Bretten (BNN). Die sukzessive Neustrukturierung und Verschlankung der Stadtverwaltung Bretten wird 2006 fortgesetzt. Wie die Verwaltung mitteilt, soll mit Wirkung zum 1. Januar die stadteigene Kommunalbau GmbH dem Geschäftskreis von Oberbürgermeister Paul Metzger (Dezernat I) zugeordnet; er ist damit wieder Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kommunalbau GmbH.
Weiter wird im Dezernat I der Baubetriebshof in das neue Amt „Technik und Umwelt” integriert. Das Sachgebiet „Tiefbau” wird mit dem Amt „Baubetriebshof” zum neuen Sachgebiet „Tiefbau/Technische Dienste” verschmolzen und hat seinen Sitz im Baubetriebshof. Sachgebietsleiter wird Walter Gruber.
Die Aufgaben Kultur, Wissenschaft, Bildung und Vereinsförderung werden im Dezernat II von Bürgermeister Willi Leonhardt gebündelt. Das neue Amt „Kultur und Bildung” unter der Leitung von Siegfried Flohr gliedert sich in die Sachgebiete Zentrale Kulturaufgaben, Erziehung und Schulen, Volkshochschule, Sport/Vereinsförderung/Städtepartnerschaften sowie Wissenschaft und Forschung mit Europäischer Melanchthonakademie und Europäischem Studienzentrum der USQ.
Mit der Neustrukturierung werden bisher selbstständige Ämter aufgelöst und Dienststellen näher zusammengebracht, zwischen deren Aufgaben enge wechselseitige Verbindungen bestehen. Dadurch, heißt es weiter, würden finanziell effektivere Strukturen geschaffen.

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Zum Löschen gerast und im Stau gestanden / Die Mühlen der Bürokratie
Das heißeste Jahr seit langem im Raum Bretten – nicht gerade im meteorologischen Sinne, wohl aber, was die Löscheinsatze der Feuerwehren anbetrifft. Lodernde Flammen, schwarze Rauchsäulen: 2005 war das Jahr der Großbrände. Der ärgste tobte am Ostersamstag in der Brettener Großsporthalle im Grüner. 250 Feuerwehrleute konnten nicht verhindern, dass davon am Ende nur ein Trümmerfeld übrig blieb. Vier Wochen später der nächste Großbrand: Das Dach des Knittinger Steinhauses stand in hellen Flammen. Hier konnte die Wehr zwar ein Übergreifen auf die unteren Etagen verhindern. Dafür richtete dort das Löschwasser schlimmen Schaden an. Im August brannte eine Schreinerei in Oberderdingen nieder, im September stand ein galvanischer Betrieb m Zaisenhausen in Flammen. Doch Menschen kamen in keinem dieser Falle zu ernstem Schaden.
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Zur Entwicklung im Rinklinger Tal äußert sich diese Leserin:
Bei einer abendlichen Fahrt nach Rinklingen durfte ich erstaunt eine Änderung des Ortsnamens feststellen: Die grellgelbe Leuchtreklame an den Fünfbrücken wies mir den Weg nach „Deurer-Dorf “.
Angesichts des üblen Gestanks, welchen der neue Namensgeber produziert, wäre der Name „Stinklingen” wohl treffender. Verwunderlich erscheint, dass sich in den umliegenden Wohngebieten kein Protest gegen den immerwährenden Tierkadaver-Gestank regt. Allein die betäubende Wirkung der weißen Rauchschwaden kann diese Ohnmacht erklären.
Damit nicht genug: Die Anzahl der „fliegenden Bauten” im Rinklinger Tal wird beständig größer. Deshalb zitiere ich meinen Großvater, den Brettener Ehrenbürger Otto Bickel: „Der Deurer verschandelt das Rinklinger Tal!” Wer könnte dem widersprechen?

Henrike Vincon
Ortelsburger Straße 9
Bretten

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Interview mit Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger
Bretten. (gm)

Die schwierige Haushaltslage lässt der Stadt wenig Spielraum für neue Planungen. Was muss unterbleiben, was hat Vorrang?
Vorrang hat wie bisher auch, was der Zukunftssicherung dient: Also Schule, Bildung, Ausbildung einerseits, andererseits die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Die beiden großen Themen bedingen sich gegenseitig: Eine gute Ausbildung ist Voraussetzung um Arbeit zu bekommen und viele, stabile Arbeitsplätze sind die Voraussetzung für gute Steuerzahler – im Gewerbe wie bei der Einkommenssteuer. Zu unterbleiben hat alles, was für ein lebenswertes Gemeinwesen nicht zwingend nötig ist!

