Bretten

Bankenkrise weitet sich aus

BNN   14.Februar, 2008 | 160 Kommentare   Artikel 6994x gelesen

 

München/Berlin (BNN/dpa). Auch die BayernLB stellt sich wegen der US-Kreditkrise auf Milliarden-Belastungen ein. Aus dem Engagement am US-Hypothekenmarkt würden nach derzeitigem Stand Zahlungsausfälle in Höhe von 150 Millionen Euro erwartet, teilte die BayernLB in München mit. Darüber hinaus habe die Finanzmarktkrise das operative Ergebnis der Bank im vergangenen Jahr mit rund 450 Millionen Euro belastet. Hinzu kämen rechnerische Buchwertminderungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro.
Die Mittelstandsbank IKB ist unterdessen gerettet. Wirtschaftsminister Glos und Finanzminister Steinbrück teilten nach einer Krisensitzung in Berlin mit, dass die Düsseldorfer Bank weitere 1,5 Milliarden Euro erhalten solle. Davon will der Bund eine Milliarde Euro aufbringen. Die Kreditwirtschaft solle 0,5 Milliarden Euro finanzieren. Die IKB hatte sich in den USA ebenfalls mit Immobilienkrediten verspekuliert. Hessens Regierungschef Koch (Foto: dpa) hatte zuvor eine dauerhafte Lösung verlangt. (Siehe Kommentar und Zeitgeschehen.)

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Kommentare

160 Kommentare

  1. diet.-Schw. am 14. Februar, 2008 13:17

    Das Verlangen von Hessens Regierungschef Koch bedürfte zumindest eines Kommentars.
    Den verkneife ich mir aus grundsätzlicher Erwägung.

  2. -el- am 15. Februar, 2008 16:21

    Steuergeld zu verschwenden und zu verzocken muss mit Steuerhinterziehung gleichgestellt werden.

  3. S. am 15. Februar, 2008 22:02

    Für die Steuerzahler sind das wahrhaftig keine guten Nachrichten.

  4. Th. am 15. Februar, 2008 22:24

    Von 1949 bis heute dienten der Bundesrepublik Deutschland siebzehn Finanzminister.

    Sie waren somit durchschnittlich ca. 3,5 Jahre im Amt.

    Was der jetzige Finanzminister (SPD) und abgewählte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen anrichtet, läßt sich nur mit der Vermutung verbinden, dass er viel Geld übrig hat.

  5. pp am 16. Februar, 2008 13:44

    Herr Steinbrück (SPD) spielt hier die Rolle eines Finanzjongleurs. Und die noch nicht mal besonders.

    Sicherlich nicht die eines Bundesfinanzministers!

  6. jörg. am 16. Februar, 2008 13:53

    Homepage Bundesministerium für Finanzen

    Kernaufgabe des Bundesministers für Finanzen ist die Gestaltung der Finanzpolitik und die Grundausrichtung der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Ihm kommt damit eine zentrale Steuerungsfunktion innerhalb der Bundesregierung zu.

  7. S. am 16. Februar, 2008 13:57

    Wenn er 1,2 Milliarden Euro Steuergeld an die IKB verschwendet, ist die Antwort auf die Frage, was er denn damit finanzpolitisch gestaltet, nicht mehr nötig!

  8. wf am 16. Februar, 2008 20:46

    DER EINZIGE WEG, UM DAS VERHALTEN DER POLITIKER ZU ÄNDERN, IST, IHNEN DAS GELD WEGZUNEHMEN.
    Milton Friedman US-amerikanischer Ökonom
    Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften 1976

  9. chr.-uh. am 16. Februar, 2008 20:49

    Was nun, Herr Bundesfinanzminister Steinbrück (SPD)?

  10. dr am 17. Februar, 2008 13:06

    Hat das Zitat wenigstens eine anwendbare vergleichende Funktion für das Verhalten der Politiker in Bretten?

  11. av am 17. Februar, 2008 13:08

    Aber klar doch.
    Nur ist es denen völlig unbekannt.

  12. äth. am 17. Februar, 2008 13:10

    Leider kriegen sie es (das Geld) immer wieder.

  13. B-L am 17. Februar, 2008 13:11

    Und sie müssen daher ihr Verhalten nicht ändern!

  14. er. mei. am 17. Februar, 2008 13:16

    Kommunalverwaltung heißt hier auch Schuldenverwaltung!

  15. b/m am 17. Februar, 2008 22:18

    Beim Heringessen sichert Metzger der VBU zu, dass keine Steuererhöhung oder “NEUE GEBÜHREN” geplant seien.

  16. A/B am 17. Februar, 2008 22:29

    Dem Einfallsreichtum eines OB´s sind anscheinend keine Grenzen gesetzt:

    Was sind neue Gebühren?

  17. Joh. am 17. Februar, 2008 22:35

    Eine Zusicherung für einen starken Abbau der beträchtlichen städtischen Schulden wäre den Brettener Steuer- und Gebührenzahlern lieber gewesen.

  18. K-DV am 18. Februar, 2008 1:43

    Besser machen sich halt verbale Streicheleinheiten für Unternehmer in der Tageszeitung.

  19. -nz- am 19. Februar, 2008 19:20

    Für eine Privatbank 1,2 Milliarden Euro – das sind 1200 Millionen Euro – Steuergeld zu verschwenden ist mehr als ungeheuerlich.
    Da benötigt Herr Steinbrück mindesten 1200 Zumwinkels, wenn er tatsächlich 1 Million Euro nachzahlen soll.
    Das heißt: einer hat eine Million zu bringen und der andere gibt 1200 Millionen aus. In welcher Welt leben wir eigentlich?

  20. ak am 19. Februar, 2008 22:09

    In einer Welt der gewollten tagtäglichen Irreführung mit der zielgerichteten Folge der Verdummung.

  21. cam. am 20. Februar, 2008 17:57

    Wer die IKB retten will, muss besonders viel Geld übrig haben.

  22. ulf. am 20. Februar, 2008 17:59

    Steinbrück (SPD) erscheint so!

  23. mfr. am 20. Februar, 2008 18:02

    Er tat so, als ob er es hätte!
    Er wird es haben = Steuerflüchtlinge!

  24. -rl- am 20. Februar, 2008 18:39

    Was passiert wenn die Steuerflüchtlinge ihrem Geld folgen?
    Die vorhandenen Auswanderungszahlen sprechen für sich.
    Von wem holt man dann die vielen Milliarden?

