Bretten

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Metzger, der Artikel mit Ihren Aussagen vom 26. Januar ist beschämend und für die Eltern der Eduard-Spranger-Schule so nicht akzeptabel. Dass die Grund- und Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten ein eigenes Schulgebäude haben, ist für Sie eine Selbstverständlichkeit. Auch die Kinder mit einer Behinderung haben Anspruch auf ein eigenständiges Schulgebäude, in dem sie optimal ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden können. Doch der jetzige Zustand der Eduard-Spranger-Schule ist unzumutbar und auch Ihnen schon seit Jahren bekannt.
Die Klassenzimmer sind extrem klein, die sanitären Anlagen sind für eine Sonderschule nicht ausreichend (es fehlen zum Beispiel Duschmöglichkeiten), sie sind darüber hinaus in einem desolaten Zustand. Die Essensausgabe erfolgt in einem Durchgangsraum, und das Essen muss in viel zu kleinen Klassenräumen, serviert an den Schul- beziehungsweise Arbeitstischen, eingenommen werden.
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Jahrelang hat OB Metzger um die beengten Zustände der Eduard-Spranger-Schule gewusst. Das hat ihn nicht bekümmert, er war um eine Ausrede nie verlegen. Unter welchen beengten Umständen Lehrer und Betreuer arbeiten müssen, hat den OB bis jetzt nicht gestört. Die Kinder in der Eduard-Spranger-Schule sind ja nur eine Randgruppe. Mich interessiert es, wie und wo er die Schule umbauen will. Etwa das Stück Rasen, wo nur eine alte, verkommene Rutschbahn steht?
Der Sandkasten ist wenigstens überdacht. Ich habe große Hochachtung vor dem Personal der Eduard-Spranger-Schule, die mit Geduld und Fürsorge trotz der beengten Zustande die Kinder umsorgen. Ich finde die bessere Lösung wäre, den Standort nach Oberderdingen zu verlegen.

Siglinde Böhm
Bissinger Straße 10
75038 Oberderdingen-Flehingen

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Thema Südwesttrasse von der Tagesordnung des Gemeinderats genommen / Bürgerversammlung am 15. März

Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Der Grundsatzbeschluss über den Bau einer Entlastungsstraße im Brettener Südwesten ist in der Gemeinderatssitzung am Dienstag nicht gefasst worden. Eine knappe Mehrheit des Gremiums folgte nach längerer Aussprache dem Antrag der Freien Wähler, den Punkt von der Tagesordnung abzusetzen. Begründung: Es bestehe noch Informationsbedarf im Rat und bei den Bürgern. Vor einer Bürgerversammlung mochte sich das Gremium nicht festlegen. Am Mittwoch, 15. März, wird die Stadtverwaltung ab 19 Uhr in der Stadtparkhalle darlegen, welche Möglichkeiten sie für eine Entlastungsstraße über den Rechberg vom Alexanderplatz bis zur B 294 sieht.
In Erwartung der Diskussion über diese Trasse war eine stattliche Zahl von Bürgern zu der Sitzung gekommen. Die Zahl der Sitzplätze reichte nicht aus, etliche verfolgten die Aussprache im Stehen. Bereits in der Bürgerfragestunde vor Eintritt in die Tagesordnung ging es durchweg um dieses Thema. weiter lesen –>