Und was stünde auf dem Wunschzettel, wenn man mehr Möglichkeiten hätte?
,,Wünsche sind zollfrei“, heißt es – aber nicht zum Nulltarif zu erhalten. Meine Wünsche für eine Verbesserung der Lage unserer Stadt sind gar nicht so stark finanzorientiert Natürlich wünsche ich mir z.B., dass der Bund genügend Geld zur Verfügung stellt, damit wir zur Entlastung der Innenstadt und der Wilhelmstraße eine Südwest-Umfahrung erhalten und der Alexanderplatz nicht – wie jetzt mit vielen Behinderungen geschehen – nur eine provisorische Ertüchtigung erhält. Aber mindestens so wichtig wären in meinen Augen, der Abbau von bürokratischen Hemmnissen, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht oder mehr Gemeinsinn als Egoismus. Leider gibt es in unserer Gesellschaft zu viele Negativbeispiele – auch in der Politik.

Und da macht es Spaß, die Bürokraten gelegentlich auszutricksen? weiter lesen –>

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Von Thomas Senger
Die Giganten blasen zur Frühjahrsoffensive im Kraichgau: Ende April werden H&M und C&A in Sinsheim neue Filialen eröffnen. Ein Erdbeben auch für die Nachbarstädte Bad Rappenau und Eppingen?

Gelassen zeigt sich Frank Bauer, Inhaber eines Bekleidungsgeschäfts in der Bad Rappenauer Fußgängerzone. „Einerseits sind sind C&A und H&M die aggressivsten und innovativsten Mitbewerber im Kleiderbereich“, weiß Bauer. Andererseits? „In Sinsheim werden ja keine neuen Flächen geschaffen“, verweist er auf die Pachtverträge. Wie berichtet, wird die Hütter-Gruppe – sie betreibt in Sinsheim das gleichnamige Kaufhaus – Flächen an die Filialisten vermieten: 1100 Quadratmeter an H & M, die das Unternehmen im bisherigen Kaufhaus Dannheimer bezieht. Dieses war bislang von Hütter an Dannheimer vermietet.

1400 Quadratmeter wird C & A im Erdgeschoss des jetzigen Marktplatz-Centers belegen. „Wenn Hütter seine Flächen preis gibt, dann hat er den Kampf aufgegeben“, vermutet Bauer, der Ähnliches nicht im Sinne hat. „Die beiden Großen bedienen jeweils ihr eigenes Nischensegment; die haben quasi nur sich selbst als Handelsmarke.“ Somit könne er keine Bedrohung für sein Geschäft erkennen. Schließlich verkaufe er in Rappenau nur Markenware. Anders, als H & M am Montag bekannt gegeben hatte, wird das Unternehmen laut Pressemitteilung vom Mittwoch in Sinsheim keine Herrenmode anbieten, sondern lediglich Damen- und Kinderbekleidung im Sortiment haben.
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Bretten fördert Martin Baumgartner – Drei Studenten

Pfarrkirchen (red). Drei Studenten hat das Studienzentrum Pfarrkirchen der University of Southern Queensland (USQ) derzeit. Einer von ihnen ist Martin Baumgartner, und der hat jetzt als erster ein Stipendium bekommen.
Der angehende Bachelor of Information Technology begann sein Fernstudium an der USQ im Sommer 2004 im damals neuen Studienzentrum Pfarrkirchen. Für seine durchgehend sehr guten Studienleistungen wurde ihm nun vom bereits seit 1998 bestehenden USQ-Study-Center in Bretten bei Karlsruhe ein Stipendium überreicht.
Martin Baumgartner ist Fachinformatiker in Pfarrkirchen und studiert berufsbegleitend, um sich weiter zu bilden und beruflich voran zu kommen. Derzeit ist er im fünften Studiensemester und belegt pro Semester zwei Fächer (units). Für einen Bachelor-Titel sind 24 units zu absolvieren. Da an der USQ drei volle Semester pro Jahr zur Verfügung stehen, hat Baumgartner bis zum kommenden Sommer voraussichtlich die Hälfte seines Studiums geschafft.

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Ralf Steinert

ENZKREIS. Das Landratsamt und die Kommunen im Enzkreis werden nahezu tatenlos den Mautausweichverkehr in der Region verfolgen. Das geplante Nachtdurchfahrtsverbot auf den Bundesstraßen zwischen Pforzheim-Nord und Neulingen-Bauschlott sowie zwischen Bretten und Mühlacker wird zwar im nächsten Jahr kommen.