  25. pp am 21. Februar, 2008 18:21

    Der Bund, genauer Herr Steinbrück von der SPD, bringt für die taumelnde private Mittelstandsbank IKB in Düsseldorf – die WestLB in Düsseldorf grüßt gleichzeitig – mehr als eine Steuermilliarde auf.

  26. Lud am 21. Februar, 2008 18:23

    Steuermilliarde für eine Privatbank. Das ist neu!

  27. rt am 21. Februar, 2008 18:31

    Lachhafte Begründung von Steinbrück (SPD): Einlagen von 24 Milliarden Euro müssen vor Verlust gerettet werden.

    Nicht die Steuerzahler, die Privatbanken haben die finanzielle Last zu tragen.

  28. Ro. St. am 22. Februar, 2008 13:45

    Im Insolvenzfall haften für die Einlagen die Privatbanken über den so genannten Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

  29. hjg am 23. Februar, 2008 14:59

    Am Beispiel IKB wird durchschaubar, wie die Politik die Steuerzahler mit unhaltbaren Argumenten für dumm verkaufen will!

  30. -rl- am 26. Februar, 2008 16:50

    Schon vor kurzem war die IKB schon einmal mit insgesamt gut sechs Milliarden Euro gestützt worden. Auch bei diesem Hilfspaket trug die staatliche KfW, die nur 38 Prozent der Anteile an der IKB hält, den Löwenanteil von 5 Milliarden für die Rettung, während die privaten Banken dagegen nur „Peanuts“ von rund 650 Millionen Euro beisteuerten.

    1 Milliarde Euro sind 1.000 Millionen Euro.
    5 Milliarden bedeuten demnach 5.000 Millionen Euro.

    Die Steuerfahndung in Sachen Lichtenstein, geht z.Zt. von 200 Millionen Euro Nachzahlungen aus.

  31. -rl- am 26. Februar, 2008 16:51

    Die Rettung einer einzelnen kleinen Bank aus der Insolvenz kann den Bund mehr kosten, als der gesamte Auf- und Ausbau der Kindertagesstätten bis zum Jahre 2013, wofür der Bund etwa 5 Milliarden zugesagt hat.

  32. -rl- am 26. Februar, 2008 16:52

    Die Tarifforderungen im Öffentlichen Dienst würden nach Gewerkschaftsschätzungen rund 1,48 Milliarden Euro Mehrkosten für den Bund betragen. Es wird wochenlanger Streiks brauchen, um einen Teil dieser Forderungen durchzusetzen. Dagegen hat der Bund 1,2 Milliarden allein in einer Nacht für den Finanzplatz über den Tisch gereicht.

  33. -rl- am 26. Februar, 2008 16:56

    Das deutsche Bankensystem um Privat-Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen verfügt zusammengenommen nur über eine Sicherungseinlage von etwa 4,6 Milliarden Euro. Das sagte Finanzminister Peer Steinbrück am Mittwoch in einer nicht-öffentlichen Sitzung vor dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages, berichtet die Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag in
    ihrer aktuellen Ausgabe (E-Tag: 24.2.2008) unter Berufung auf Sitzungsteilnehmer vorab. Steinbrück machte diesen niedrigen Betrag mit
    dafür verantwortlich, dass die deutschen Banken sich bei der jüngsten IKB-Rettung sehr zurückgehalten hätten. Dieser Betrag wäre im Falle einer Insolvenz rasch ausgeschöpft. Damit kämen auf die Banken weitere Zahlungen
    zu. Die Höhe der Sicherungseinlage galt als eines der best gehüteten Geheimnisse der Branche.

    In diesem Zusammenhang deutete der Finanzminister vage einen möglichen neuen
    Wertberichtigungsbedarf in Deutschland an. Es sei “möglich, dass es einen anderen Fall gibt, der sich dramatisch darstellt.” Er wolle nichts herbeirufen. Aber: “Der Hinweis ist im Raume.”

  34. Crixius am 26. April, 2008 18:21

    Es sollte jedem klar sein das wir schon lange eine neue Religion haben :)

    http://crixius.blogspot.com/2008/04/die-neue-religion.html

    Money, money, money
    Must be funny
    In the rich man’s world
    Money, money, money
    Always sunny
    In the rich man’s world
    All the things I could do
    If I had a little money
    It’s a rich man’s world
    It’s a rich man’s world
    (ABBA)

  35. Crixius am 5. Mai, 2008 3:50

    So, in der Zwischenzeit haben die Amerikaner, unsere Freunde, frisches Geld gedruckt und gehen auf Einkaufstour:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,551354,00.html

    Ihr müsst jetzt aber noch mehr arbeiten, es muss in Amerika aufwärts gehen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,551345,00.html

  36. sepp am 31. Juli, 2008 18:39

    “Auch die BayernLB stellt sich wegen der US-Kreditkrise auf Milliarden-Belastungen ein.”

    Mir war es ziemlich egal, ob der bayerische Landtag einen Untersuchungsausschuss zur Rolle von Finanzminister Huber im Aufsichtsgremium der BayernLB einrichtet oder nicht.

    Mich als steuerzahlenden Bürger ärgert es nach wie vor, für das Desaster finanziell aufkommen zu müssen. Denn andere wichtige Investitionen des Freistaates Bayern, die das Land voranbringen würden, mussten aufgeschoben werden.

  37. ü am 15. September, 2008 12:46

    Mitte März 2008 hat Deutsche-Bank-Chef Ackermann nach staatlichen Eingriffen gerufen.

    Außerordentlich amüsant!

  38. p-/-m. am 15. September, 2008 12:50

    Ackermann hat stets den Markt und dessen angebliche Selbstheilungskräfte gegen staatliche Regulierungen verteidigt. Unter dem staatlichen Deckmantel hat er Zuflucht gesucht.

  39. i-L am 15. September, 2008 12:54

    Der freie Finanzmarkt vernichtete Vermögen und seine Protagonisten riefen nach Vater Staat, der dann für sie die Probleme löste.

    Diese Probleme waren aber erst durch ihr Spiel mit undurchschaubaren Produkten am freien Markt entstanden.

  40. ba. am 15. September, 2008 12:58

    Es war schlimm genug, dass mehrere staatliche Banken dieses Spiel mitmachten. Nun aber den Staat die Spielschulden bezahlen zu lassen, war zu billig!

  41. dr am 15. September, 2008 13:06

    Vorschlag: Eine Sondersteuer für alle Banken, die künftig für ihren zur Schau gestellten Leichtsinn entschädigt. :-)

  42. -fc- am 16. September, 2008 16:02

    Wie schnell läuft eigentlich eine Gelddruckmaschine?

