Wieder Sturmschäden im Rüdtwald

BAK   13.Februar, 2009 | 5 Kommentare   Artikel 2970x gelesen

 

Wie schon im März 2008, Sturmschäden im Rüdtwaldwir haben berichtet, gab es auch dieses Jahr durch den Sturm „Quinten“ im Rüdtwald Sturmschäden. Der neue „Waldrand“ in östlicher Richtung (Oberderdingen) des Kahlschlages war wieder, wie im Jahr zuvor,  Angriffspunkt des Sturms. Es wurden dabei zahlreiche Bäume komplett mit Wurzeln umgeworfen, teilweise brachen die Baumstämme aber einfach ab. Obwohl die Stärke von Sturm Quinten eher gering war, was sich auch in „gesunden“ Wäldern der Gegend zeigte, wo es kaum zu Schäden kam, war seine Wirkung bedingt durch den verantwortungslosen Eingriff im Rüdtwald erheblich. Der durch die Waldvernichtung entstandene „neue“ Waldrand wird noch über Jahre hinaus (Fachleute schätzen etwa 10 Jahre) durch Starkwinde in Mitleidenschaft gezogen werden.

Sturmschäden im RüdtwaldDas war den vielen am Genehmigungsverfahren Rüdtwald beteiligten „Fachleuten“ in den „Fachbehörden“ doch wohl schon vor der Genehmigung bewußt?!
Darauf deutet eine Bemerkung der Gemeinde Oberderdingen in ihrer Stellungnahme zum Brettener Alleingang in Sachen Industriegebietserweiterung Gölshausen hin : „In Abstimmung mit dem Kreisforstamt und der Forstdirektion weist Oberderdingen darauf hin, dass bei einem möglichen Sturmereignis mit außergewöhnlichen Schäden im Oberderdinger Gemeindewald gegebenenfalls ein Schadenersatz festzusetzen sei.“
Oder wird der sich jetzt ständig verschiebende Waldrand vielleicht sogar als willkommene „Arrondierung“ gesehen? Der Wald ist ja sowieso schon zerstört!
Wer den Gang des sich über 8 Jahre(!) hinziehenden Genehmigungs-Marathons um die Erweiterung des Industriegebietes Gölshausen in den Rüdtwald hinein verfolgt hat und sich die teilweise geradezu läppischen Beschwichtigungsversuche der Stadtverwaltung in Erinnerung ruft, kann in dieser Sache eigentlich nichts mehr ausschließen !

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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Kommentare

5 Kommentare

  1. Fragezeichen am 13. Februar, 2009 23:42

    Wer haftet jetzt für diese Schäden? Metzger und seine Spießgesellen im Gemeinderat? Oder die Politiker in Stuttgart, die diesen Kahlschlag genehmigt haben?

  2. p/T am 14. Februar, 2009 19:09

    Bitte melden: Wer hat Politiker jemals für ihre falschen Entscheidungen – natürlich nur mit guter Absicht getroffen – in einer wie auch immer gearteten Haftung gesehen?

  3. Quer. am 16. Februar, 2009 13:33

    Im schlimmsten Fall wird es einen Rücktritt geben, welcher überwiegend mit einer schönen Abfindungssumme versüßt wird.

  4. RL am 18. Februar, 2009 21:52

    Wer hat diesen Sturm genehmigt?

  5. Z.K. am 19. Februar, 2009 12:07

    Von der Natur genehmigen lassen müssen:

    Diejenigen, welche die Genehmigungen für die Abholzung des Rüdtwalds beschlossen haben!

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