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Auf Zeit gespielt

BNN Februar 23, 2006 | 1 Kommentar

So ganz unerwartet kommt der Protest gegen die Straßenbaupläne der Stadtverwaltung ja nicht. Logisch, dass Menschen, die in einem vom Verkehr kaum berührten, bevorzugten Wohngebiet zu Hause sind, auf die Barrikaden gehen, wenn sie ihre Ruhe gefährdet sehen. Die Gründung einer Bürgerinitiative, wie sie bereits angekündigt worden ist, folgt auf solche Pläne so sicher wie das Amen in der Kirche.
Abzusehen war auch, dass es Bürger gibt, die aus grundsätzlichen Erwägungen einem solchen Bauvorhaben kritisch gegenüberstehen: Neue Straßen ziehen neuen Verkehr an, machen es den Lastwagenlenkern noch leichter, sich um die Autobahnmaut zu drücken. Und natürlich bedeutet der Bau einer solchen Straße auch einen Eingriff in Natur und Landschaftsbild, der manchen Bürgern nicht vertretbar erscheint.
Obwohl die Idee einer Südwestspange schon seit Jahren im Gespräch ist, erhoben sich bis vor kurzem nur vereinzelte Stimmen gegen das Projekt. Auch im Gemeinderat herrschte weitgehend Einigkeit. Immerhin nahm das Gremium eine solche Umfahrung Brettens in den Generalverkehrsplan und in den Flächennutzungsplan auf. Lediglich aus den Reihen der Grünen waren schon vorher Bedenken dagegen zu vernehmen.
Nachdem nun aber betroffene Bürger lauthals ihrem Unmut über das Projekt Luft machen, schreckt der Gemeinderat zurück. Man müsse erst die Bürger informieren, bevor man einen Grundsatzbeschluss fasst, war die Mehrheitsmeinung am Dienstag. Nur: um zusätzliche Information für Räte und Bürger ging es hier doch gar nicht. Der Brettener Gemeinderat wollte vor allem Zeit gewinnen, wollte sich an diesem Abend den Zorn der auf den Zuhörerplätzen versammelten Betroffenen ersparen.
Fragt sich nur, ob er damit auch auf Verständnis beim großen Rest der Brettener hoffen kann. Denn die erleben tagtäglich die Verkehrsflut vor ihren Häusern oder am Steuer ihrer im Stau stehenden Autos. Irgendwann wird der Gemeinderat Farbe bekennen und sich für die einen oder die anderen entscheiden müssen.

Rudolf Baier

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Bretten (BNN). Auf ein im November letzten Jahres verfasstes Schreiben von Oberbürgermeister Metzger zu verschiedenen Verkehrsthemen hat das Innenministerium jetzt mitgeteilt, dass den Verkehrsverlagerungen durch Mautflüchtige mit verkehrsrechtlichen Maßnahmen begegnet werden soll. Das teilte gestern die Stadtverwaltung mit.
Verwiesen wird auf ein Gespräch mit den entlang der Achse Stuttgart – Mühlacker – Bretten – Bruchsal betroffenen Landkreisen, Städten und Gemeinden im Dezember. Dabei wurde eine Maut für Bundesstraßen einhellig abgelehnt und anstelle dessen ein Nachtfahrverbot für den Durchfahrverkehr für Fahrzeuge ab 12 Tonnen favorisiert.
Der von OB Metzger erhobenen Forderung auf Wiederaufnahme der Planung für den vierspurigen Ausbau der B 35 im Bereich Bretten steht nach Aussage des Innenministeriums entgegen, dass dieses Projekt im Bedarfsplan des Bundes nur als „im weiteren Bedarf“ eingestellt worden ist. Da Planungen von Bundesfernstraßen aus dem Landeshaushalt finanziert werden müssen und die dafür zur Verfügung stehenden Mittel noch nicht einmal ausreichen, um alle Projekte des vordringlichen Bedarfs planen zu lassen, könne dieses Vorhaben nicht angegangen werden.
Metzgers Forderung, wenigstens Lärmschutzmaßnahmen an der bestehenden B 35 zu realisieren, werde insoweit nachgekommen, als das Regierungspräsidium Karlsruhe den Auftrag erhalten habe, Möglichkeiten der Lärmsanierung zu untersuchen.

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Gut 150 Interessierte kamen zu einer Informationsveranstaltung der Grünen über den Verlauf der Trasse

Von unserem Mitarbeiter Arnd Waidelich
Bretten. Auf riesiges Interesse in der Bevölkerung stößt die geplante Umgehung „Bretten- West“, über die heute Abend der Gemeinderat abstimmen wird. Die Grünen wurden von diesem Interesse geradezu überrollt. Der Spaziergang entlang der von OB Paul Metzger vorgelegten Trasse wurde geradezu zur Volkswanderung: An die 150 Interessierte mögen es gewesen sein, die sich am Sonntagnachmittag zusammen mit den Vertretern der Öko-Partei von den Stadtwerken aus auf den Weg machten, den Vorschlag zu erkunden, den die Verwaltung dem Gemeinderat heute zur Entscheidung vorgelegt hat.
Selbst aus Gondelsheim waren Mitglieder des Bürgervereins gekommen. Ihre Befürchtung: „Die Ausgleichsflächen dafür werden wohl nur in Gondelsheim zu finden sein.“ Otto Mansdörfer, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat, war überwältigt angesichts des Zustroms. „So viele Besucher hatten wir noch nie bei einer unserer Veranstaltungen“, freute er sich über das Interesse.
Einerseits erfreulich für die Grünen, erwies sich die große Zahl der Mitwanderer andererseits schnell als Problem: Der Verkehr nämlich, dessentwegen so viele gekommen waren, wurde schnell selbst für diese Veranstaltung zum Hindernis. So sehr sich die Zuhörer auch um Otto Mansdörfer drängten, um seine Ausführungen zu den neuralgischen Punkten zu verstehen – gerade die Zuhörer an den Randbereichen konnten wegen des Verkehrslärms oft nichts verstehen. Da resignierte so mancher und zog auf eigene Faust weiter. weiter lesen –>