    16.09.08
    EZB versorgt Banken mit 70 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität
            FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Geschäftsbanken des Euroraums am Dienstag kurzfristig erneut mit zusätzlichen liquiden Mitteln in Milliarden-Höhe versorgt. In einem eintägigen Refinanzierungsgeschäft (Refi) seien den Geschäftsbanken 70 Milliarden Euro zugeteilt worden, teilte die EZB am Dienstag in Frankfurt mit. Bereits am Montag hatten die EZB zur Eindämmung der Auswirkungen der Finanzkrise den Märkten 30 Milliarden Euro an zusätzlicher Liquidität bereitgestellt.

        Der Durchschnittszins des Refi habe bei 4,40 (Vortag: 4,39) Prozent gelegen, teilte die EZB mit. Der Marginalsatz – der niedrigste Satz, zu dem noch Gebote angenommen werden – betrug 4,32 (4,30) Prozent. Die 56 Bieter hätten Gebote über insgesamt 102,48 Milliarden Euro abgegeben.

        Die EZB hatte den Schnelltender am Dienstag wegen der anhaltenden Krise im US-Bankensektor angekündigt./jha/bf

  43. -az- am 16. September, 2008 16:10

    Wie sicher sind demnach die Geschäftsbanken des Euroraums überhaupt???

  44. -an-i- am 16. September, 2008 16:18

    Wird jetzt die Unfähigkeit der ELITEN offenbart – Banken und Versicherungen als Akteure und Beamten als Kontrolleure?

  45. Gust. am 16. September, 2008 18:43

    Die Finanzaufsicht (BaFin) – allen voran ihr Chef Jochen Sanio –
    sowie die Bundesregierung – zuständig das Bundesfinanzministerium mit Minister Steinbrück (SPD) –
    haben sich mit “ihrer Bankenaufsicht” gründlich blamiert!

  46. zaw. am 17. September, 2008 14:25

    Altes Schema:
    Solange das (Finanz-)System für einen arbeitet, soll sich der Staat gefälligst heraushalten. Arbeitet das System gegen einen, soll es der Staat richten:

    Sprich: Die Allgemeinheit zahlt die Zeche! :-(

  47. d/s am 17. September, 2008 14:30

    Normalerweise steht der Schadensverursacher für den Schaden gerade, für den er verantwortlich ist. In diesen Fällen müssten folglich die Bankmanager bezahlen, die in ihrer Gier nach dem großen Gewinn

    Milliarden

    verzockt haben.

    Dies wird jedoch ganz bestimmt nicht geschehen.

  48. edd. am 17. September, 2008 14:32

    Nach den aktuellen Geschehnissen scheint der Zenit des Superkapitalismus – gelinde gesagt -überschritten!

  49. H/M am 17. September, 2008 14:37

    Zwei Ziele:

    - Vergesellschaftung der Verluste
    - Privatisierung der Gewinne

  50. -az- am 17. September, 2008 16:22

    “Hinter der Trommel her
    trotten die Kälber
    Das Fell für die Trommel
    Liefern sie selber.
    Der Metzger ruft. Die Augen fest geschlossen
    Das Kalb marschiert mit ruhig festen Tritt.
    Die Kälber, deren Blut im Schlachthof schon geflossen
    Sie ziehn im Geist in seinen Reihen mit.”

    (B. Brecht, 1943)

  51. Rd am 17. September, 2008 21:00

    An -az- am 17. September, 2008

    Hat nach 65 Jahren die gleiche Aktualität und Aussagekraft wie damals!

  52. pi am 27. September, 2008 10:48

    EINE INSOLVENTE US-BANK hat von der bundeseigenen KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ohne Prüfung mehrere hundert Millionen Euro erhalten, die letztlich von den bundesdeutschen Stuerzahlern bezahlt werden müssen.

  53. L.K. am 27. September, 2008 10:49

    Ein weiterer Fall für den Bund der Steuerzahler!

  54. will.hofm. am 27. September, 2008 10:54

    Für -fc- am 16. September 2008

    Notenbanken haben den Markt mit großen Geldmengen überschwemmt. Für eine unveränderte Menge an Waren und Dienstleistungen steht mehr Geld zur Verfügung.
    Ihr eigenes Ziel der Preisstabilität wird so von den Zentralbanken missachtet.

  55. b am 27. September, 2008 10:59

    Preise steigen bei Zunahme der Geldmenge und eben nicht durch Lohnforderungen von Arbeitnehmern und auch nicht, wenn Energiekonzerne mehr Geld für das Öl verlangen.

  56. Chr Leh. am 5. November, 2008 20:19

    Die US-Banken haben Risiken “fehlgemanagt” und sich danach mit Abfindungen in Milliardenhöhe verabschiedet.

  57. Berl. am 5. November, 2008 20:22

    Dieses “Fehl”-Management wurde mit Absicht und ohne Rücksicht und Skrupel geführt.

  58. -Ull.Kais.- am 5. November, 2008 20:25

    Es wurde bewusst in Kauf genommen, dass das eigene Unternehmen und die Gesellschaft allgemein geschädigt werden, um in den Genuss einer hohen Abfindung zu kommen.

  59. joh./mü. am 5. November, 2008 20:30

    Ich würde das vorsätzliche kriminelle Verhalten nicht unbedingt als “Fehlmanagement” abtun.
    Vielmehr sind die Fakten die perfide Umsetzung des amerikanischen Traums vom persönlichen Gewinn.

  60. zurh. am 5. November, 2008 20:38

    Nach bisher nur sehr zögerlicher Aufdeckung des Welt-Finanzskandals der Banken weiß man, dass sich viele Akteure in allen Börsenländern der Welt diesem amerikanischen Traum ausgeliefert haben.

  61. -rl- am 5. November, 2008 21:59

    Wer hat denn die Voraussetzungen geschaffen, dass so etwas überhaupt möglich ist?

    Man sagt immer wieder ganz lapidar – die Politiker.
    Und, das war’s.
    Und, wer hat sie gewählt?

    Und, was ist zu tun?
    Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können.

  62. Chr Leh. am 15. November, 2008 20:21

    Wenn man 50 Euro Schulden hat, so ist man ein Schnorrer.
    Hat jemand 50.000 Euro Schulden, so ist er ein Geschäftsmann.
    Wer 50 Millionen Euro Schulden hat, ist ein Finanzgenie.
    Mehr als 50 Milliarden Euro Schulden zu haben – das gelingt nur Banken!

