Bretten

Bretten (BNN). Kurz vor Fertigstellung der Umbauarbeiten am Alexanderplatz in Bretten, der Anfang Mai 2006 wieder dem Verkehr freigegeben wird, kommt es nochmals zu erheblichen Behinderungen, teilt das Bürgermeisteramt mit.
Der Einmündungsbereich der Melanchthonstraße in den Alexanderplatz muss laut Presseinformation ab Donnerstag, 27. April, ab etwa 21 Uhr, bis Samstag, 29. April, 18 Uhr, zwischen dem Silcherweg und dem Alexanderplatz für den stadtauswärts fließenden Verkehr voll gesperrt werden.
Am Freitag, 28. April, werden dann ab 6 Uhr die alten Betonplatten des Straßenbelags entfernt und die Straßenerneuerung fertig gestellt, teilt das städtische Ordnungsamt mit. Die Einfahrt in die Melanchthonstraße aus Richtung Karlsruhe/Bruchsal ist von der Sperrung nicht betroffen. Aus Richtung Diedelsheim kommend wird der stadteinwärts fließende Verkehr im Zeitraum der Sperrung über die B 35 (Bretten-Mitte) umgeleitet.
Der Fußgänger- und Radverkehr wird über die Diedelsheimer Höhe und über die Fußgängerbrücke über die B 35 umgeleitet. Die Umleitung sowohl des stadtauswärts fließenden Verkehrs zur B 35/B 293 erfolgt über die Anschlussstellen Bretten-Mitte und Bretten-Ost. Zusätzliche Belastungen sind deshalb unabhängig vom ortskundigen Ausweichverkehr in der Georg-Wörner-Straße und Heilbronner Straße und im Breitenbachweg zu erwarten.

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Polizei verhinderte mit Großeinsatz Schlimmeres
Bretten (wai). Der Superstau, den alle mit der Sperrung der westlichen Zufahrt zur B 35 erwartet hatten, ist gestern Nachmittag ausgeblieben. Mit einem massiven Polizeiaufgebot verhinderte das Brettener Polizeirevier das Schlimmste. Fast schon routinemäßig verlief der Einsatz, für den die Polizei bereits im Dezember einen ersten Anlauf unternommen hatte, der allerdings am schlechten Wetter gescheitert war.
Mit Verstärkung aus Bruchsal wurden gestern erneut mehrere neuralgische Punkte innerhalb der Stadt besetzt. 18 Mann waren verkehrslenkend an mehreren neuralgischen Punkten vor Ort. So beispielsweise an den Kreuzungen Wilhelmstraße/Pforzheimer Straße oder Weißhofer und Georg-Wörner-Straße. Zwei Motorradfahrer der Motorradstaffel Karlsruhe patrouillierten entlang der prognostizierten Staus. Sogar ein Hubschrauber der Polizei überwachte stundenlang das Verkehrsgeschehen im Stadtzentrum.
Da konnte praktisch nichts mehr schief gehen. Der große personelle Einsatz der Polizei machte sich bemerkbar. Die Polizei wolle mit dem massiven Einsatz nicht zuletzt auch deutlich machen, „dass wir uns um die Verkehrsprobleme in Bretten kümmern“, meinte Revierleiter Rolf Hilpp gegenüber den BNN. Die Polizei wolle alles daran setzen, den Verkehr flüssig zu halten.
Nach Angaben von Bauleiterin Alt werden die Arbeiten noch heute Nachmittag abgeschlossen. Wenn alles nach Plan und ohne größere Zwischenfälle verläuft, werden die Brettener Autofahrer spätestens zwischen 17 Uhr und 18 Uhr auf neuem Asphalt Richtung Karlsruhe brettern können.

