Bretten

Zur jüngsten Arbeitsmarktstatistik aus dem Raum Bretten:
Obwohl sich die Industrie- und Gewerbeflächen nicht verkleinert haben, ist die Arbeitslosenzahl im Raum Bretten gestiegen und außerdem ungünstiger ausgefallen als in der Region Karlsruhe. Zu der Agentur für Arbeit in Bretten gehören auch andere Gemeinden wie Oberderdingen oder Sulzfeld.
Für Schaffung von Arbeitsplätzen braucht man Industrieflächen, hört man ständig aus dem Rathaus. Um der Region Bretten sofort aus der zunehmender Arbeitslosigkeit zu helfen, können umgehend über 20 Hektar Gewerbe- und Industriefläche in Oberderdingen bebaut werden.
Wenn in Bretten die Investoren Schlange stehen, wie ständig behauptet wird, so gibt es nur eine vernünftige Entscheidung: Auf nach Oberderdingen, gleich hinter dem Rüdtwald -jetzt! Der Gemeinderat und der Vorsitzende können das bereits bei der nächsten Sitzung beschließen, um so ein wenig ihre Glaubwürdigkeit zu stärken. Man kann doch eine Region und auch die Arbeitslosen aus Bretten nicht so im Regen stehen lassen – oder?
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Franz Cizerle
Fichteweg 8
Bretten

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Zur geplanten Erweiterung des Gölshäuser Industriegebiets:
Unverständlicherweise war bislang unsere Verwaltung bei ihren Planungen für das neue Industriegebiet im Rüdtwald zu keiner Zeit bereit, zur Frage der Hochwasser-Bedrohung sachbezogen Stellung zu nehmen. Schon jetzt muss vom bisherigen Industriegebiet, das selbst noch nicht ganz überbaut ist, das anfallende Regenwasser zurückgestaut werden, um größere Überflutungen in Gölshausen zu vermeiden. Die bisherige Vorstellung, zirka 40 Prozent des Regenwassers in Richtung Schwarzerdhof/Seebergerbach abzuleiten,ist leider auf Grund der örtlichen Gegebenheit nicht als sachbezogener Beitrag anzusehen. ist auf Grund der örtlichen Gegebenheit nicht möglich, da die Querschnitte der Rohrleitungen sowohl am Seeteich unter der Straße nach Oberderdingen als auch unter der B 35 am Steinbruch viel zu klein dimensioniert sind., um größere Wassermengen durchzuleiten.
Daher wird es notwendig sein, bei Regen,und sei er noch so heftig und lang anhaltend, wegen der fehlenden Abflussmöglichkeiten, sämtliche vom geplanten Industriegebiet anfallenden Wassermassen aufzustauen. Und dies ist sicher sehr kostspielig und schwierig zu bewerkstelligen , ist aber für die Sicherheit der Bevölkerung von Gölshausen unabdingbar.
Als bei der letzten Gemeinderatssitzung Tagespunkt – Änderung des Regionalplans – sowohl der Ortsvorsteher von Gölshausen als auch ein Gemeinderat von den Freien Wählern auf diese Problematik hinweisen wollten, hat Oberbürgermeister Metzger diese beiden von der Bevölkerung gewählten und schließlich ehrenamtlich Tätigen beide in sehr schroffer Weise am Reden gehindert. Auch durch Gebrauch wenig demokratischer Umgangsformen wird sich das Hochwasserproblem auf Dauer nicht verschweigen lassen.
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Matthias Menzel
Nikolaus-Müller-Straße 23
Bretten