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Beitrag zur Gemeinderatssitzung vom 21. Februar 2006 (Südwest-Trasse)

Zu dieser geplanten Trasse lässt sich sicherlich sehr viel sagen, die für mich wichtigsten Punkte möchte ich hier in Worte fassen:

1. Diese Strasse soll konzipiert sein als innerörtliche Erschließungsstrasse, die die Innenstadt entlastet.
Tatsächlich hat sie für mich aber den Charakter einer Umgehungsstrasse – einer „Maut-Spar-Strecke“. So kann man das deutlich aus den Unterlagen und Plänen herauslesen.
Das heißt im Klartext: 1 querstehender LKW in Karlsruhe und wir haben den Schwerlastverkehr – dicht an dicht – hier auf dieser Strecke.
Ich frage mich, ob die Kommunen, ob wir in Bretten denn zuständig sind für die Mautpreller des Bundes?
Interessierte Bürger wünschen uns dort am Westrand Brettens jedenfalls jetzt schon viel Spaß beim LKW-Zählen.
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Von Henning Maak

Überquellende Abfalleimer, Müllberge auf der Straße, verzweifelte Mütter vor verschlossenen Kindergärten – alles das gibt es in Bretten nicht. Während in weiten Teilen Baden-Württembergs im öffentlichen Dienst für den Erhalt der 38-Stunden-Woche gestreikt wird, arbeiten die Beschäftigten in der Großen Kreisstadt seit dem 1. Januar dieses Jahres freiwillig 40 Stunden. Oberbürgermeister Paul Metzger (CDU) spricht von einer Oase des Glücks für seine 28 000 Einwohner. Er hat seine Beschäftigten von der freiwilligen Mehrarbeit überzeugt.

Im November warb der 62-Jährige in einem Brief an seine 266 Mitarbeiter für die freiwillige Mehrarbeit. Im Einvernehmen mit dem Personalrat wurde beschlossen, dass jeder Einzelne für sich entscheiden solle, ob er zu einer 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich bereit wäre. Fast 95 Prozent der Mitarbeiter unterschrieben eine Erklärung, bis zum Abschluss eines neuen Tarifvertrages die unentgeltliche Mehrarbeit leisten zu wollen.
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BRETTEN – Überquellende Abfalleimer, Mullberge auf der Straße, verzweifelte Mütter vor verschlossenen Kindergärten – alles das gibt es in Bretten (Kreis Karlsruhe) nicht Hrer wird freiwillig 40 Stunden in der Woche gearbeitet.
Von dpa-Mitarbeiter Henning Maak
In weiten Teilen von Baden-Württemberg wird im öffentlichen Dienstfürden Erhalt der 38-Stunden-Woche gestreikt wird. Doch in Bretten arbeiten die Beschäftigten in der Großen Kreisstadt seit dem 1 Januar dieses Jahres freiwillig 40 Stunden. Oberbürgermeister Paul Metzger (CDU) spricht von einer „Oase des Glücks” für seine 28 000 Einwohner.
Er hat seine Beschäftigten von der freiwilligen Mehrarbeit überzeugen können.
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Zum Artikel „Von der neuen Trasse wird die Innenstadt profitieren“ (BNN vom 17. Februar) erreichte uns diese Leserzuschrift:
Es ist doch immer wieder interessant, wie in Bretten versucht wird, Verkehrsprobleme zu lösen, die es gar nicht gäbe. Hätte unser Rathaus vor langer Zeit (mehr als 20 Jahre!) doch mehr Weitsicht walten lassen – als ich Vorschläge zu einer künftigen, weiträumigen Umfahrung Brettens erläutert habe.
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