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OB will Effizienzsteigerung
Bretten (tk). Ab 1. Mai gilt für die städtischen Bediensteten die 39-Stunden-Woche. Dies kündigte Oberbürgermeister Paul Metzger an, nachdem er die seit Oktober 2005 geltende Rahmenvereinbarung über eine wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden zum 1. Mai gekündigt hatte.
Für die rund 270 Mitarbeiter des Rathauses ändert sich durch die Neuregelung, die nach dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst notwendig wurde, einiges: „Die bisher praktizierte Gleitzeitregelung fällt weg. Künftig wird die Arbeitszeit mehr am Bedarf des Arbeitgebers ausgerichtet.“ Im Klartext heißt das, dass Rathaus-Chef Metzger seinen Mitarbeitern vorgibt, wann wie lange gearbeitet wird – und dies ohne die bisher üblichen Überstundenzuschläge.
Da es aus Kostengründen nicht möglich sei, mehr Personal einzustellen, müsse es eine Effizienzsteigerung geben, fordert der OB. Beinahe täglich erhalte er Briefe von Bürgern, die sich über Leistungen des Rathauses ärgerten, weshalb es auch die ein oder andere Kontrolle am Arbeitsplatz geben werde. Das Rathaus sei schließlich ein Dienstleistungsbetrieb, so Metzger,
Ab 2007 wird es die tariflich vereinbarten Leistungszulagen geben – ein Prozent der Personalkosten, die zuletzt bei 10 Millionen Euro im Jahr lagen. Damit die Leistung auch erkennbar sei, müssten die Arbeitsabläufe im Rathaus neu organisiert werden, so der OB. In den kommenden Wochen gebe es darüber Gespräche.

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OB Metzger fordert ganztägige Kontrollen des Schwerlastverkehrs vor Bretten
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf

Bretten. Mit einem Nachtfahrverbot für Lastwagen über zwölf Tonnen Gesamtgewicht soll der Maut-Ausweichverkehr aus Bretten verschwinden – zumindest in den Nachtstunden. Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe mitteilte, sind folgende Straßen von dem Fahrverbot betroffen, das jeweils in der Zeit von 22 bis 6 Uhr gilt: Die B 35 zwischen Bruchsal und Illingen, die B 293 zwischen Berghausen und der B 35 Bretten (Karlsruher Dreieck) sowie die B 294 zwischen der Anschlussstelle Pforzheim-Nord A 8 und Bretten.
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Von Peter Boxheimer
Um Mautflüchtlinge zu vertreiben, werden mehrere Bundesstraßen im Kraichgau schon bald für den nächtlichen Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt. Dies hat jetzt das Regierungspräsidium Karlsruhe mitgeteilt. Nicht einbezogen ist die B 293 zwischen Heilbronn und Bretten.
„Wir haben hier einen Kompromiss finden müssen“, sagt Uwe Herzel. Der Pressesprecher des Karlsruher Regierungspräsidiums verweist darauf, dass insbesondere in der Nacht Mautausweichler die Autobahn verließen, um auf den künftig gesperrten Strecken über Land zu fahren: „Wir gehen davon aus, dass wir den Verkehr treffen, den wir treffen wollen.“ Außerdem würden effektive Kontrollen angestrebt. Tagsüber seien erhebliche Staus zu befürchten, wenn die Polizei Lastwagen anhalte.
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Oberbürgermeister Metzger fordert Tunnel-Lösung und vierspurige Straße / Sperrungen rund um den „Kreisel“
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf

Bretten. Auch wenn der Alexanderplatz ab Anfang/Mitte Mai wieder komplett befahrbar sein wird, sind damit die Verkehrs-Probleme in Bretten noch lange nicht gelöst. „Es wird weiterhin zu Staus kommen“, kündigt Oberbürgermeister Paul Metzger an, „weil der Verkehrsfluss einfach zu gewaltig ist.“
Ursprünglich hatten die Verkehrsplaner eine Befahrung des Alexanderplatzes durch maximal 50 000 Fahrzeuge pro Tag ab dem Jahr 2010 kalkuliert. „Die Realität hat uns aber eingeholt. Diese Zahl haben wir jetzt schon erreicht,“ ist sich Metzger sicher. Logische Konsequenz: „Das, was jetzt am Alexanderplatz gemacht wurde, kann nur der Anfang sein. Dieser zentrale Verkehrsknoten muss richtig ausgebaut werden. Wir brauchen da eine Tunnel-Lösung und einen durchgehend vierspurigen Ausbau bis zum Karlsruher Dreieck.“
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Zur Verkehrsproblematik in Bretten erreichte uns diese Leserzuschrift:
Die Vermutung liegt nahe, dass die derzeitigen Straßenbaumaßnahmen in der Brettener Kernstadt gewollt so terminiert wurden, dass ein Dauer-Verkehrschaos entstehen muss. Darf dahinter böser Wille vermutet werden? Möchte uns der Oberbürgermeister damit von der Notwendigkeit des Baus einer unnötigen „Ortsentlastungsstraße“ überzeugen?

