von Gunter Lange
Grünen-Fraktionschef Otto Mansdörfer war als sachkundiger Bürger 1987 Mitglied im Ausschuss „Nahverkehr und Verkehrsplanung“, als im Rahmen der Aufstellung eines Generalverkehrsplanes für Bretten durch Reg. Präsidium und Stadt die Ergebnisse von Verkehrszählung und die Entlastungswirkungen aller denkbaren Trassenvarianten erörtert und beraten wurden. Er war auch dabei, als diese ab 1988 öffentlich vorgestellt und in der Folge mehrfach weiterbehandelt wurden. Er weiß also, dass nur die Trasse Nr. 61 (Nordumgehung von Gölshausen und Weiterführung vom Alexanderplatz über den Rechberg) die mit Abstand größte Verkehrsentlastungswirkung der Innenstadt ergab.

Diese Trasse wurde am 28.6.1989 vom Gemeinderat beschlossen, der erste Abschnitt mit der Nordumgehung um Gölshausen 2002 dem Verkehr übergeben. 1993 wollte das Reg. Präsidium die Rechbergtangente als Fortführung für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes anmelden. Bei denen, die dies dann zu verhindern wussten, waren „Bündnis90/Die Grünen“ ganz vorne dabei.

Herr Mansdörfer müsste wissen, dass die 2009 unter der heute gegebenen Situation mit Autobahnanschluss Pforzheim Nord gezählten Verkehrsbelastungen vom beauftragten Fachbüro Leutwein auf 2025 hochgerechnet und wieder auf alle Trassenvarianten von 1987, darunter auch eine über die Wanne, umgelegt wurden. Daraus ergab sich wiederum durch die Rechbergtange die größte Verkehrsentlastung der Brettener Innenstadt, insbesondere vom LKW- und Durchgangsverkehr. Da Rechbergtrasse und die Bahnparallele Trasse offenbar keine Befürworter finden, ist die Südwestumfahrung mit ca. 11.440 Kfz proTag, um die Bretten entlastet würde, die günstigste Trasse. Wenn Herr Mansdörfer nun am 31.3.2017 in der Öffentlichkeit den Vorteil dieser Trasse nur mit „10 km kürzer, weniger Baustellen, weniger Steigungen“ darstellt und Bürgern rät, sich für nur scheinbare Alternativtrassen über „Wanne“ oder sonstwo einzusetzen, dann betreibt er einfach nur ideologischen, linksgrünen Populismus.

Wenn er dann noch den Eindruck erwecken will, allein die Südwestumfahrung wäre mit Einschnitten in einen Erholungsraum und Lärmbelästigung verbunden, dann handelt er eindeutig unlauter. Er weiß sicher auch, dass heutzutage keine Trasse ohne Lärmschutzmaßnahmen, die eine Einhaltung der zulässigen Lärmgrenzwerte sicherstellt, die FFH-Gebiete untertunnelt und freie Zugänge zu Erholungsgebieten gewährleistet, eine Planfeststellung bekommt. Jede Trasse wird im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Untersuchung auch einer Umweltverträglichkeit unterzogen. Warum sonst hätten die jetzige Nordumgehung der B 35 Lärmschutzwände und die Umgehung von Oberderdingen Wälle? Er müsste aber auch wissen, dass eine Wannenuntertunnelung vom Kosten-Nutzen-Verhältnis vor keinem Steuerzahler zu rechtfertigen wäre.

Wer dies alles verschweigt und die Aussage tätigt: „Von einer Planfeststellung sind wir Lichtjahre entfernt“, der gibt klar zu erkennen, dass die Grünen wiederum alles daran setzen wollen, jede effektive verkehrsentlastende Trasse in Bretten zu verhindern. Ich nenne diese ideologische, linksgrüne Initiative „Unterdrückung des Allgemeinwohles“ durch die kleinste Fraktion. Ich bin gespannt, welche Fraktion sich dieses Mal dieser Ideologie anschließt.

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