  63. Frz. am 15. November, 2008 20:23

    Wirtschaftsstrafrecht:

    Die Wachstumsbranche des Strafrechts!

  64. ghg am 21. November, 2008 12:11

    Manchen schon stürzte die bloße Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben.
    Sophokles (496-405 v.Chr.), griech. Tragödiendichter

  65. hu am 11. Dezember, 2008 23:42

    Es ist die bestvorhergesagte Krise aller Zeiten. Alle haben auf die Spitzenakteure geschaut, wann diese aus dem Markt aussteigen. Aber diese haben den richtigen Zeitpunkt verpasst.

  66. ulf. am 12. Dezember, 2008 11:44

    Und das haben die Spitzenakteure ständig von sich gegeben:

    Hände weg von den offenen Märkten!

  67. urs. am 13. Dezember, 2008 21:33

    Banken hatten Narrenfreiheit und müssen unter gezielte staatliche Aufsicht gestellt werden!

  68. Schd- am 13. Dezember, 2008 21:40

    Mehr als nur Kontrolle ist nötig.

    Vielmehr müssen die Banken weltweit demselben Zivil- und Strafrecht unterstellt werden, dem auch jeder Unternehmer aus der realen Wirtschaft unterstellt ist.

  69. jos.pr. am 14. Dezember, 2008 13:16

    Und wie handelt die deutsche Bundesregierung?

    Sie hofiert noch zu allem Übel diese Nieten in Nadelstreifen!

  70. -fc- am 8. Januar, 2009 15:19

    HSH Nordbank schüttet 70 Millionen Euro aus
    (BNN v. 08.01.2009)

    Hamburg/Kiel (dpa). Die HSH Nordbank wird trotz roter Zahlen eine Dividende von knapp 70 Millionen Euro an institutionelle Anleger ausschütten. Einen entsprechenden Beschluss habe die Hauptversammlung der Bank gefasst, sagte eine Sprecherin des Instituts in Hamburg. Mit Dividenden bedient würden sogenannte atypische stille Einlagen, die vor allem von Banken, Versicherungen und Investmentfonds gezeichnet wurden. Das diene der langfristigen Sicherstellung der Geschäftsbeziehungen und der Refinanzierung der HSH Nordbank. Die Dividende der Bank stieß auf heftige Kritik des schleswig-holsteinischen FDP-Landesvorsitzenden Wolfgang Kubicki. „Das ist in keiner Weise nachvollziehbar, wenn bei der Bank gleichzeitig ein Milliardenverlust ins Haus steht“, sagte Kubicki.
    Die HSH Nordbank AG war im Zuge der Finanzmarktkrise unter die Räder geraten und musste als eines der ersten Institute unter den Finanzierungsschirm des Bundes. Die Belastungen aus der Krise belaufen sich bislang auf mindestens 2,8 Milliarden Euro.

    Anmerkumg: Schlimmer geht’s immer!

  71. -az- am 8. Januar, 2009 15:43

    Mit dreimonatiger Verspätung gerade rechtzeitig zum Jahresende gab die „Tagesschau“ in ihrer Online-Version in ihrem Jahresrückblick bekannt, Deutschland habe im Herbst drei Wochen lang am Rande des finanziellen GAU gestanden, „ein paar Tage noch, und die Geldautomaten hätten keine Scheine mehr ausgespuckt.“ Die Wahrheit ist, daß nicht Deutschland, sondern das gesamte Weltfinanzsystem absolut und hoffnungslos bankrott ist.

    Nachzulesen:
    http://www.solidaritaet.com/neuesol/2009/1/hzl-lead.htm vom 07.01.09

  72. b/m am 8. Januar, 2009 18:47

    Welche Finanz-Spezis sitzen denn dort in der Landesregierung?

  73. a am 8. Januar, 2009 19:04

    Die “dummen” deutschen Steuerzahler garantieren jetzt die Dividendenzahlungen von 70 Millionen Euro für die “armen” institutionellen Anleger (Banken, Versicherungen u.ä.).
    :-)

  74. cv- am 8. Januar, 2009 19:07

    Dümmer geht´s n-immer! :-)

  75. Wit./MD am 8. Januar, 2009 19:10

    Die Bank sitzt in Hamburg und Kiel.

  76. ell.ga. am 8. Januar, 2009 19:15

    Für 2008 wird ein Verlust vom mehr als 1 Milliarde Euro = 1.000.000.000 € erwartet.

  77. - zuk- am 8. Januar, 2009 19:29

    Im Dezember 2008 hatte die Landesbank bereits 30 Milliarden Euro = 30.000.000.000 € an Bundesgarantien erhalten.

  78. -My. am 8. Januar, 2009 19:34

    Wegen des Verlustes müssen die Eigner – die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, die regionalen Sparkassen sowie ein amerikanischer Finanzinvestor – auf eine Dividende verzichten! :-(

  79. -bam- am 8. Januar, 2009 19:39

    Die tun mir echt leid! :-(

  80. -Ger.-Luk.- am 8. Januar, 2009 19:44

    Welch weiterer Blödsinn wird uns noch vor Augen geführt?

  81. addi.- am 12. Januar, 2009 11:36

    Beispielsweise die Teil-Verstaatlichung der Commerzbank AG.

  82. -Rob- am 12. Januar, 2009 13:50

    Müller der damalige Vorstandschef und heutige Aufsichtsratschef hat die Subprime-Papiere gekauft und Blessing der heutige Vorstandschef hat damals die Entscheidung mitgetragen.

  83. -Rob- am 12. Januar, 2009 13:53

    Von personellen Konsequenzen keine Spur.

    Im Gegenteil: Der Staat steigt ein. :-(

  84. Nolt./Hues. am 12. Januar, 2009 17:35

    Wie nett!
    Die deutschen Steuerzahler finanzieren die Entstehung einer neuen teilstaatlichen Bank.

  85. Nolt./Hues. am 12. Januar, 2009 17:37

    Und sie können – da Miteigentümer – Dividendenzahlungen kassieren! :-)

  86. rob.-Sch. am 16. Januar, 2009 21:26

    Ein finanzielles Hilfspaket wird nach dem anderen geschnürt. Auch für die, welche das Elend geschaffen haben. Bravo!

    Wo hört man was von der systematischen Aufarbeitung der Finanzkrise durch einen neuen rechtlichen Ordnungsrahmen für die internationalen Finanzmärkte (neudeutsch Zockerbuden)?