Wolfhard Bickel
Reiterle
Bretten-Rinklingen

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Zu den aktuellen Brettener Verkehrsproblemen schreibt dieser Leser:
Hemdsärmlig und unbürokratisch wurde aus dem Erdaushub beim Alexanderplatz ein Lärmschutzwall aufgeschüttet. Berechnend mutet dagegen die derzeitige Verkehrsführung am Alexanderplatz an. Nur eine Fahrbahn ist markiert, der gesamte Verkehr stellt sich damit auf nur einer Fahrbahn am Alexanderplatz aus Bretten heraus im täglichen Dauerstau auf.
Lösungen? Warten? Aber auf was? Dass der Verkehrsfluss aus Bretten heraus schnellstens optimiert wird? Dass der Leidensdruck der Brettener so groß wird und sie einer Umgehung zustimmen? Dass es an der Baustelle jetzt zügig vorangeht? Dass die Ampeln auf der Achse Pforzheimer Straße / Wilhelmstraße / Melanchthonstraße nicht mehr gegeneinander arbeiten? Oder dass zu den Baustellen am „Brettener Knochen“ und im Postweg noch weitere dazukommen? Oder einfach auf ein hemdärmliges, unbürokratisches Eingreifen.

Leo Vogt
Melanchthonstrasse 106
Bretten

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Geteilte Meinungen zum Landschaftsschutzgebiet „Brettener Kraichgau”:
Bretten. (gm) Oberbürgermeister Paul Metzger machte aus seiner Meinung kein Hehl. Und Michael Kaufmann, dem ersten Vorsitzenden der Sprantaler historischen Köhlergruppe, fiel deutlich sichtbar ein Stein vom Herzen, als der OB für seinen Vorschlag auch die Mehrheit des Gemeinderates fand: Die Köhlerwiese in Sprantal soll nach dem Willen von Verwaltung und Gemeinderat aus dem geplanten Landschaftsschutzgebiet „Brettener Kraichgau” herausgenommen und als Sondergebiet ausgewiesen werden. Das letzte Wort ist mit dem Brettener Votum allerdings noch nicht gesprochen, die endgültige Entscheidung liegt beim Landratsamt. Und das mag sich gegenwärtig zu seiner Meinungsfindung, zu der sicher auch die am Dienstag mit Metzger geführten Gespräche beitragen werden, noch nicht äußern. „Wir wollen einem laufenden Verfahren nicht vorgreifen”, hieß es am Mittwoch mit Blick auf die am 3. Mai endende Offenlage dazu offiziell aus Karlsruhe. Eingeschaltet hat sich inzwischen auch der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss, begeisterter Besucher der Sprantaler Köhlerfeste: „Das Anliegen der Köhlergruppe ist völlig berechtigt. Die Wiese muss in ihrer bisherigen Nutzung erhalten bleiben – dafür werde ich mich einsetzen”. weiter lesen –>

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Bretten. (gm) Die Baugenehmigung ist erteilt, die Vorarbeiten haben begonnen. Auf dem ehemaligen API Schmidt –Gelände an der Pforzheimer Straße laufen gegenwärtig die wegen des nicht ausreichend tragfähigen Baugrundes notwendigen Pfahlgründungsarbeiten für das neue Fachmarktcenter. „Wir müssen zwölf bis 14 Meter lange Rammpfähle einsetzen, um auf den Felshorizont zu kommen”, erläutert Siegried Hauf vom planenden Büro Dill+Hauf (Bretten/Mühlacker) die jetzt in Angriff genommenen Maßnahmen, die auch beim Modezentrum Röther durch einen ähnlichen Baugrund erforderlich waren. Trotz der schwierigen Bodenverhältnisse und des wegen des langen Winters verspäteten Baubeginns geht Hauf davon aus, den Bauzeitplan nach dem ersten Spatenstich am 8. Mai halten zu können: „Ich rechne damit, dass im Dezember dieses Jahres die gewerblichen Flächen im Erdgeschoss fertig gestellt sind, die Räume für das medizinische Zentrum und die Büroflächen werden dann ab Februar 2007 zur Verfügung stehen”.

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