Rastatt/Berlin (lsw) – Die Stadt Rastatt ist vorbildlich im Energiesparen. Nach einer Mitteilung der Deutschen Umwelthilfe, wurde die Kommune beim Wettbewerb “Energiesparkommune” in der Teilnehmerklasse zwischen 20 000 und 100 000 Einwohnern ausgezeichnet. Die Stadt reduzierte zwischen 1998 und 2003 den Energieverbrauch der kommunalen Liegenschaften um 21,4 Prozent. Sieger aller 77 teilnehmenden Kommunen war die Stadt München.

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Zum Artikel „Eltern sehen höheren Bedarf an Ganztagsbetreuung” vom 23. Juni:
Die Berichterstattung lässt den Eindruck entstehen, als gäbe es in der Betreuung von Kindern in unserer Stadt erhebliche Lücken vor allem in der Ganztagesbetreuung. Das Gegenteil widerspiegelt die Praxis.
Die Stadt fördert seit vielen Jahren -unterstützt durch eine bunte Trägervielfalt – unterschiedliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum schulreifen Alter. Dies wurde auch in der „Trägersitzung”, in der es auch um die Aktualisierung des örtlichen Kindergartenbedarfsplanes ging, eindrucksvoll bestätigt. Vorgetragene Wünsche ließen erkennen, dass die Betreuung der Kinder unter drei Jahren inzwischen ein weiterer Schwerpunkt in der Kleinkindpädagogik darstellt. Diese seit vielen Jahren veränderte Bedarfssituation führte in der Vergangenheit, aber auch ganz aktuell trägerübergreifend zu neuen Betreuungsangeboten, um praktische Antworten auf gesellschaftspolitische Fragen unserer Zeit zu geben.
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Mit der Abfallproblematik in Bretten setzt sich dieser Leser auseinander:
Seit in der letzten Woche das Einsammeln des Sperrmülls abgeschlossen ist, türmen sich in der Anne-Frank-Straße in Bretten die Abfälle am Straßenrand. Das Problem besteht darin, dass in der Anne-Frank-Straße die Grundstücke der Anwohner beziehungsweise der Wohneinheiten nicht direkt an die Straße grenzen, sondern durch einen Fußweg und einen Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt sind.
Wenn nun eine Sperrmüllentsorgung stattfindet, wird der Sperrmüll an der Fahrbahn deponiert und kann entsorgt werden. Manche Anwohner deponieren auch versehentlich oder absichtlich Materialien, die nicht unter Sperrmüll fallen (Kartonagen, Styropor und anderes), am Straßenrand. Da diese Materialien nicht entsorgt werden und sich anscheinend keiner der Anwohner mehr für seinen Müll verantwortlich fühlt, bleibt dieser an der Straße liegen, bis die Stadt Bretten ihrerseits den Müll entsorgen muss.
Mein Appell an die Anwohner der Anne-Frank-Straße lautet: Bitte lesen Sie im Müllkalender nach, welche Materialien als Sperrmüll entsorgt werden können oder sammeln Sie den nicht entsorgten Müll auch wieder ein, denn es ist nicht die Aufgabe der Stadt, den Müll aufzuräumen, den die Einwohner überflüssigerweise auf die Straße stapeln. Außerdem ist es möglich, die genannten Müllsorten in der grünen Wertstofftonne zu entsorgen.
Es braucht sich sonst niemand zu wundern, wenn die Kupferhälde als Wohngebiet keinen guten Ruf hat, wenn sich schon an der Einfahrt der Kupferhälde der Müll an der Straße stapelt. Darüber hinaus ist es im Interesse aller Einwohner der Kupferhälde, wenigstens vor ihrer eigenen Haustüre einigermaßen Ordnung zu halten (ich wohne selbst auch dort).

Daniel Braun
Sophie-Scholl-Straße 15
Bretten

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Bretten (tk). Im Brettener Süden kann das geplante Fachmarktzentrum entstehen: Bei einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen sprach sich der Gemeinderat für die vierte Änderung des Bebauungsplans „St. Johann”, „Gänsbrücke”, „Im Brühl” aus. Mit dem Bau werde freilich „nicht vor September begonnen”, sagte Oberbürgermeister Paul Metzger.
Wie bereits berichtet, soll auf dem früheren Kühler-Schmidt-Areal ein Fachmarktzentrum entstehen. Dagegen hatten sich unter anderem Umlandgemeinden, etwa Sulzfeld und Oberderdingen, ausgesprochen, weil sie Umsatzeinbußen für ihren eigenen Handel befürchteten. Der Gemeinderat wies diese Bedenken zurück und sprach sich für die Planungen aus.

Durch die Realisierung des Fachmarktzentrums werde „nicht nur der Kaufkraft-Abfluss aus der Stadt gestoppt”, erklärte CDU-Sprecher Martin Judt, sondern es werde auch der Brettener Süden baulich aufgewertet. Otto Mansdörfer (Grüne) lobte das neue Zentrum als „Hinwendung der Stadt zu den neuen Strukturwandlungen”. Für SPD-Sprecher Heinz Lang „macht es Sinn”, in diesem Bereich Handel anzusiedeln, „denn die Stadt ist nicht nur Altstadt und Marktplatz”.

