieses 2. GVPs für Bretten lag 1987/88 vor und ergab die Netzvariante 61 (Südwest-Tangente über den Rechberg) als die Trasse mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis. M. W. haben aktuellere Netzfallberechnungen dies auch 2009 wieder bestätigt.
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schon gehört?Nur wenige Tage nach dem Unwetter vom 6.6.2015 mit Überschwemmungen im ganzen Stadtbereich und nach dem sich OB Wolff tatkräftig bei seiner Hilfe für die Opfer ablichten ließ, machte er bei einem Treffen im Ortsteil Bauerbach die Aussage: „Ja ich will das Baugebiet, ich werde dafür sorgen, dass durch die Stadtverwaltung keine weiteren Verzögerungen entstehen.“
Man mag es kaum glauben, aber hat der OB von Bretten wirklich nicht begriffen, dass das Problem der Überschwemmungen zum großen Teil hausgemacht ist? Wie viel Fläche hat die Stadt Bretten in den letzen 10 Jahren durch Bau- und Gewerbe-Gebiete versiegelt? Ihm ist mit Sicherheit bekannt, dass Teile des Stadtgebietes, hier vor allem Gölshausen, im Regionalplan als „überschwemmungsgefährdetes Siedlungsgebiet“ gekennzeichnet sind, was die Stadtverwaltung aber nicht daran hinderte, weitere großflächige Bodenversiegelungen (Rüdtwald!) voranzutreiben.
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LeserbriefSehr geehrter Herr Wolff,
hier meldet sich mal wieder „einer der üblichen Verdächtigen“, um Ihre Wortwahl im BNN-Interview vom 3.4.2014 zu verwenden.
Sie wissen, dass ich Sie versucht habe, Sie schon während der OB-Wahl mit orientierenden Fragen und ab Ihrer Wahl zum OB mit konstruktiver Kritik und Anregungen zu begleiten. Leider haben Sie zu Letzterem erst nach der Presseveröffentlichung meines Konzeptvorschlages für die Sporgasse am 19.2.2013 reagiert.
Nun lese ich am 3.4.2014 in den BNN von Ihrem Vorhaben, mit Hilfe ausgewählter Bürger „…bis etwa Mitte 2015 Bürger-Wünsche und –Erfahrungen zu erhalten, die die Verwaltung und der Gemeinderat dann in ein Stadtentwicklungskonzept gießen sollen“.
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Zum Artikel „Lob für das kulturelle Angebot und Vereinsleben“ (BNN vom 7. Januar):
Bürgermeister Nowitzki wies in seiner Neujahrsansprache darauf hin, dass die Gewerbesteuer 2009 gegenüber 2008 um fünf Millionen Euro geringer ausgefallen ist. Ende 2008 hatte die Gemeinde bereits 21 862 000 Euro Schulden (!) im Kernhaushalt und bei den Eigenbetrieben angehäuft (siehe Statistisches Landesamt: www.statistik-bw.de Regionaldaten). Für Ende 2009 darf man also nochmals Millionen hinzurechnen.
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Axel Graf Douglas und Bürgermeister Rupp unterzeichnen Erschließungsvertrag für neues Baugebiet in Gondelsheim
Erst der Vertrag, dann der Satzungsbeschluss
Gondelsheim (BNN). Den Erschließungs- und Städtebaulichen Vertrag „Schloßbuckel“ haben Bürgermeister Rupp und Graf Douglas am Dienstag unterschrieben. Axel Graf Douglas ist Eigentümer des Schlosses Gondelsheim und des angrenzend liegenden „Schloßbuckels“. Das Areal mit einer Fläche von ca. 8,5 Hektar wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und soll über einen qualifizierten Bebauungsplan bebaubar gemacht werden.
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KNITTLINGEN/MAULBRONN. Ein privates Ingenieurbüro aus Pforzheim soll der Stadtverwaltung in Knittlingen bei der Vermarktung der Gewerbeflächen am „Knittlinger Kreuz“ helfen. Das hat gestern Bauamtsleiter Volker Just unterstrichen. Nach seinen Worten ist ein Areal von insgesamt 24 Hektar bereits durch einen rechtskräftigen Bebauungsplan abgesichert. Etwa acht Hektar seien als erste Tranche in der Erschließung. Das Gelände soll vorwiegend den Betrieben aus der Stadt bei Auslagerungen zur Verfügung gestellt werden.
Von Horst Pieper
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Königsbach-Stein startet Bebauungsplanverfahren für die letzte Reservefläche – „Laier“ heute landwirtschaftlich genutzt
KÖNIGSBACH-STEIN. Königsbach-Stein möchte mehr Platz für Gewerbe schaffen. Als letzte mögliche Fläche werden die Felder im „Laier“ in den Blick genommen. Der Gemeinderat hat ein Bebauungsplanverfahren gebilligt. weiter lesen –>

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