Doch der Ausweichverkehr droht sich noch mehr ins untere Verkehrsnetz zu verlagern – auf die Landes- und Kreisstraßen in der Region. Speditionen sind dank Telekommunikationstechnik und Satellitenortung in der Lage, ihre Laster um jede Stockung auf der Autobahn zum Ziel zu führen – notfalls über die Dörfer. Zudem verlangen Firmen von den Transportunternehmen zunehmend die Anlieferung „just in time“ – zu einer genau vorgegebenen Zeit.
Wenn Anfang Januar in Leonberg Bauarbeiter mit dem Ausbau der A 8 Richtung Heimsheim beginnen, sind Staus programmiert. Die Kapitäne der Landstraße kennen freilich genug Wege, um über die Dörfer nach Stuttgart zu kommen. Den Kreisen und Gemeinden bleibt die Zuschauerrolle.
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Bedarf der Bürger an Brennholz kann weiterhin befriedigt werden / Förster sprachen im Gemeinderat
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Nach dem am Dienstag vom Gemeinderat beschlossenen Hiebsplan für den Brettener Wald werden im Forstwirtschaftsjahr 2006 rund 16 000 Festmeter Holz eingeschlagen. Sollte die Körperschaf tsforstdirektion der Umwandlung eines Teil des Rüdtwaldes in ein Gewerbegebiet zustimmen, kommen weitere 2 000 Festmeter dazu. Der zehnjährige Forsteinrichtungsplan, der seit 1998 gilt, sieht einen durchschnittlichen Einschlag von 15 500 Festmetem pro Jahr vor. Tatsächlich sind in den vergangenen acht Jahren durchschnittlich 18 200 Festmeter geerntet worden – vor allem deswegen, weil durch Sturm und Käfer zusätzliches Holz angefallen ist. Aufs Durchforsten kann aber trotzdem nicht verzichtet werden, erfuhr der Gemeinderat aus dem Mund der Forst-Fachleute am Dienstagabend. Denn um Holz von guter Qualität zu erzeugen, müssen Jungbestände durchforstet werden.
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Zu den Artikeln ,,Die Axt im Rathaus“ und ,,Flächenverbrauch“ vom 21. November 2005:

,,Unter anderem hat Oberbürgermeister Metzger in diesem Artikel in Verbindung mit der Waldabholzung folgende Aussage getroffen: ,Was glauben Sie, wie groß das Geschrei in der Stadt ist, wenn ich Gelder für eine Ganztagesschule streichen muss…’
Hervorzuheben ist, dass es sich bei einer Ganztagesschule [...] um eine Pflichtaufgabe der Stadt handelt. Im völligen Gegensatz zu dieser Aussage leistet sich die Stadt Bretten eine Beteiligung in Form einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung an einer Privatuniversität. Es ist die University of Southern Queensland.
[...] Weniger gut [als die Privatuniversität] steht die Stadt Bretten da. Sie hat am Studienzentrum eine Beteiligung von 37,5 Prozent. Herr Metzger ist stolz darauf das alles ohne Gelder des Landes aufgebaut zu haben. Ohne Gelder des Landes ist richtig — für eine derartige Beteiligung gibt es ohnehin kein Geld vom Land, [...] jedoch mit Geldern der ohnehin hoch verschuldeten Stadt Bretten. [...] Für die kommunale Finanzpolitik ist es ein Desaster. Außerdem ist die Beteiligung der Stadt Bretten am Studienzentrum [...] keine Pflichtaufgabe.“

Franz Cizerle Bürgerarbeitskreis Bretten

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Zu den Artikeln ,,Die Axt im Rathaus“ und ,,Flächenverbrauch“ vom 21. November 2005:

Oberbürgermeister Metzger war es nur deshalb möglich, “44 Hektar Industriebrache zu reaktivieren”, weil zuvor die Betriebe auf die Grüne Wiese umgesiedelt wurden. Dies steht auch im Gegensatz zum Bericht “Flächenverbrauch”. Bretten hat im letzten Jahrzehnt 160 Hektar Naturfläche für Siedlungs- und Gewerbeflächen beansprucht. Es ist daher unverständlich, dass Bretten im Vergleich zu anderen Städten im Land “am unteren Ende der Skala” liegen soll und dafür “von der Landesregierung ausgezeichnet wurde”.

Gerhard Dittes Bretten

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    Informiert die Stadtverwaltung Bretten ihre Bürger ausreichend über geplante Projekte?

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