Negativ wertete dagegen Frank Altenstetter (Freie Wähler) die Planungen der Stadt: „Ich bin nicht generell gegen ein Fachmarktzentrum, aber gegen eines, dass sich gegen die bestehenden Strukturen der Altstadt richtet.” Leider gebe es dort nur das bestehende innerstädtische Sortiment. Durch die Aufwertung des Brettener Südens werde zudem „eine gewisse Verödung der Innenstadt billigend in Kauf genommen”, kritisierte Altenstetter.

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Bretten (tk). Einstimmig und ohne Diskussionen beschloss der Brettener Gemeinderat den Nachtragshaushalt 2005. Dieser sieht eine Erhöhung der Einnahmen und Ausgaben im Vermögensetat um jeweils 4,22 Millionen auf 14,1 Millionen Euro vor.
Die Notwendigkeit des Nachtragsetats begründete Oberbürgermeister Metzger mit dem im Mai vom Gemeinderat beschlossenen Neubau der Sportstätten im Grüner, für die rund 6,5 Millionen Euro finanziert werden müssen. Diese Summe stelle nach Meinung des Regierungspräsidiums Karlsruhe eine „bedeutende Investition” dar, weshalb ein Nachtragsetat unumgänglich sei.
Nach den Berechnungen der Verwaltung könnte die Gebäude- und Inventarversicherung zwischen 4,7 und 5,2 Millionen Euro erstatten. Weiterhin könnten zwischen 700 000 und einer Million Euro an Mitteln vom Ausgleichsstock des Landes fließen, da es sich um eine „besondere Situation” handele und vom Unterrichtsausfall im Fach Sport auch zahlreiche auswärtige Schüler betroffen seien. Zwischen einer und 1,5 Millionen Euro müssten wahrscheinlich aus den Rücklagen entnommen werden.
Die Sporthalle war am 26. März dieses Jahres bei einem Brand völlig zerstört worden.

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Brettener Gemeinderat billigte Kindergarten-Planung
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Bretten. Für Diskussionsstoff sorgte der Bedarf splan 2005/2006 für die Brettener Kindergärten im Gemeinderat. Dazu trugen vor allem die rund 50 Zuhörer bei, die sich in der Bürgerfragestunde massiv gegen die in diesem Plan genannten Zahlen für den Kindergarten „Haus Regenbogen” wandten: Die Stadt habe dieser Einrichtung, deren Träger der Verein für eine Freie Pädagogik ist, lediglich für 25 Plätze Zuschüsse zugesagt, obwohl dort mittlerweile 35 Kinder (fast alle aus Bretten) betreut würden.
Zahlreiche Fragesteller kritisierten, dass gerade eine Einrichtung, die eine Ganztagsbetreuung anbiete, nicht so stark gefördert werde, wohingegen in anderen Kindergärten nicht alle Plätze besetzt seien. „Ist es der Stadt lieber”, fragte etwa eine nach eigener Aussage allein erziehende Mutter, „dass ich nicht mehr ganztags arbeiten gehen kann und stattdessen lieber daheim bei meinem Kind bleibe und Sozialhilfe beziehe?”. Andere forderten, dass die Stadt auch „Formen alternativer Erziehung” unterstützen solle. Offensichtlich gebe es da einen großen Bedarf, denn allein in Bretten existierten bereits drei Kindergärten, die weder kommunale noch kirchliche Träger hätten.