    Damit das Zocken in aufsichtsfreien Räumen sich nicht mehr wiederholen kann!

  87. Quer. am 16. Januar, 2009 22:00

    Warten wir es ab.
    Denn Aufsichtsräten und Vorständen von Banken drohen Haftungsklagen wegen ihrer misslungenen Engagements am US-Hypothekenmarkt.

  88. L-L am 20. Januar, 2009 12:16

    Als Auslöser der andauernden Finanz- und Wirtschaftskrise gelten auch die strukturierten Anleihen, denen US-Immobilienkredite zugrunde liegen.

  89. tx am 20. Januar, 2009 21:03

    Die Commerzbank wird teil-verstaatlicht, übernimmt die Dresdner Bank und zur Kosteneinsparung sollen 9000 Stellen wegfallen.

    Echte freie und soziale! Marktwirtschaft!

  90. tx am 20. Januar, 2009 21:06

    Die Commerzbank bekam mehr als 18 Milliarden Euro Staatshilfe.
    Im Gegenzug beteiligte sich der Bund mit gut 25 Prozent.

  91. AP am 20. Januar, 2009 21:13

    Das Mitarbeiter-Freisetzungs-System funktioniert bestens:

    Für die 9 000 wegfallenden Arbeitsplätze wird der Staat einspringen (Arbeitslosengeld I und II).

    Und das soziale Gewissen ist für die Bank und den Staat wieder voll beruhigt!

  92. dr am 21. Januar, 2009 11:12

    Auch mit dem Stellenabbau von 9000 Stellen wird der Commerzbank vorausgesagt, in den nächsten Jahren kaum Gewinne zu erwirtschaften.

    Die Zinszahlungen für die Bundeshilfen werden die Nettoergebnisse mit jährlich rund 800 Millionen = 800.000.000 Euro belasten.

  93. rob.-Sch. am 21. Januar, 2009 11:41

    Ergänzung zu meinem Kommentar vom 16. Januar 2009

    Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) stellte in der Wochenzeitung “Die Zeit” einen Maßnahmenkatalog vor.

    Es wird wenig nützen, Milliarden von Euro für die Konjunktur auszugeben, wenn die Regierungen der Finanzwelt keine Regeln vorgeben.

    Vertrauen in die Finanzmärkte wird nicht zurückkehren, wenn es “beim Schlendrian der Finanz- und Bankenaufsicht bleiben sollte”.

  94. /ors. am 21. Januar, 2009 18:09

    “Notleidende Banken” wurde zum Unwort des Jahres 2008 gewählt.
    Die Formulierung stellt das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Finanz- und Weltwirtschaftskrise auf den Kopf.

    Die Banken haben mit ihrer Finanzpolitik die Krise verursacht und werden nun zu Opfern gemacht.

  95. -wu. am 21. Januar, 2009 18:31

    Nach ihrem skandalösen Verhalten zählt die Finanzbranche nicht mehr zur Realwirtschaft!

  96. rob.-Sch. am 28. Januar, 2009 17:49

    Eine scharfe Haftung der Bankenvorstände ist einzuführen.
    Das Recht zur Wirtschaftsprüfung muss angepasst werden. Denn im Prüferkreis sind die Bilanzen mit bedenklichem Inhalt über Jahre testiert, d.h. abgesegnet, worden! :-)

  97. -rl- am 28. Januar, 2009 19:56

    Toxisch: Bad Bank
    Bei einer Bad Bank geht es darum, dass die Geldhäuser Ihre so genannten „toxischen” Papiere an die Bad Bank („bad” weil sie wohl jeden Schrott nimmt…) verkaufen können. Allerdings muss für diese toxischen Papiere auch ein Preis gefunden werden.

    „Toxisch” hört sich ja auch erst einmal viel besser an als „faule” Wertpapiere. Aber auch nur dann, wenn man nicht weiß, dass der englische Begriff toxic übersetzt „giftig” heißt.

    Der Vorteil: Die Banken müssen keine Milliarden-Abschreibungen vornehmen und das Vertrauen untereinander könne wieder wachsen.

    Der Nachteil, mal flaspig ausgedrückt: Der Steuerzahler haftet für den Müll, den die Banker angerichtet haben. Denn auch wenn der „Staat” faule (unverkäufliche) Wertpapiere gegen Staatsanleihen tauscht, muss das Geld für die Finanzierung ja irgendwo herkommen.

    Bis zu einer Billion Euro…
    In deutschen Großbanken sollen sich laut Medienberichten (Börse ARD berichtet) etwa 200 Milliarden Euro als toxische Wertpapier tummeln. Allerdings schätzen Experten, dass das Volumen noch viel höher sein könne. Die Rede ist von einer Billion Euro, die eine Bad Bank auffangen müsste.

    In Deutschland stößt die Einführung einer Bad Bank noch auf deutlichen Gegenwind seitens Regierung und BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

    Noch.
    ——-
    Auszug aus einer Arbeit von Tom Firley

  98. Soerg. am 28. Januar, 2009 20:17

    Immer besser als eine Bad Bank ist die Schadenstilgung durch die Banken selbst – ohne Vorleistungen der “dummen” Steuerzahler.

  99. rüd./-Weisf. am 28. Januar, 2009 20:22

    Eine Bad Bank wird die Bankmanager sehr schnell dazu verleiten, ihre Bilanzen weiter zu frisieren und riskante Spekulationen zu betreiben.
    Beweis: Alle paar Wochen werden von denen regelmäßig neue Wertberichtigungen verkündet.

  100. Chr.Z. am 28. Januar, 2009 20:27

    Die Schadensverursacher müssen in die direkte Pflicht zum schrittweisen Schadensausgleich genommen werden.
    Dies schützt vor einer (baldigen) Wiederholung der pokerartigen Spekulationsgeschäfte.

  101. val am 29. Januar, 2009 13:54

    Mit Steuergeld werden die Wertberichtigungen der Banken finanziert.
    Es wird zum Fenster rausgeworfen!

  102. Berl. am 29. Januar, 2009 13:59

    In Deutschland und sonstwo gibt es fast nur noch Bad Banks.

    Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank, (fast) alle Landesbanken und weitere mehr.

  103. Berl. am 29. Januar, 2009 14:01

    Daher wird eine Good Bank gebraucht.

    Banken haben nämlich bestens bewiesen, dass sie gar nichts vom Geld anderer verstehen.

