Wie viele Schulden sind möglich?

BAK   25.Januar, 2013 | 3 Kommentare   Artikel 2547x gelesen

 

bak_logo-klBNN vom 25. Januar 2013 AUS DEM KREISTAG
von ghg
Die Verschuldung wird spätestens dann kritisch, wenn der Investitionsanteil für die Rechbergklinik Bretten von den Steuerzahlern im Landkreis Karlsruhe aufzubringen ist. Das Jahr 2013 wird mit einem Schuldenstand von 100 Millionen Euro gerechnet. Kann dann der Kapitaldienst (Zinsen) noch bedient werden? Erfolgt überhaupt eine Tilgung? Zinsen werden ja gezahlt!
Für 2012 liegen noch keine Ergebniszahlen vor. Deshalb lässt sich der Schuldenstand von 87,5 Mio. € (2011) auf 100 Mio.€ (Planzahl 2013) mit einer Steigerung von 12,5 Mio.€ oder 14,3% vergleichen.
In der freien Wirtschaft würde unweigerlich ein Austausch von Führungspersonal erfolgen!

Rupp (SPD): …“dass wir als Landkreis Gesundheitspolitik als strukturpolitische und nicht allein wirtschaftliche Aufgabe betrachten.„…Eine schöne nebensächliche Aussage!

Mit der Strukturpolitik verbinden sich besonders Steuerungsbedürfnisse
– beim Bettenangebot
– bei der Trägerschaft
– bei der Betriebsgröße
– bei der regionalen Verteilung der Betten (Bretten, Bruchsal)
– bei der Qualität der Leistungen (Qualitätsmanagement)

Sie umfasst weiterhin
– die Zugangsmöglichkeiten
– die Form und Höhe der Entgelte
– die Verteilung der Risiken (Behandlungsfehler, Kunstfehler)
– die Abstimmung zwischen den beiden Krankenhäusern und den Krankenkassen
– die Abstimmung zwischen den beiden Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten
– den Mittelpunkt der Patientenströme und der Finanzströme

Wann kommen der Beitrag zu einer wachsenden positiven Effizienz in der Gesundheitspolitik des Landkreises Karlsruhe und die notwendige Gewinnerzielung fernab von dem zufriedenstellenden Eigenwirtschaftlichkeitsdenken der Mitglieder des Kreistags, die den Neubau der Rechbergklinik abgenickt haben?
Problematisch wird der Anteil an der Investitionsfinanzierung des Kreistags für die Rechbergklinik. Dieser Anteil wird ca. 16,5 Mio.€ betragen. Der Rest wird über die Krankenhausinvestitionsförderung des Landes Baden-Württemberg abgewickelt. Die Kreisumlage wird drastisch steigen! Darauf müssen sich die Steuerzahler des Landkreises Karlsruhe einstellen! Darüber dürfen sie sich dann ungemein freuen, weil strukturpolitisch was vorankommen und eine Gewinnerzielung in weiter Ferne liegen wird!

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Kommentare

3 Kommentare

  1. G. H. am 25. Januar, 2013 21:05

    Wenn sich mit einer strukturpolitischen Gesundheitspolitik keine Wirtschaftlichkeit und Gewinnerzielung verwirklichen und die Effizienz nicht steigern lässt, dann werden beide Kreiskrankenhäuser am Zuschuss-Tropf des Landkreises hängen bleiben!

    Dann ist der Satz von Kreisrat Rupp (SPD) – s. oberhalb Absatz 3 – nichts anderes als Makulatur! Er gibt keinen Sinn und führt zu nichts (neudeutsch: nicht zielführend)!

  2. h - z am 26. Januar, 2013 20:23

    BNN 26. Januar 2013 AUS DER REGION
    „Unsäglicher Ton“

    Was ist für den Karlsruher Landrat ein „unsäglicher Ton“?
    Sollte dem Brettener Seniorenrat etwa im Nachhinein ein Maulkorb verhängt werden? Eben das kann ich mir nicht vorstellen.
    Oder stört ihn die Petition an sich, die Kreisrat Metzger inhaltlich wohl mittrage?

    Ab 2013 sollen 4,25 Millionen Euro in bauliche Aktivitäten der beiden Kreiskrankenhäuser gesteckt werden.

    Mittelfristig sollen 125 Millionen Euro investiert werden. Mittelfristig bedeutet für mich in den nächsten fünf Jahren bis 2017. Das hieße jährlich 25 Millionen Euro?

    „Kritisiert wurde die deutliche Verringerung des Eigenkapitals der Kliniken.“
    Wie hoch ist denn die Verringerung und das aktuelle Eigenkapital?

  3. Matz am 26. Januar, 2013 20:51

    @ h – z:
    wer Herrn Metzger kennt, weiß, was gemeint ist!
    Ein Parteifreund (Winfried Scheuermann) nannte ihn einmal einen der größten Populisten aller Zeiten und der kannte ihn gut!
    Wo Metzger mitmischt, bleibt die Sachlichkeit auf der Strecke. Die Initiative Rechbergklinik wäre sehr gut beraten, auf seine Mithilfe zu verzichten. Für Herrn Metzger, jetzt nur noch einfacher Bürger, gelten nunmehr die gleichen Regeln, die er als Amtsträger immer von seinen „Untergebenen“ einforderte: zuerst einmal Respekt vor der Verwaltung und der Amtsperson!
    Wie schmeckt das Herr Metzger?

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