Pressemitteilung der LINKEN, Ortsverband Bretten
Zu den jüngst bekannt gewordenen Vorgehensweisen der CARITAS, Ettlingen beim Katholischen Altenheim St. Laurentius erklären Stadtrat Hermann Fülberth und OB Kandidat Heinz-Peter Schwertges für die Brettener LINKE:
Die Art und Weise, in der die CARITAS, Ettlingen mittlerweile versucht, das Projekt einer Verlagerung des Katholischen Altenheimes St. Laurentius auf das Mellert-Fibron-Gelände durchzusetzen, offenbart ein Verständnis von Demokratie und Menschenwürde, das man in diesem Lande lange Zeit für nicht mehr möglich hielt. Nicht genug damit, daß die CARITAS die verantwortlichen Gremien der Stadt mit der Drohung erpresst, eine Nichtgenehmigung des geplanten Neubaues „in der Pampa“, am südlichen Stadtrand, würde das Ende der katholischen Altenpflege in Bretten bedeuten. Wie aus dem Leserbrief eines Betroffenen an die Brettener Nachrichten vom 2.9. hervorgeht, werden auch Heimbewohner und ihre Angehörigen sowie ehrenamtliche Helfer massiv unter Druck gesetzt.
So ist zu erfahren, daß die Bewohner bisher weder schriftlich noch mündlich über die Pläne der CARITAS informiert wurden. Erst für Montag, den 4.9. hat die CARITAS ein „Angehörigentreffen“ einberufen, bei dem es nähere Informationen geben soll.

Eingeladen wurden bezeichnenderweise aber nur die Angehörigen und unseres Wissens nicht die Heimbewohner selbst. Dieses Totschweigen geht einher mit einer massiven Einschüchterung von Angehörigen, die sich in den letzten Wochen öffentlich, zum Beispiel im Rahmen einer Unterschriftenaktion, gegen die Verlagerungspläne stellten. So wurde laut Leserbrief in den Brettener Nachrichten dem Ehemann einer Heimbewohnerin, der Unterschriften sammelte, angedroht, den Heimvertrag für seine Frau zu kündigen. Auch ehrenamtlichen Helfern wurde eine Unterstützung Unterschriftensammler untersagt.
Angesichts dieser Vorfälle stellt sich die Frage, welcher Teufel die CARITAS, Ettlingen reitet – Transparenz und Demokratie scheinen dort Fremdwörter zu sein. Die Brettener LINKE ruft daher alle Bürger dazu auf (auch ganz unabhängig von der jeweiligen Positionierung in der Sache) die genannten Einschüchterungsversuche und „Maulkörbe“ zu verurteilen. Gefordert sind insbesondere auch Oberbürgermeister Martin Wolf und die Fraktionen des Gemeinderates. Sie sollten klar darlegen, inwieweit sie an Demokratieverständnis des Grundgesetzes festhalten. Wenn ja, sollten sie das Vorgehen der CARITAS in aller Schärfe verurteilen.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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