  104. -an-i- am 29. Januar, 2009 19:19

    Es ist scheinbar doch so, dass im Kommunismus die Banken und Großunternehmen zuerst verstaatlicht und dann an die Wand gefahren – im Kapitalismus dagegen zuerst gegen die Wand gefahren und dann verstaatlicht – werden.

  105. Tess. am 29. Januar, 2009 19:24

    Die Wege dahin sind unterschiedlich.
    Die Ergebnisse sind gleich.

  106. -el- am 29. Januar, 2009 19:31

    Herr Ackermann hat in einem Treffen der Schröder-Regierung mit Eichel, Clement und Schröder schon 2003 eine sogenannte „bad bank“ gefordert, also wusste man zumindest von den hohen Risiken, und in der Folge wurde dann ja von der rot-grünen Regierung mit dem „True Sale International“ eigentlich erst die Weiche gestellt für die Teilnahme Deutschlands am Verbriefungsmarkt, also die Operation von Hedgefonds und ähnlichem.
    Mit anderen Worten: Die wussten durchaus, was die da gemacht haben …

    Auszug aus Neue Solidarität vom 21. 01.09

  107. -fc- am 29. Januar, 2009 19:50

    “Mit dem zweiten Bankenrettungspaket explodiert das britische Defizit förmlich und die Sorge um die Kreditwürdigkeit des Landes wächst immer mehr. Die Angst der Investoren ist u.a., dass Großbritannien seine Banken komplett wird verstaatlichen müssen.”

    Zitat: Alexander Hahn

    Siehe auch unter:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29574/1.html

  108. Grus) am 29. Januar, 2009 22:42

    Dilettanten ohne Ende, denen ihr totales (fachmännisches) Versagen hoch honoriert wird.
    Verstehe das, wer will.
    Ich jedenfalls nicht.

  109. -az- am 30. Januar, 2009 19:21

    Was ist Politik ?

    Man nehme den Bürgern den Lolli aus der Hand, leckt ihn ab, gibt ihm den Stil mit einem klebrigen kleinen Rest zurück, verkauft ihm das verbal als Reform und politische Errungenschaft und läßt sich zum Dank dafür dann regelmäßig wiederwählen.

    Das praktizierte Prinzip : Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren in der Finanzkrise (mit 700 Milliarden wurde der Finanzbranche bisher unter die Arme gegriffen – bis man sich endlich aufraffte, auch der Industrie mit 50-70 Milliarden zu helfen – immerhin doch mit 10 % hiervon – da sieht man, wie die Prioritäten liegen.

    Nun zum kleinen, klebrigen Rest am Lolli, der zurückgegeben wird (meistens ja immer passend vor irgendwelchen Wahlen)…

    Auszug aus
    http://meinungen.web.de/forum-webde/post/4174068

  110. n.-K. am 8. Februar, 2009 13:38

    Warnung:

    Zocken kann süchtig machen!

  111. l-rd am 8. Februar, 2009 14:49

    Mit fremdem Geld umso leichter!

  112. a am 17. Februar, 2009 10:53

    Eine Bad Bank ist eine Müllhalde für faule Kredite, die eine Folge der katastrophalen Vergabepolitik der Banken sind.

  113. -Isid. am 17. Februar, 2009 11:22

    Die sie fordernden “Bank-Kameraden” stehen für Inkompetenz, Missmanagement, Pfusch und Versagen.

    Und denen werden Milliarden an öffentlichen Geldern gewährt, damit sie diese weiter (ver-)wirtschaften können.

  114. D/F am 6. April, 2009 14:40

    Von Haftungsansprüchen gegen Vorstände, Aufsichtsräte (HRE, IKB, Landesbanken usw.) und Dritte hört man so gut wie gar nichts.

    Vorstände und Aufsichtsräte haben jahrelang nicht nur schlecht gewirtschaftet, sondern Anteilseigner und Öffentlichkeit falsch informiert.

    Der Bund kommt als Haftungsschuldner in Frage. Hätten die Aufsichtsbehörden und Ministerien rechtzeitig reagiert, wären nicht nur einige Steuergelder eingespart worden.

  115. Zach am 6. April, 2009 14:58

    Für -az- am 30. Januar 2009

    “Nun zum kleinen, klebrigen Rest am Lolli, der zurückgegeben wird.”

    DIE ABWRACKPRÄMIE!!!

    Wofür?

    Für des Deutschen liebstes Kind – ein Auto!
    :-)

  116. Olg. am 29. April, 2009 10:51

    Der deutsche Bundestag hat in seiner Abstimmung am 30. April 2004 den Banken einen Freibrief für die Jagd nach dem Megaprofit ausgestellt.
    Damals wurde beschlossen, dass die Bilanzen der Tochtergesellschaften in den Tätigkeitsberichten der Konzern-Muttergesellschaften nicht mehr erscheinen müssen.
    So nahm der Bilanzierungsschwindel seinen munteren Lauf, durch den die heißen Geschäfte der deutschen Banken an der Bundesfinanzaufsicht BaFin vorbeigeschleust wurden.
    Dies alles den Steuerzahlern bewusst vorzuenthalten, ist ein trauriger Beweis für die Berliner Manipulationskunststücke!

  117. Z.K. am 29. April, 2009 11:24

    Die Grenzen des Wachstums sind erreicht. Der Staat greift nicht nur in die Finanz-, sondern auch in die Güterwirtschaft ein.

    Wir erleben derzeit nicht nur eine Konjunktur-, sondern auch eine Strukturkrise.

    Der Staat muss die Menschen mitnehmen, sonst untergräbt er sich ja selbst. Arbeitnehmern ist es völlig egal, nach welcher ökonomischen Theorie sie ihren Arbeitsplatz erhalten haben. Sie wollen Sicherheit für sich selbst -und nicht marktwirtschaftliche Rosskuren, die vielleicht erst ihren Kindern was bringen.

    Das passt absolut nicht in die Theorien vieler deutscher sprücheklopfender Ökonomen, ist aber fester Bestandteil menschlichen Handelns.

  118. -A-H. am 29. April, 2009 12:38

    An der misslichen aktuellen Lage haben die Banker ihren Schuldanteil. Und auch alle, die gemeint haben, man könne die gesamte Wirtschaft auf Kredit und Renditezielen aufbauen.

    Damit also auch die, welche kontrollieren mussten und die, welche für die Gesetze verantwortlich waren sowie die, welche als Anleger hohe Renditen ohne Risiko erzielen wollten.

  119. B-L am 29. April, 2009 12:49

    Warum glauben (sprücheklopfende) Ökonomen eigentlich, dass sie als Geisteswissenschaftler intelligenter seien als die Naturwissenschaftler?