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Gemeinde investiert 500 000 Euro in Hochwasserschutz und hofft auf 80 Prozent Zuschuss
Gondelsheim (dia). Dass das Hochwasserrückhaltebecken Lohrgraben schleunigst saniert werden muss, darin ist sich der Gondels-heimer Gemeinderat seit einiger Zeit einig. In der Sitzung am Dienstag hat das Gremium die vorgestellte Planung einstimmig befürwortet. Die Maßnahme wird über drei Haushaltsjahre finanziert. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Arbeiten im Sommer nächsten Jahres beginnen können. Momentan bestehe zwar keine akute Gefährdung für Gondelsheim, „aber wir müssen sanieren”, hatte Bürgermeister Markus Rupp das Gremium auf seine Pflicht eingeschworen, den für einen effektiven Ilochwasserschutz im Ort notwendigen Schritt zu tun.
Rupp erinnerte daran, dass es – trotz des Beckens – bei starken Regenfällen zu Überflutungen gekommen sei, zuletzt im Mai 1996, als die Jöhlinger Straße überschwemmt war. Der Erhalt des vorhandenen Beckens sei dennoch sinnvoll, auch sei es richtig dimensioniert, allerdings sind eine Reihe von Reparaturen und Erweiterungen des Bauwerks nötig, die ein Planer in der Sitzung erläuterte. Rund 500 000 Euro soll die gesamte Maßnahme kosten. Die Verwaltung rechnet aber damit, Zuschüsse von rund 80 Prozent zu erhalten. Etwa 100 000 Euro blieben dann noch an der Gemeinde hängen. Das vorgestellte Gesamtkonzept sei optimal: Mit einem sanierten Becken, das für ein 100-jähriges Hochwasser angelegt ist, und der Verzahnung einzelner Elemente erhalte man die optimale Lösung, erklärte Rupp.

Der Änderung des Regionalplans, die für eine Ausweitung des Brettener Industriegebiets in den Rüdtwald notwendig ist, hat der Gondelsheimer Gemeinderat zugestimmt. Die kommunale Planungshoheit der Stadt Bretten wolle man respektieren, erklärte Rupp. Unstrittig sei auch, dass auch die anderen Gemeinden in diesem Bereich von einer zukunftsorientierten Entwicklung im Mittelzentrum profitierten.
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Gemeinderat in Knittlingen vor der Bewährungsprobe: Anwohner vom Bergfeld befürchten Wertverlust für ihr Wohneigentum
KNITTLINGEN. Mit vielen Bedenken von Anwohnern des „Bergfeld“ wurde der Gemeinderat in Knittlingen konfrontiert. Die Diskussion über die Erweiterung des Steinbruchs der Firma Sämann nutzten die Betroffenen zur Kritik.

Die Gefahr von Gebäudeschäden durch Sprengungen sehen sie auf sich zukommen. „Hier wohnen junge Familien, die sich bis zum letzten Euro alles abgespart haben, um ein Haus zu bauen“, sagte ein Anwohner. Zahlreiche Hauseigentümer aus dem Neubaugebiet waren anwesend. In der beantragten Erweiterung des Steinbruchs der Firma Sämann in Richtung Knittlingen sahen sie durch die dort zu erwartenden Sprengungen eine Gefahr für ihr Wohneigentum. Als verantwortlicher Planer für die Erweiterung, stellte Dr. Herbert Finke die von der Firma Sämann beantragte Steinbrucherweiterung um 2,7 Hektar vor.
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Mensa-Pavillon der Hebelschule soll zum Beginn des neuen Schuljahrs fertig sein / Schule glücklich über Raumgewinn
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Ganz neue Perspektiven werden sich für die Johann-Peter-Hebel-Schule nach den Sommerferien ergeben. Denn dann wird die neue Mensa in Betrieb genommen, mit deren Bau jetzt begonnen wurde. Rektor Peter Dick erklarte beim ersten Spatenstich am Montagabend, der knapp 300 Quadratmeter große Glaspavillon am Rande des Stadtparks werde nicht nur der Verköstigung der Ganztagsschüler dienen, sondern für etliche weitere Aufgaben nutzbar sein: Gruppenartaeit, Kurse, Theater, Projektarbeit, Lesungen, Ausstellungen, Informationsveranstaltungen – die Mensa wird auch die Funktion einer Aula übernehmen.
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Oberbürgermeister Metzger lehnt Umzug der Einrichtung in den Bürgerservice aus Kostengründen ab
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Bretten/Karlsruhe. Der Kampf um die Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle geht weiter: Seit der Kreisrat am 10. März beschlossen hatte, Alternativen zu der vom Verwaltungsausschuss angeregten Schließung zu prüfen (die BNN berichteten), versuchen Autohändler, Bürger und die Stadtverwaltung, die Zulassungsstelle in Bretten zu halten.
Rund 500 Unterschriften für den Erhalt der Einrichtung am Seedamm hat beispielsweise Beate Tretter, Chefin der benachbarten Schilder-Prägefirma, inzwischen gesammelt. „Viele meiner Kunden können nicht nachvollziehen, wieso man die Zulassungsstelle hier schließen will. Die mussten dann nämlich nach Karlsruhe oder Bruchsal fahren, um ihre Fahrzeuge anzumelden.”
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Stadtverwaltung legt Statistischen Bericht vor: Schulden und Arbeitslosendichte der Enzkreis-Gemeinden errechnet
PFORZHEIM. Da mag sich mancher wundern: Die Kommunale Statistikstelle der Stadt Pforzheim hat sich in ihrem jüngsten Bericht mit der Arbeitslosendichte und den Schulden der Enzkreis-Gemeinden beschäftigt.
Die Anregung kam im Frühjahr aus den Reihen des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, erinnert sich Manfred Mischke, Leiter der Kommunalen Statistikstelle. Seine Abteilung solle nicht nur die Stadt, sondern auch die Enzkreis-Gemeinden ins Visier nehmen.