Zudem gebe es in ganz Bretten keine Einrichtung, die auch Kinder unter drei Jahren ganztags betreue, warf eine Vertreterin des „Haus Regenbogen” der Verwaltung vor. „Auf unserer Warteliste stehen über 40 Kinder”.
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Kindergartenbedarfsplan im Gemeinderat verabschiedet:
Bretten. Kein Zweifel, das Kindergartenangebot in Bretten kann sich sehen lassen – jedenfalls, soweit es den Regelkindergarten mit den traditionsbewussten Öffnungszeiten für Drei – bis Sechsjährige betrifft. Und trotzdem scheint man in der Melanchthonstadt auf dem besten Wege zu sein, eine Entwicklung zu verschlafen und die Realität zu verkennen. Der Kindergartenbedarfsplan, der sich zudem auf Fakten von 2003 beruft, obwohl durch die negativen Veränderung des Arbeitsmarktes für viele Familien neue Notwendigkeiten in Sachen Kinderbetreuung entstanden sind, ist ein nüchternes Zahlenwerk, rechnerisch haushalterisch orientiert und trotzdem nicht stimmig. Dass es menschlich nicht stimmig ist, weil es die zunehmende Notwendigkeit einer hoch qualifizierten Ganztagesbetreuung ab einem Jahr außer Acht lässt, wird auch in der gegenwärtigen prekären Situation der Kommune nicht durch die Tatsache entschuldigt, dass solche Plätze vom Land nicht bezuschusst werden. Eine junge alleinerziehende Mutter führte in der Bürgerfragestunde vor der Gemeinderatssitzung anschaulich vor Augen, vor welcher Alternative sie steht: „Ich brauche den Ganztagskindergartenplatz, weil ich voll berufstätig bin und erst abends nach Hause komme. Ich habe sonst nur die Alternative, meine Anstellung aufzugeben und Sozialhilfe zu beantragen.” Die Frage nach dem Wohl des Kindes erübrigt sich: Soll eine beruflich qualifizierte Frau Hartz IV – Empfängerin werden und damit in eine Lebenssituation geraten, in der auch die Zukunft schon aussichtslos erscheint – Rückwirkungen auf das Kind in sozialer wie psychischer Hinsicht eingeschlossen? Oder soll sie selbst für den Lebensunterhalt sorgen können – und Steuern zahlen?
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Zum Artikel „Neubau im Grüner.. .” vom 16. Juni erreichte uns diese Zuschrift:
Betroffene Hunde bellen, das weiß der Volksmund, aber in manchen Fällen bellen sie zu Recht. Die in den BNN abgedruckten Vergleichszahlen sind pauschalisiert und wären eigentlich erklärungsbedürftig. Es betrifft hier nicht nur eine Dienstleistung, sondern anscheinend auch andere unspezifizierte weitere Kosten der Bestattung.
Wie könnte es auch anders sein, wenn ein Urnengrab-Aushub (dies nur als Beispiel, da alle Gräber betroffen sind) bei der Firma Schick 106,72 Euro gekostet hat, aber eine Zahl von 430 Euro genannt wird. Und wenn man weiß, dass das neue Unternehmen 116 Euro verlangt, die Bestattung aber 165 Euro kosten soll, braucht man keine Nachhilfe in Mathe, sondern nur den gesunden Menschenverstand.
Die genannte Zahl für die Urnenbestattung stimmt so auch nicht, da die meisten Urnenbestattungen am späten Nachmittag oder samstags stattfinden und der neue Unternehmer hier einen 50-prozentigen Aufschlag erheben wird und somit bei den reinen Aushubkosten bei 174 Euro liegt.
Man sollte vielleicht Klarheit schaffen und nicht schöne „Schau-mal-was-haben-wir-gespart-Zahlen in Vorlagen erscheinen lassen, welche zu Fehlinterpretationen führen und beim Leser zu Irritationen führen können. Dieses Phänomen der Samstags- und Spätzuschläge wird gerade unsere katholischen Ortsteile – und zwar bei allen Bestattungsformen -treffen, da dort stets das Seelenamt vor der eigentlichen Beerdigung stattfindet und dadurch jede Beerdigung länger dauert und mit bis zu 160 Euro zusätzlich beaufschlagt wird.
Dass wir bei der Ausschreibung nur an zweiter Stelle liegen ist bitter. Ein Geselle wird nun entlassen, die Gewerbesteuer fließt ab und die anhängige Infastruktur zerfällt.

Ulrich Schick
Kreative Steinbearbeitung
Melanchthonstraße 110-1
Bretten

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Eröffnung des Haltepunkts in Kleinvillars: Letzter Bahnhof an Gleis von Bretten nach Mühlacker fertig
KNITTLINGEN. Als letzter Haltepunkt an der Stadtbahn-Strecke S 9 von Bretten nach Mühlacker ist gestern der Bahnhof in Kleinvillars eingeweiht worden. Etwa 140 Fahrgäste sollen hier täglich in 21 haltende Züge einsteigen.Das war eine Einweihung, bei der sich die Verantwortlichen vor den etwa 500 Zuhörern ungewohnt selbstkritisch gaben.

„Das hat alles viel zu lange gedauert“, kritisierte der Chef des Karlsruher Verkehrsverbundes, Dieter Ludwig, die lange Bauphase für diese Haltepunkte. Außerdem hätten die Bahnhöfe an der Trasse nach Einschätzung von Experten des Verkehrsverbundes aus Karlsruhe und des Verkehrsclubs Deutschland um 40 bis 60 Prozent preisgünstiger erstellt werden können.
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PFORZHEIM/BRETTEN. Alles andere als amüsiert ist man im Regionalverband Nordschwarzwald über die geplante Erweiterung des Industriegebiets im Brettener Stadtteil Gölshausen. Dort sollen 23,5 Hektar zusätzliche Gewerbefläche entstehen, zu knapp 95 Prozent im dortigen “Rüdtwald” gelegen. Während die Stadtverwaltung Bretten offenbar, wie im Planungsausschuss bekannt wurde, die Genehmigung zum Eingriff in den Wald durch die Forstbehörde erhalten hat, wurde das Vorgehen des Brettener Oberbürgermeisters Paul Metzger als “rücksichtslos” bezeichnet.
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