    Sechs aus Steuermitteln finanzierte Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland lagen mit ihren Prognosen über die aktuelle Wirtschaftskrise aber sowas von daneben.

    Das Kernproblem dieser Gattung ist das deduktive Denken und das dazugehörige Falsifizieren der erst 150-jährigen Geisteswissenschaft.

    Wer – wie Ökonomen – in den Rückspiegel schaut, sollte nicht behaupten, er wisse, wo wir hinfahren.

  120. otto der normalverbraucher am 29. April, 2009 20:10

    Es bleibt zu hoffen, dass sich die Leser der BAK-Seiten bewusst sind, auf welche Schätze an qualifizierten Kommentaren und Beiträgen sie da treffen.
    Ich sage schon mal Danke!

  121. a-s am 1. Mai, 2009 17:39

    Ein Satz zu der jetzigen (Bank-)Manager-Generation

    Diese hat für sich ein völlig anderes Unrechtsbewusstsein entwickelt als der Rest der Bevölkerung, die nun die von denen eingebrockte Suppe auch noch auszulöffeln hat.

    Und das alles überflüssigerweise unter dem Rettungsschirm der Bundesregierung. Die betätigt sich lauthals als Krisenmanager und hat eigentlich die wichtige Aufgabe, Krisenverhinderer zu sein. :-(

  122. -Hü- am 2. Mai, 2009 20:18

    Solange Steuerzahler die Pleite-Banken alimentieren (müssen), halten sich deren Anführer weiterhin für unersetzbar.

    Schlimmstenfalls werden sie ausgetauscht.

  123. J/N am 3. Mai, 2009 10:30

    Derzeit erleben wir die Folgen von Dummheiten derjenigen, welche als hochbezahlte Manager ihre Institute an die Wand gefahren haben.

    Andauernd werden Prognosen für die Wirtschaftsleistung von
    - Analysten, Wirtschaftsweisen und Instituten -
    nach unten korrigiert.

    Dieser Personenkreis konnte die Ausmaße der Krise nicht einmal ansatzweise voraussehen. Daher sind alle aktuellen Zahlen nichts anderes als dummes Zeug.

    Wer über- oder unterbietet wen?
    Um wieviel Prozent wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2009 schrumpfen?
    Aktuell um sechs Prozent! :-(

  124. J/N am 3. Mai, 2009 10:34

    Es bringt niemanden in der derzeitigen Lage weiter, neue Wahrsagerei und Hiobsbotschaften zu hören und zu lesen.

  125. -My am 3. Mai, 2009 20:38

    Was bis jetzt als zwangsläufige Folge von Fehlleistungen der Nieten in Nadelstreifen bei den Banken sehr gut funktioniert, sind zig-tausende betriebsbedingte Rauswürfe von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei Banken und in der Wirtschaft – nicht nur bei uns in Deutschland, auch anderswo in der Welt.

  126. IDR- am 3. Mai, 2009 20:44

    Das ist meines Erachtens erst der Anfang von dem, worauf sich (noch) arbeitende Menschen einstellen müssen.

  127. -thier. am 4. Mai, 2009 8:35

    Alles halb so schlimm, denn

    “Weniger Vorwürfe in der Krise

    In Zeiten wirtschaftlicher Schwäche gilt Arbeitslosigkeit nicht als Makel”

    schreiben die BNN in ihrer heutigen Ausgabe auf der Seite Beruf und Arbeit.

  128. -thier. am 4. Mai, 2009 8:38

    Nun wissen es alle Noch-Arbeitsplatz-Inhaber ganz genau, die das gelesen haben.

  129. -thier. am 4. Mai, 2009 15:15

    Und woher stammt die Weisheit auf der Seite Beruf und Arbeit von heute?

    Vom ZEW = Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung.

    Na ja – die können keine besseren Forschungsergebnisse als die von Instituten im Land veröffentlichen. :-(

  130. Bur- am 5. Mai, 2009 10:44

    Deutschland bricht bereits im laufenden Jahr mit einer Neuverschuldung (Fehlbetrag) von 3,9 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt den Euro-Stabilitätspakt. :-(

  131. Bur- am 5. Mai, 2009 10:48

    Deutschland befindet sich dabei in allerbester Gesellschaft. :-)

    Denn die Defizite in 13 der 16 Euro-Staaten steigen über die Grenze von drei Prozent.

  132. Bur- am 5. Mai, 2009 10:49

    Na und?

  133. nieb. am 7. Mai, 2009 13:40

    Das Bad-Bank-Modell der Bundesregierung bezieht sich auf Problempapiere in den Bilanzen der Banken mit einem Volumen

    von insgesamt bis zu 200 MILLIARDEN EURO!

    Die Regierung will den Banken die Möglichkeit geben, diese Schrottanlagen in individuelle Zweckgesellschaften auszulagern.

  134. u/-d am 18. Mai, 2009 13:33

    Wenn endlich

    - DIE BAD BANK –

    gegründet sein wird, die Staatsschulden ins uferlose Inflationäre gewachsen und fast alle Staaten pleite sein werden, dann wird politisch ganz locker

    – EIN BAD STATE -

    gegründet! :-)

  135. u/-d am 18. Mai, 2009 13:37

    Es gibt halt für alles eine politische Lösung – auch wenn sie keine ist.

    Allein das Volk muss nur dran glauben! :-)

  136. -zuk- am 14. September, 2009 15:34

    Politiker sollten haften.

    Eine “halbwegs gesunde” deutsche Volkswirtschaft wird die kommenden Belastungen eventuell verkraften.

    Schade nur, dass die großartige Regierungs-Koalition nicht auch für sich selbst eine Managerhaftung eingeführt hat, wo sie schon einmal dabei war.

    Es hätte einen nicht zu leugnenden Charme, wenn auch

    - Politiker mit ihrem Privatvermögen -

    haften müssten, sofern die von ihnen beschlossenen Maßnahmen nicht “die geplanten Effekte” haben.

  137. S. am 14. September, 2009 18:59

    Erst saniert man die IKB mit Milliarden Steuergelder, dann verkauft man sie für lächerliche 115 Millionen Euro an Lone Star.
    Danach benötigte die Bank erneut Geld vom Staat.

    Wenn Lone Star nicht bereit ist, eigenes Geld zu investieren, dann muss man die Bank eben pleitegehen lassen.