Gestern haben die Statistiker ihre Arbeit vorgestellt: Sie haben herausgefunden, dass die Verteilung der Gemeinden nach dem Schuldenstand je Einwohner ein deutliches Muster aufzeigt: Schuldenfreie Gemeinden liegen im Zentrum des Enzkreises in unmittelbarer Nähe zu Pforzheim. Und die Gemeinden mit einer hohen Pro-Kopf-Verschuldung liegen eher an den Rändern des Enzkreises. Für Oberbürgermeisterin Christel Augenstein lässt diese Analyse nur einen Schluss zu: „Die Gemeinden profitieren von der Stadt und von ihrer Infrastruktur“. Nach Ansicht der Pforzheimer Rathaus-chefin stimmten die Gemeindefinanzierungsströme nicht mehr. „Das da eine Korrektur eintreten muss, zeigt sich deutlich“, so Christel Augenstein. Schließlich ist seit den 60er- Jahren die Stadtflucht festzustellen, wie Mischke erläutert. „Die Bauwilligen ziehen in die Enzkreisgemeinden und nehmen ihre Steuerkraft mit“, so der Statistiker. Zudem beobachtet die Kommune, dass auch Unternehmen sich seit den 80er-Jahren lieber in den Enzkreisgemeinden ansiedeln als im Oberzentrum.
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Kürnbach (dia). Eine einstimmige Stellungnahme gab der Kürnbacher Gemeinderat zu der Änderung des Regionalplans, die für die Ausweitung des Brettener Industriegebiets in den Rüdtwald notwendig ist: Es sei ausschließlich Sache der Stadt Bretten, auf ihrer Gemarkung eine Abwägung zu treffen hinsichtlich der künftigen Entwicklung und dem Umgang mit Landschaft beziehungsweise Natur. Doch kritisierte der Rat, dass die vom Regionalverband vorgelegten Unterlagen keine Auskunft darüber geben, inwieweit Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Mittelbereich Bretten oder der Stadt Knittlingen geprüft wurden.
Da Bretten in seiner Funktion als Mittelzentrum viele Versorgungsaufgaben für den gesamten Bereich wahrnehme, sei eine zukunftsorientierte Entwicklung im Mittelbereich in aller Interesse, heißt es in der Stellungnahme. Doch bleibe die Frage, ,,ob nicht eine gleiche Entwicklung bei einer interkommunalen Zusammenarbeit hätte erreicht werden können, ohne die Belange von Natur- und Umweltschutz in diesem Umfang zu beinträchtigen.“

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