OB Metzger und die „Messe-Lüge“

BAK   6.Juli, 2007 | 52 Kommentare   Artikel 12519x gelesen

 

Anläßlich der Eröffnung der Messe Bretten 2007, tischte der Oberbürgermeister der Stadt Bretten, Paul Metzger, den versammelten Gästen eine dreiste Lüge auf : ein Brettener Bürger hätte einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Karlsruhe gestellt, mit dem Ziel, die Messe verbieten zu lassen und „das hat die Verwaltung den ganzen Donnerstag voll beschäftigt“.

Dazu liegt uns ein Schreiben des Anwaltes vor, der diesen Antrag beim Gericht gestellt hat. Daraus geht hervor, dass :
1. „der Antrag war auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs vom 1.3.07 … gerichtet und nicht auf Untersagung der Veranstaltung“. Er war Teil eines Widerspruches gegen die Nutzung der Sporthallen im Grüner zu nichsportlichen Veranstaltungen. Dieser Widerspruch wurde bereits vor dem Neubau der Hallen gestellt !
2. der Antrag wurde am Freitag, den 11.5.2007, per Fax an das Gericht gesandt.

Wie also kann die Verwaltung den ganzen Donnerstag (10.5.2007) beschäftigt gewesen sein, wenn sie von der Existenz des Antrages noch keine Kenntnis haben konnte ? Was wurde mit dieser offensichtlichen Lüge beabsichtigt ? Liest man den Artikel der Brettener Woche vom 15.5.2007, so gibt die Journalistin gm gleich noch die Interpretation, bzw. die Schlußfolgerung, die der Leser aus der Lüge ziehen soll, mit dazu : „Fazit der Eröffnungsbesucher: Hier hat ein Einzelner versucht, der Stadt zu schaden und dabei auch noch Steuergelder verbraucht“

Ein perfektes Zusammenspiel des lügenden OB und der Journalistin also, mit dem klaren Ziel, einen Bürger, der im übrigen lediglich ein ihm zustehendes Recht ausgeübt hat, zu verleumden. Dass solche Vorgehensweisen in Bretten keine Seltenheit sind, haben wir bereits mit unserem Artikel „Oberbürgermeister Metzger geht gegen kritische Bürger vor“ aufgezeigt.
In allen Fällen wird versucht Bürger zu diffamieren und zu verleumden um damit Mitbürger gegeneinander aufzubringen. Dieses Verhalten eines Oberbürgermeisters, den Stadtfrieden nicht zu wahren, sondern ihn zu stören, um missliebige Bürger auszugrenzen, wäre eigentlich ein klarer Fall für die Dienstaufsichtsbehörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Dort scheint man sich aber eher dem Schutz des OB vor der (aufmüpfigen) Bevölkerung zu verschreiben, als umgekehrt.

Zurück bleibt einmal mehr der Eindruck, dass sich hier ein Oberbürgermeister auf Kosten der Bevölkerung hemmungslos übler Methoden aus finsterer Zeit bedient, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Die Themen dieses Tages in einem anderen Jahr :

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Kommentare

52 Kommentare

  1. MES. am 28. Oktober, 2014 19:06

    @ fc am 27. Oktober, 2014

    Es ist unmöglich, die vollständigen Verluste der städtischen Beteiligungsgesellschaften während der Amtszeit des populistischen Brettener Machers aus den Berichten des Pressespiegels herauszulesen. Zur Tüchtigkeit des Letzt- und Hauptverantworlichen ist daher sporadisch und stichwortartig eine unvollständige Angabe von Daten möglich:

    Städtische Kommunalbau GmbH

    1999-2003 488T € Verlust, 691T € Kapitalzuführung (Mietzuschüsse)
    2004 61T € Verlust
    2009 12T € Gewinn

    Städtische Wohnungsbau GmbH

    1995 1.105 Mio.DM Verlust
    1996 1.488 Mio.DM Verlust
    1997 623TDM Zinszuschüsse

    1999-2003 916T€ Kapitalzuführungen (Mietzuschüsse)
    1999 740T € Verlust
    2000 396T € Verlust
    2003 74T € Verlust
    2004 380T € Verlust
    2005 1,49 Mio. € Verlust
    2009 219T € Gewinn

    Stadtwerke Bretten

    2009 493T € Gewinn
    2012 832T € Verlust

    Mit den finanziellen Verlust-Abenteuern USQ Bretten sowie mit dem Derivate-Abenteuer in gedeihlicher Zusammenarbeit mit dem Finanzjongleur Koch wird sicherlich ein Millionenverlust für die Stadt Bretten entstanden sein. Von den fragwürdigen Beteiligungsbeträgen – wo sind diese – der Stadtwerke an irgendwelchen anderen Unternehmen mal gänzlich abgesehen.

    Städtische Bäder, Parkraumbewirtschaftung, Musikschule u.a. waren sicherlich keine Gewinnbringer.

    Diese vorgenannte Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! 🙂

  2. Hh am 30. Oktober, 2014 18:55

    @ MES. am 28. Oktober, 2014

    Allein aus den teilweisen Ergebnissen der städtischen Beteiligungsgesellschaften ist unschwer zu erkennen, es handelt sich um Mißwirtschaft. Privatunternehmen wären längst nicht mehr am Markt!

    Unabhängig davon kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei den Haushaltrechnungen vergleichbarer Jahre der Stadt Bretten anders, weil besser, gewesen sein soll.

    Gern lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen! 🙂

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