Bretten

Metzger setzt auf Erweiterung der Eduard – Spranger – Schule in Gölshausen:
Bretten. (gm) „Ich setze mein Vertrauen in den Landrat, dass er gewichtet und prüft und bei der Entscheidung pädagogische, aber auch finanzielle Aspekte gewichtet”. Trotz dieser konzilianten Aussage verheimlicht Oberbürgermeister Paul Metzger nicht seine Unzufriedenheit darüber, dass es bei aller Bewegung, die offenbar in der Diskussion ist, nicht so recht vorangeht mit den Neu – oder Erweiterungsplanungen für die in der Trägerschaft des Kreises stehende Eduard – Spranger – Schule in Gölshausen. Der Schwarze Peter wird mittlerweile nicht nur von Elternseite der Stadt zugeschoben, auch im Sulzfelder Amtsblatt vertritt Bürgermeister Eberhard Roth eine ähnliche Meinung unter dem Tenor: Bretten verhindert Schule in Oberderdingen. Metzger mag das so nicht stehen lassen: „Das lasse ich mir nicht vorhalten. Hier geht es nicht um Nachbarschaftsstreit, hier geht es vorrangig darum, die beste Lösung für die Kinder zu finden – die nebenbei dem Kreis auch noch Geld spart”.
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Bretten. (gm) Blockiert haben die Einwendungen aus ganz Deutschland und dem Ausland die zügige Abwicklung der Erweiterung des Industriegebietes Gölshausen. „Ich weiß momentan nicht, wie es mit dem Rüdtwald weiter geht”, beantwortete OB Metzger eine Anfrage aus dem Gemeinderat. „Vor Oktober/November werden keine Bäume gefällt – dadurch sind uns möglicherweise Fristen davon gelaufen”. Auch ob die Firma, die mit 200 Arbeitsplätzen nach Bretten kommen will, an ihrem Plan festhält, oder sich an anders orientiert, ist noch nicht völlig klar: „Wir gehen davon aus, dass wir nach wie vor darum kämpfen, aber eher Schwierigkeiten haben, diesen Betrieb in Bretten zu platzieren”.

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Baugebiet Steiner Pfad war Anlass zu Diskussion über Ausgleichsmaßnahmen:

Bretten. (gm) Deutliches Unverständnis zeigte Oberbürgermeister Paul Metzger am Dienstagabend über bürokratisch orientierte und reglementierte Forderungen nach Ausgleichsmaßnahmen, in die Bemühungen der Stadt, insbesondere bei der Entsiegelung von Flächen und der Entsorgung von Altlasten überhaupt nicht, oder nur ungenügend einbezogen werden können. Metzger sprach von „mitunter maßlos werdenden Forderungen” und übte in diesem Zusammenhang auch harsche Kritik an der privat im Internet verbreiteten Behauptung, Bretten betreibe einen hohen Landschaftsverbrauch: „Mit diesen Wahnsinnsangaben muss aufgeräumt werden – und ich werde das tun”. Der OB stellte generell die Verluste an landwirtschaftlicher Fläche für Ausgleichsmaßnahmen in Frage. „Streuobstwiesen müssen gepflegt werden – sonst machen sie keinen Sinn und sind nach einigen Jahren verschwunden. Eine Verpflichtung zur Erhaltung der umgewandelten Fläche besteht aber nicht. Unsere Forderung ist: Wir unterhalten vorhandene Streuobstflächen und nehmen der Landwirtschaft dafür nichts weg”.
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Vorwiegend Einfamilienhäuser im neuen Viertel „Steiner Pfad“ im Brettener Süden

Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Gut ein Jahr wird es noch dauern, dann sollen die ersten Häuser in Brettens neuem Baugebiet „Steiner Pfad“ aus dem Boden wachsen. Nachdem der Gemeinderat am Dienstag die Satzung für den ersten Abschnitt des auf insgesamt etwa 1 000 Einwohner angelegten neuen Wohnviertels im Brettener Süden beschlossen hat, soll noch in der ersten Hälfte dieses Jahres mit der Erschließung begonnen werden. Die Arbeiten für die Eisenbahnunterführung der Haupterschließungsstraße laufen bereits (wir berichteten). Auf etwa 150 Grundstücken sollen im ersten Abschnitt des Gebiets rund 200 Wohneinheiten entstehen, die meisten in Einzelhäusern, aber auch einige Doppel- und Reihenhäuser. Rechnerisch sollen hier 473 Einwohner ein Zuhause finden.
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Waldzustandsbericht zeichnet ein düsteres Bild / Blattfressende Insekten setzen den Eichen zu

