OB-Glücksfall für Bretten

BAK   23.November, 2017 | 5 Kommentare   Artikel 1041x gelesen

 

von Franz Cizerle
Oberbürgermeister kann werden, wer Deutsche(r) oder EU-Ausländer(in) ab dem 25. Lebensjahr ist. Eine bestimmte Qualifikation ist nicht vorgeschrieben.
Die Entwicklung der Menschheit, der Wohlstand und der Fortschritt sind nur den Unternehmern, Handwerkern und allen Selbstständigen zu verdanken, weil sie von beiderseitigem Nutzen sind und Werte schaffen. Die Religionen und Politiker versuchen jedoch ständig, diese Entwicklung zu unterbinden und meinen, mit immer strengeren Vorschriften eine soziale Gerechtigkeit zu schaffen – ein Denkfehler. Das Caritas-Chaos und Herr Wolff haben es anschaulich vorgeführt. Denn der Zweck menschlichen Lebens ist, zu gedeihen und glücklich zu leben. Aufgabe der Gesellschaft ist, die Bedingungen zu garantieren, die es allen Menschen erlauben, dieses Wohlergehen und Glück zu erreichen.

Das ist auch der Grund, warum man selbst in der Verwaltung einer Stadt einen verantwortlichen Menschen braucht, der die gesamte Situation im Blick hat und nicht in „Schubladen“ denkt. Die Devise „Leben und leben lassen“ muss absoluten Vorrang haben und nicht die Meinung, dass die Menschen für den Oberbürgermeister da sind, sondern umgekehrt! Ein OB ist ein Dienstleister und kein Herrscher! Der lässt sich auch nicht auf das niveaulose Kumpaneigebaren in vertraulicher Anrede mit Duzfreunden im Gemeinderat herab und sich gleichzeitig als „Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister“ in den Gemeinderatssitzungen anreden. Mit dieser lächerlichen sprachlich überholten Gewohnheit sollte aufgehört werden!

Auf jeden Fall sind die Menschen in abhängigen Arbeitsverhältnissen anders „gestrickt“ als Unternehmer. Das ist kein Vorwurf, sondern nur eine Feststellung. Die Unterschiede in der Argumentation und der Beantwortung der Fragen aus der Wählerschaft kann man zur Zeit in Bretten gut vergleichen. Man merkt gleich, ob die Einstellung politisch gefärbt oder aus der selbstherrlichen sicheren Position eines Beamten stammt. Gehen wir deshalb ganz unvoreingenommen an die Aussagen heran und bewerten für uns selbst, welcher Kandidat die schlüssige und bürgerfreundliche Einstellung hat.

Seien wir dankbar, dass sich ein Unternehmer für die Zukunft der Stadt einsetzen will – das ist wohl ziemlich einmalig in der politischen Landschaft. Wir sollten die Unternehmer (außer den angestellten Managern!) nicht als Melkkuh betrachten und nicht als den Esel ansehen, der für die Allgemeinheit alles bereitstellt und bezahlt. Betrachten wir daher Herrn Andreas Leiling als Problemlöser, der mehr Chancen für die Stadt sieht als andere Bewerber.
Denn eine Veränderung in der Stadtpolitik ist dringend geboten.

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Kommentare

5 Kommentare

  1. Paul Sager am 24. November, 2017 16:55

    Danke…

  2. Paul Sager am 25. November, 2017 13:47

    In Bretten gibt es Wolffianer, Treutonier und Vernünftige…

  3. spezi am 27. November, 2017 14:37

    Merke:
    Bei einer Wahl gibt man zwar seine Stimme ab, aber nicht den Verstand!

  4. xaver am 29. November, 2017 14:49

    Wie abgehoben und verängstigt muss wohl der OB-Bewerber Martin Wolff sein, wenn er tatsächlich den Citymanager-Job seinen Mitbewerber Herrn Andreas Leiling angeboten hat – für den Fall, dass Herr Leiling seine Bewerbung als OB zurückzieht? (BNN v. 29.11.2017)
    Der Citymanager ist dem Oberbürgermeister direkt unterstellt…

    Da man in Bretten zwischenzeitlich nichts mehr ausschließen kann, wäre die Frage zu stellen, ob das unmoralische Angebot evtl. von dem dritten Bewerber Herrn Aaron Treut, im Falle seiner Wahl zum OB, stammt?
    Wenn die Journalisten gut recherchieren würden, bräuchte man solche Fragen nicht zu stellen.

  5. fc am 1. Dezember, 2017 11:51

    Öffentlicher Appell, etwas zu tun.

    Mit selbstgefälligen vordergründigen Wahlempfehlungen setzt man sicherlich den kommunalpolitischen Verstand von Brettener Wähler/innen nicht außer Kraft. Sich selbst als kluge Kommunalpolitiker darzustellen und die Wählerschaft so zu beeindrucken, dass ihr Vorsitzender wieder gewählt werden soll, ist noch nicht einmal moralisch vertretbar.

    Einer kommunalpolitisch gebotenen Wahrheitsfindung in der nun abgelaufenen achtjährigen Amtszeit dient das Verhalten der Empfehlenden nicht, eher einer Vernebelung seltsamen kommunalpolitische Handelns – aktuell in der gestrigen Gemeinderatssitzung – sowie in den letzten acht Jahren des Gremiums.

    Vielleicht will mach ein(e) Wähler/in sogar getäuscht werden, vielleicht ist man an unbequemen Wahrheiten nicht besonders interessiert. Vielleicht will man auch nur ein „guter“ Wahlbürger sein. Zukünftigen Problemlösungen dienen diese Denkrichtungen nicht. Es wäre dringend geboten, in der Brettener Kommunalpolitik endlich den Mut zu Wahrheiten aufzubringen und diesen grundsätzlich zur Maxime von politisch verantwortlichem Handeln zu machen. Meines Erachtens ein bestimmt unerfüllbares Wunschdenken. Besonders dann, wenn ich mir die letzten acht Jahre das Handeln vom Stadtverwaltungschef und Gemeinderat in Erinnerung rufe.

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