Bretten

Der „Erklärungsversuch“ eines Lesers zum Kahlschlag der Platanen in der Brettener Bahnhofstraße:
Das langjährige Stadtoberhaupt Brettens war vor seiner Wahl in der Stadtverwaltung Bruchsal tätig, der Stadt, die an einem Märztag des Jahres 1945 durch einen verheerenden Luftangriff ihr Gesicht verlor. Nach den letzten Zerstörungsmaßnahmen am Brettener Stadtbild muss in Erwägung gezogen werden, dass der OB dieser Stadt durch seine Bruchsaler Schaffensperiode stark, wie man jetzt bestürzt feststellen muss, zu stark geprägt wurde.
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Zur Fällung der Platanen in der Bahnhofstraße Bretten:
Als ich mitbekommen habe (am Samstag, 15. August), dass in der Brettener Bahnhofstraße die Platanen gefällt werden sollen, war ich mehr als überrascht. Eine so alte Allee, solch stattliche, schöne Bäume, diese sollen gefällt werden? Das kann doch nicht wahr sein!
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Freie Wähler zum Kahlschlag in der Bahnhofstraße
Bretten (ba). Zum Kahlschlag der Platanenallee in der Bahnhofstraße gab es neben Reaktionen von Bürgern (siehe weitere Leserbriefe auf Seite 29) jetzt auch eine erste Reaktion aus dem politischen Raum. Heidemarie Leins, die Fraktionschefin von FWV/LUB im Gemeinderat, hat sich mit einer Stellungnahme an Oberbürgermeister Paul Metzger gewandt, in der es unter anderem heißt:
Alles, was jetzt angeblich zum „wahnsinnigen Sicherheitsrisiko“ beigetragen hat, muss ja schon längst bekannt gewesen sein, und zwar bei ordentlicher Betrachtung der Situation.
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Bretten (ba). „Die Großplatanen im östlichen Teil der Bahnhofstraße . . . müssen morgen leider auch gefällt werden“. Das teilte Oberbürgermeister Paul Metzger gestern Mittag der Redaktion der „Brettener Nachrichten“ per Fax mit. Metzger bezieht sich darin auf eine E-Mail des Sachverständigen für Mechanik und Bruchverhalten von Bäumen, Claus Mattheck.
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Es ist gerade mal ein Jahr her, als in der für die Natur und Umwelt in Bretten gefährlichsten Zeit, im August, der “Waldvernichter” am Werk war. Damals wurden, mitten in der Vegetationsperiode, im Burgwäldle große, gesunde Buchen gefällt. Grund: sie standen vor der neu gebauten Aussichtsplattform und behinderten die 180 Grad Rundumsicht und vor allem, die freie Durchsicht auf den Pfeiferturm (damals noch ohne “Diktatoren-Dächle“).
Mit einem nur noch Besessenheit zu nennenden Eifer, macht sich das Stadtoberhaupt seit Jahren daran, große, gesunde und schöne Bäume aus dem Stadtbild zu entfernen. weiter lesen –>

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Stadt Bretten investiert in diesem Sommer mehr als eine halbe Million Euro in Sanierung und Modernisierung
Bretten (wai). Während der Ferien herrscht in den Schulen Ruhe. Nicht in allen. Aus dem Melanchthongymnasium, aus der Schillerschule, den Grundschulen in Ruit und Gölshausen dringt Baulärm. Handwerker geben sich dort die Klinke in die Hand. In allen vier Schulen werden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Insgesamt rund 550 000 Euro investiert die Stadt Bretten als Schulträger in die vier Unterrichtsgebäude.
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Zur Fällung der Platanen in der Brettener Bahnhofstraße:
Es ist erst ein paar Monate her, als die Brettener mit Pauken und Trompeten mit dem Pfeifferturmdach die Verschönerung ihres Stadtbildes gefeiert haben. Ich habe mitgefeiert und mich mitgefreut. Dass ich jetzt über die Zeitung erfahre, dass sang- und klanglos eine jahrzehntealte Allee verschwindet, für das Stadtbild und auch das Stadtklima meines Erachtens ungleich wichtiger, macht mich traurig und wütend zugleich. Andere Städte sind stolz auf ihre Alleen und wissen, dass sie erst mit zunehmendem Alter ihren Charme und prägenden Charakter entfalten.
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Radikal

BNN August 18, 2009 | 4 Kommentare

„Radix“ heißt auf lateinisch die Wurzel. Davon leitet sich nicht nur das Radieschen ab, sondern auch das Wort „radikal“. Und irgendwie passt es zusammen, dass jetzt in Bretten ein Wurzel-Problem mit einer Radikalkur gelöst wurde: Weil den Straßenbauern das Wurzelwerk der Platanen in der Bahnhofstraße im Weg war, haben sie es gekappt. Mit der Folge, dass jetzt fast alle Bäume, die dem Weg vom Bahnhof ins Stadtzentrum ihren unverwechselbaren Charakter gegeben haben, gefällt werden mussten – eine Radikallösung eben.
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Platanen wurden aus Sicherheitsgründen gefällt, nachdem Wurzeln beim Straßenbau gekappt worden waren
„Eigentlich ist das nur Nostalgie“
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Die Bahnhofstraße, so wie sie Generationen kannten, gibt es nicht mehr. Die mächtigen Platanen, die der Achse vom Bahnhof zur Innenstadt ihren Allee-Charakter gaben, sind bis auf wenige Ausnahmen verschwunden. Und jene, bei der Fällaktion am Wochenende und gestern verschont wurden, werden womöglich auch nicht mehr lange leben. Denn die Wurzeln der Platanen waren den Straßenbauern im Weg, die die Bahnhofstraße zwischen Jugendmusikschule und Bahnhof erneuern.
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Platanen nach Kappen der Wurzeln nicht mehr standsicher
Ein einigen Jahren soll der Rest folgen
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Der vertraute Anblick der Bahnhofstraße wird sich am heutigen Samstag drastisch ändern: Zwölf der mächtigen Platanen, die der Allee ihren typischen Charakter verleihen, sollen am heutigen Samstag gefällt werden, teilte Oberbürgermeister Paul Metzger gestern Nachmittag überraschend mit. Eigentlich müssten sogar sämtliche Bäume entfernt werden, erklärte er.
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