Von unserer Mitarbeiterin Claudia Kemmer
Berlin. Für den deutschen Wald gibt es keine Entwarnung: Trotz günstiger Witterungsbedingungen 2005 ist weiterhin ein Drittel aller Laub- und Nadelbäume geschädigt, wie aus dem gestern veröffentlichten Waldzustandsbericht der Bundesregierung hervorgeht. Besonders schlecht steht es um die Eiche. Mehr als die Hälfte aller Eichen haben inzwischen deutlich gelichtete Kronen. Umwelt- und Naturschutzverbände forderten die Regierung angesichts der alarmierenden Ergebnisse zum Handeln auf.
Der Anteil der Bäume mit deutlich gelichteten Kronen ging zwar 2005 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte zurück, doch liegt er immer noch bei 29 Prozent. Der Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Peter Paziorek, nannte den Gesundheitszustand des Waldes Besorgnis erregend. Bei der Bewertung müsse nämlich berücksichtigt werden, dass 2004 als Folge des Trockenjahres 2003 ein Höchstmaß an Schäden verzeichnet worden war.
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Neujahrstreffen der Brettener Bündnisgrünen auch im Zeichen der Landtagswahl
Bretten (wod). Rüdtwald-Abholzung, die Vision eines autofreien Marktplatzes, Südwestumfahrung Brettens, Stärkung des Ehrenamts und der Öffentliche Personennahverkehr: Das sind die zentralen Themen, die Otto Mansdörfer, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Brettener Gemeinderat, beim gestrigen Neujahrstreffen des Brettener Grünen-Ortsverbands vor knapp 50 Gästen im DRK-Haus anriss. Vorgestellt haben sich und ihre Ziele die beiden Landtagskandidatinnen für die Wahlkreise Bretten und Bruchsal, Angelika Sell-Kamuf und Gabriele Aumann.
Akzeptiert hätten die Grünen die gegen ihren Willen getroffene demokratische Mehrheitsentscheidung, das Industriegebiet Gölshausen um den Rüdtwald zu ergänzen – auch wenn man sich Gewerbeentwicklung als Aufgabe des Mittelbereichs vorstelle. Mansdörfer schloss eine Wiederholung des „Rüdtwald“-Problems aus. Erfreulich sei, dass der Schulsport mit den beiden neuen Hallen im Grüner so günstige Bedingungen habe wie noch nie zuvor – und das ohne Neuverschuldung.
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min. Die Blätter der Bäume nehmen Kohlendioxid aus Autoabgasen auf, spalten Kohlenstoff ab und geben Sauerstoff an die Luft ab. Eine 300-jährige Eiche hat 190 Quadratmeter Kronenfläche und ein Kronenvolumen von 2 000 Kubikmetern. Ihre Blätter erzeugen so viel Sauerstoff, wie zehn Menschen ein ganzes Jahr zum Leben brauchen. Um die gleiche Sauerstoffmenge zu produzieren, sind 2 700 achtjährige Jungbäume nötig.

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KOMMUNEN / BRETTENER BÜRGERINITIATIVE RUFT IM INTERNET ZU PROTESTAKTIONEN AUF
Springfrösche sollen expandierenden Firmen weichen
Einsprüche aus dem In- und Ausland verhindern ein neues Industriegebiet bei Bretten. 22 Hektar Wald müssten gerodet werden. Investoren stehen bereit.
Metzger vergeht das Lachen
OB Metzger vergeht das Lachen. Umweltschützer wollen ein Industriegebiet verhindern.

Wenn der Schutz von Springfröschen wichtiger ist als neue Arbeitsplätze, dann ist eine solche Einstellung für Paul Metzger “menschenverachtend”. Der CDU-Oberbürgermeister von Bretten (Kreis Karlsruhe) ärgert sich über Gegner eines neuen Industriegebietes, für das 22 Hektar Wald abgeholzt werden müssten. Eine örtliche Initiative rief im Internet zum Widerstand gegen den Kahlschlag auf, der “eine beispiellose und sinnlose Naturzerstörung” darstelle.

“Hunderte von Einwendungen aus ganz Deutschland von Flensburg bis Garmisch und Saarbrücken, bis Görlitz und sogar Wien füllen meterweise die Aktenschränke und müssen bearbeitet werden”, schimpfte Metzger über die gut organisierte Opposition.
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Nachdem wir die Pressemeldungen zur Finanzlage im Rückblick 2003 noch kommentiert hatten, erübrigte sich dies für das Jahr 2004 und auch für 2005 : Allein die Überschriften der Artikel ergeben ein klares Bild der “Brettener Finanzlage”. –> weiter lesen

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Bürgermeister fordern Hilfen
Von unserem Redaktionsmitglied
Ulrich Schweizer

Oberderdingen. Wenn demnächst der Haushalt des Landkreises Karlsruhe verabschiedet wird, stellt sich auch wieder die Frage der Ausgleichsfunktion des Landkreises. Einst dafür gedacht, die unterschiedlichen Strukturen im Landkreis aneinander anzupassen, wurde dieses Instrument in Zeiten leerer Kassen immer stumpfer. Der Bau der Stadtbahn in den Kraichgau war noch eine der großen Investitionsmaßnahmen, um die ländlichen Gebiete an die Zentren anzuschließen, doch derartige Investitionen gehören der Vergangenheit an.
Ein Punkt den auch die Bürgermeister aus dem Hügelland beklagen. So monierte Kürnbachs Bürgermeister Karl-Heinz Hauser in einer Gesprächsrunde in Oberderdingen vor kurzem, dass die ,,Ausgleichsfunktion des Landkreises nicht mehr gewahrt“ sei. Die Sicherung der infrastrukturellen Grundversorgung müsse aber gewährleistet sein, da sonst immer mehr Kaufkraft abfließe. Auch der Brettener OB bemängelte, dass trotz der hohen Kreisumlage, die seine Stadt bezahlt, die Ausgleichsfunktion ,,auf der Strecke“ bleibe.
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