Am 03.12.2017 hätten 22886 Wahlberechtigten heuer wählen können. Am 12.11.2017 waren es nur 22349 – also 55 weniger. Auf jeden Fall hat OB Wolff am 03.12.2017 nur 4152 Stimmen bekommen – das entspricht 18,1%.
Sehr negativ fällt der Stimmenzuwachs zwischen den beiden Wahlen, der ersten am 12.11.2017 mit 4143 und der zweiten Wahl am 03.12.2017 mit 4152 Stimmen, auf. Ein Zuwachs von sage und schreibe 9 (neun) Stimmen! Das entspricht nicht einmal dem Anteil der höheren Wahlbeteiligung von 0,88%. Dabei haben zwischen den beiden Terminen die SPD, die Grünen, FWV und einzelne Wähler mit ihren gelben Anzeigen wahrscheinlich die größte Werbetrommel, seit es die OB-Wahlen in Bretten gibt, gerührt. Alles vergebens. Ein Negativrekord jagt den anderen und lässt die Gemeinderatsparteien der SPD, der Grünen und der FWV ganz schön alt aussehen. Gut zu merken für die nächste Gemeinderatswahl.

Dass man ganz andere Steigerungsraten zwischen den Terminen (ohne die Werbung von Gemeinderatsparteien der SPD, der Grünen und der FWV) erreichen konnte, beweisen die Herren Treut mit 459 und Herr Leiling mit 164 Stimmen Zuwachs.

Die Auszählungsblamage wurde mit dem Durchgreifen des Regierungspräsidiums Karlsruhe, das – lt. Radioreporter von SWR4 – unangemeldet am 04.12.2017 vormittags im Rathaus auftauchte und für Hektik sorgte, noch verstärkt. Zu dem Zeitpunkt war der Reporter live in den Räumlichkeiten unter dem Dach des Rathauses tätig und schaute einer nochmaligen internen Auszählung der Stimmen zu. Das Regierungspräsidium ließ sich aber nicht beirren und ordnete eine öffentliche Auszählung im großen Ratssaal noch am selben Tag, an.
Dass es auf jede Stimme ankommt, zeigte bereits das erste Ergebnis mit nur zwei Stimmen Unterschied. Das Regierungspräsidium wird auf jeden Fall selbst noch einmal eine Prüfung durchführen.

18,1% Zustimmung gegen 81,9% Ablehnung spricht überhaupt nicht für die Legitimation einer Wiederwahl. Aber – Martin Wolff muss ja die Wahl nicht unbedingt annehmen.

Timm Kern schreibt u.a. in seinem Buch „Der Bürgermeister muss ein Anführer sein, zu dem man aufschauen kann, und die Bürger müssen sich mit ihm identifizieren, das Gefühl haben: Das ist einer von uns.“ (Auszug aus BNN vom 05.12.2017)

Wie sagte Abraham Lincoln so treffend:
„Man kann einige Menschen die ganze Zeit und alle Menschen eine Zeit lang zum Narren halten; aber man kann nicht alle Menschen allezeit zum Narren halten.“
Und: „Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren“.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Le Chiffre am 11. Dezember, 2017 12:54

    Die Auszählung der Stimmen ist endgültig zur Lachnummer verkommen,als in der Dienstagsausgabe der BNN folgendes berichtet und bildlich dargestellt wurde.

    Noch einem langen Abend erlebten Wahlleiter Michael Nöltner und die Mitglieder des Wahlausschusses: Sie überprüften alle Stimmzettel aus den 30 Wahlbezirken nachdem dort einige Fehler entdeckt worden waren.

    Mit der „Aufklärung“ der Unregelmäßigkeiten beschäftigt (wie auf dem Bild zu sehen war) ausgerechnet die Fraktionsvorsitzende Knauss SPD und Kollegin Leins von den FWV.

    Nicht gerade eine Vertrauensbildende Maßnahme wenn man bedenkt, dass die beiden Mitglieder des Gemeinderats und ihre Fraktionen sich vor der OB- Wahl vehement für den Amtsinhaber Wolff ausgesprochen haben.

    Böse Zungen behaupten, dass so lange hin und her gezählt wurde bis die Mehrheit gesichert war.

  2. nn am 18. Februar, 2018 11:10

    Leider ist es immernoch so, dass viele deutsche Mitbürger verächtlich auf Regime anderer Länder “ herabschauen“ und diese als korrupt, undemokratisch, totalitär ,usw. bezeichnen .Dabei denken sie, dass das Alles bei uns wohl kaum so geschehen könne! Ist es wirklich so? oder war es einmal so!

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