    So einfach geht das! :-)

  138. tx am 14. September, 2009 19:12

    Frau Merkel hat im Fall Arcandor immer wieder betont, dass die Politik nicht jene Unternehmen mit Steuergeldern unterstützen darf, die selbst für ihre Krise verantwortlich sind. Sie vergisst natürlich ganz bewusst, dass das auch auf die Banken zutrifft. – Warum wohl?

    Bei diesen Unternehmen war die Politik sofort bereit, Milliarden an Steuergeld bereitzustellen.

    Danke liebe Lobbyisten und Politiker in einem gerechten Staat!

  139. Cam. am 15. September, 2009 11:59

    Meinung zum Kommentar von -zuk- am 14. September 2009

    Wenn Politiker mit ihrem Privatvermögen haften müssten, sofern die von ihnen beschlossenen Maßnahmen nicht die von ihnen geplanten Wirksamkeiten haben…

    dann hätten wir keine (Politiker) – garantiert! :-)

  140. o.V. am 15. September, 2009 12:15

    In Deutschland zumindest brauchen wir sie nicht!

    Warum?

    Mit dem Bankenrettungsfonds Soffin ist unsere Demokratie beerdigt worden.

    Außer ganz wenigen Personen darf niemand erfahren, welche marode Bank wie viel Geld aus dem Fonds bekommt, weil es hier um große Beträge geht. Nicht einmal alle Bundestagsabgeordneten dürfen Geschäftsunterlagen der maroden Banken prüfen. Und wer doch etwas erfährt, darf nicht mit Parteikollegen darüber reden.

    Die “nützlichen Bürgerinnen und Bürger” zahlen und erfahren nicht, wohin das Geld fließt.

  141. o.V. am 15. September, 2009 12:20

    Und wie immer vor irgendwelchen Wahlen wird auch am 27. September 2009 um die Gunst der Bürgerinnen und Bürger gebuhlt.

  142. o.V. am 15. September, 2009 12:25

    …Damit voll demokratisch und legitimiert weiterhin öffentliche Gelder in den Sand gesetzt werden können!

  143. er. mei. am 15. September, 2009 17:58

    Ob die Wählerinnen und Wähler das wollen, ist doch sehr in Frage zu stellen!

  144. mfr. am 15. September, 2009 18:08

    Der Unterschied zwischen der finanziellen Selbstbedienung in der Politik und der Selbstbedienung durch den Verbraucher liegt darin, dass nur der Verbraucher bei Selbstbedienung zahlen und der Politik sogar noch was abgeben muss.

  145. V.Q. am 16. September, 2009 11:11

    Der Leitungsausschuss des Bankenrettungsfonds Soffin prüft die Anträge der Not leidenden Banken und gibt Empfehlungen ab und ist mit ehemaligen Bankvorständen besetzt.

    In letzter Instanz entscheidet die Bundesregierung über die finanziellen Hilfen, was nicht gerade beruhigend ist.

  146. V.Q. am 16. September, 2009 11:18

    Warum beunruhigend?

    Weil Steinbrück (SPD) im Zusammenhang mit der Finanzkrise in den vergangenen Monaten bewiesen hat, dass er entweder wenig Sach- oder Fachkenntnisse oder die Bürgerinnen und Bürger (besser die Zechezahler) falsch informiert hat.

    Von der regelmäßigen und häufigen Änderung seiner Meinung ganz abzusehen!

  147. fc am 16. September, 2009 15:53

    Glaubt mir, wäre die Politik wirklich kompliziert, wäre kein(e) einzige(r) Politiker(in) dort wo (sie)er jetzt ist.

  148. Schm. am 17. September, 2009 8:56

    Aktuell vesperren uns Wahlplakate die freie Sicht. Nicht schlimm.

    Sehr bedenklich ist jedoch, wenn man sich darauf als Bewältiger der Krise bezeichnet, wo man doch die originäre Aufgabe hat, sie zu verhindern!

  149. Hein am 17. September, 2009 9:32

    Und diese “Dinger” werden von den Steuerzahlern (Wahlkampfgelder) bezahlt!

  150. wuns.--fr- am 17. September, 2009 9:39

    Wählerverdummung im großen Stil!

  151. /ors. am 17. September, 2009 14:59

    An Hein von heute

    Sie müssen sich die “Dinger” ja nicht ansehen. Sie können ja wegsehen. :-)

  152. -an-i- am 1. Oktober, 2009 15:36

    “Und so funktioniert es. Die Zentralbank leiht den Bankern Geld. Und dann drehen sich die Banker um und verleihen das Geld zurück an die Regierung. Die Banken sind glücklich, denn sie können mit einem risikofreien Geschäft Geld machen. Die Regulierer sind zufrieden, denn was könnte sicherer für die Schatzkammern der Banken sein, als die amerikanischen Schatzanleihen. Die Anleger sind zufrieden, weil es so aussieht, als würde man im Finanzsektor doch wieder Geld verdienen können. Und die Regierungsvertreter sind auch zufrieden, weil sie in der Lage sind, ihre Defizite zu finanzieren.”

    Zitat: Bill Bonner

  153. antek am 2. Oktober, 2009 9:39

    Zawsze jestem zadowolony.

  154. mm am 2. Oktober, 2009 9:46

    ale antek, co ty gadasz!

  155. banksp. am 17. Januar, 2010 14:19

    Die Übernahme der Kärntner Hypo Group Alpe Adria durch die BayernLB im Jahr 2007 hat die bayerischen Steuerzahler bisher 3,7 Milliarden Euro gekostet!

  156. SPek. am 17. Januar, 2010 21:40

    Diese Bank wurde im Dezember 2009 vom Freistaat Bayern der österreichischen Regierung geschenkt, um sie mit der Verstaatlichung vor der Pleite zu retten. :-)

  157. -rl- am 18. Januar, 2010 10:17

    Nicht zu vergessen die 10 Milliarden Euro Steuergelder, die zur Stabilisierung der Bayern LB, als Eigenkapitalhilfe, am Anfang der Krise geflossen sind.

  158. folg. am 18. Januar, 2010 11:30

    Also bankfachspezifischer Bockmist ohne Ende!

  159. Cam. am 18. Februar, 2010 22:55

    Die verrückte und kranke Welt des weissen Mannes.

    Vieles ist töricht an eurer sogenannten Zivilisation. Wie Verrückte lauft ihr weissen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr, die all dies ebenfals braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer grössere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören.
    Mani Tatanga, gestorben 1967

  160. Cam. am 18. Februar, 2010 23:04

    Mani Tatanga, Stoney-Indianer

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