Ausgleich für Eingriff in Natur

BNN   22.Februar, 2008 | 5 Kommentare   Artikel 13966x gelesen

 

110 Bäume in Gondelsheim für den Verlust einer Streuobstwiese gepflanzt
Gondelsheim (BNN). Die Natur in ihrer Vielfalt und mit zahlreichen und teilweise seltenen Tier- und Pflanzenarten schützen und erhalten sei ein wichtiges kommunales Ziel, schreibt das Bürgermeisteramt Gondelsheim. Denn mit der Sicherung des Naturhaushalts werde auch die Lebensqualität erhalten und darüber hinaus für eine attraktive Gemeinde gesorgt. Aus diesem Grund habe sich Gondelsheim für die Ausweisungen eines Landschaftsschutzgebietes „Hofmannbruch/Bruch“ ausgesprochen.
Eingriffe in Natur und Landschaft seien unvermeidbar, wenn man ein Baugebiet in der Größe des „Metzgerteich-Gölswiesen“ erschließt. Diese Beeinträchtigungen, im konkreten Fall unter anderem der Verlust einer Streuobstwiese, sind laut Rathausverwaltung nach dem Gesetz auszugleichen. Das zuständige Landratsamt Karlsruhe setzte dazu Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahmen fest.
Deshalb hat die Gemeinde Gondelsheim in der Nähe des Hochwasserrückhaltebeckens „Lohrgraben“ in Richtung Jöhlingen 110 Obstbäume verschiedener Sorten angepflanzt. Für diesen externen Ausgleich konnte sie auf Grundstücke, aus ihrem Bodenmanagement zurückgreifen, welches sie im Jahre 2000 mit dem Erwerb gräflicher Grundstücke aufgebaut hat. Weitere 60 Bäume, darunter Linden, Pappeln und Weiden, dienten direkt der Begrünung des neuen Baugebiets „Metzgerteich-Gölswiesen“. Ausgleich für Eingriff in Natur kämen dort noch einmal mehr als 600 Sträucher und Hecken hinzu.

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Kommentare

5 Kommentare

  1. f - h am 22. Februar, 2008 13:34

    Wie schön für die Natur – und das alles vom Bürgermeisteramt Gondelsheim.

    Nur das Liebäugeln von BM Rupp mit der Südtrasse passt keineswegs vergleichsweise zur Lebensqualität und Attraktivität der Gemeinde Gondelsheim.
    Die jetzige Lebensqualität der Gondelsheimer Bevölkerung jenseits vom Bahnübergang wäre nicht einmal mehr erhalten. Und darüber hinaus wäre Gondelsheim für sie keine attraktive Gemeinde mehr.

  2. g/L am 22. Februar, 2008 13:38

    Der Sprecher der Rathausverwaltung hat mit seinen Worten für erhebliche Irritationen bei den dortigen Anwohnern gesorgt.

  3. si/z am 22. Februar, 2008 13:41

    Die Gemeindeverwaltung Gondelsheim als Natur- und Landschaftsbeschützer – das macht sich einfach gut.

  4. IDR- am 22. Februar, 2008 16:47

    Warum denn nicht mit der Südtrasse den dort lebenden Menschen Dreck und Lärm vor die Haustüren setzen: Ein Mehr an Lebensqualität und Wohn-Attraktivität?

  5. -Tho.- am 22. Februar, 2008 16:52

    Mal zunächst ganz abgesehen von den gesundheitlichen Belastungen und den sich daraus ergebenden Erkrankungen!

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