Mai
30
Ich will meine Schulden bezahlen
BNN Mai 30, 2005 | einen Kommentar schreiben
Alle Jahre wieder leistet Manfred Hauber seinen Beitrag zum Schuldenabbau: 1778 Euro
Bretten. In der Zeitung hatte er mal wieder von der Verschuldung der Stadt Bretten gelesen, und plötzlich ließ ihm das keine Ruhe mehr „Irgendwann muss man einmal was tun für seine Stadt”, sagte sich der Brettener Manfred Hauber Und auf einer langen Strecke quer durch Europa reifte der Gedanke im Kopf des Fernfahrers zum konkreten Plan „Ich will meine Schulden zahlen”, nahm sich Hauber vor.
Gesagt, getan: Kurz nach seinem 50 Geburtstag im Jahr 1990 kreuzte der quirlige Brettener im Büro von Oberburgermeister Paul Metzger auf und hielt dem verdutzten Stadtoberhaupt eine mit D-Mark-Scheinen gespickte schriftliche Erklärung unter die Nase „Die Pro-Kopf-Verschuldung hat damals l 678 Mark betragen”, erinnert sich Hauber. Und genau diesen Betrag drückte er Metzger in die Hand.
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Mai
26
Auf Brettens Straßen hat’s wieder mehr gekracht
Brettener Woche Mai 26, 2005 | einen Kommentar schreiben
Unfälle haben zugenommen, aber keine Verkehrstoten:
Bretten. Deutlich mehr gekracht als im Vorjahr hat es 2004 auf den Straßen der Großen Kreisstadt Bretten. Nach der Statistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe ist die Zahl der Gesamtunfälle von 611 auf 701 um 14,7 Prozent angestiegen. Was sich zunächst als negativ darstellt, hat dennoch auch seine erfreulichen Seiten: Kein Verkehrsteilnehmer kam 2004 in und um Bretten ums Leben, während 2003 noch fünf Verkehrstote zu beklagen waren. Dies war eine der wichtigsten Aussagen von Volker Wickenhauser, Sachbearbeiter beim Führungs- und Einsatzstab Verkehr – Außenstelle Bruchsal und des Leiters des Brettener Polizeireviers, Rolf Hilpp, Bürgermeister Willi Leon-hardt und der Leiterin des Brettener Ordnungsamtes, Karin Franz, die die Unfallbilanz 2004 für den Bereich der Großen Kreisstadt vorstellten.
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Mai
24
Ein kleines Dorf will keine Gaffer
Hohenloher Tagblatt Mai 24, 2005 | 2 Kommentare
Pläne für einmalige Präsentation sind gescheitert
Erst Euphorie, dann Skepsis, schließlich Widerstand: Im Kraichgau ist der Plan, ein altes Dorf in ein einzigartiges Museum zu verwandeln, gescheitert. Die Bewohner von Sprantal halten nichts davon, sich begaffen zu lassen, wollen keine “Geiseln des Denkmalschutzes” sein.
HANS GEORG FRANK
BRETTEN Paul Metzger, Oberbürgermeister von Bretten (Kreis Karlsruhe), ist über das Scheitern eines ebenso einzigartigen wie ehrgeizigen Plans enttäuscht: “Das tut mir sehr weh.” Der CDU-Stadtchef grämt sich, weil im 1973 eingemeindeten Stadtteil Sprantal nicht die letzte Lücke der baden-württembergischen Freilandmuseen geschlossen werden kann.
Das 1261 erstmals erwähnte Dorf, einst Besitz des Klosters Herrenalb, war von OB und Experten ausgesucht worden, weil dort ohne großen Aufwand das achte Regionalmuseum – für den nördlichen und mittelbadischen Schwarzwald sowie für den Unteren Neckarraum – hätte verwirklicht werden können. Es sollte “ein lebendes Museumsdorf” werden. “Das ist die Museumsidee der Zukunft”, hatte Harald Siebenmorgen, Direktor des Badischen Landesmuseums in Karlsruhe, das Vorhaben begrüßt.
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Mai
20
Leserbrief : Einmalige Chance verpasst
BNN Mai 20, 2005 | einen Kommentar schreiben
Zur Stellungnahme der Gemeinde Gondelsheim zur Änderung des Regionalplans und zur Ersatzaufforstung für den Rüdtwald.
Getreu dem Motto „Heute so, morgen so …” handeln einige Gondelsheimer Gemeinderäte. Hatten doch vor Jahren gerade die beiden Fraktionen CDU und FW mit großer Energie für die Umwandlung vom bäuerlichem Ackerland gekämpft (damals sollte nach ihrem Willen der Pflug verbannt und dafür nobler Golfsport eingeführt werden), so kämpfen sie nun einige Jahre später, zumindest so in der letzten Gemeinderatssitzung kundgetan, für den Erhalt von Ackerland (GR Brauch), indem sie ge-
gen den vom Bürgerverein vorgetragenen Vorschlag plädieren, Ersatzaufforstung auf Gondelsheimer Gemarkung vom Regionalverband prüfen zu lassen.
Mit einer Aufforstung könnten mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Reduzierung der Hochwassergefahr, Verminderung der erosionsgefährdeten Flächen, Steigerung des geringen Waldanteils auf Gondelsheimer Gemarkung (Ausgleich für Abholzung des Schlosswaldes!), positive Auswirkung auf das Wasserschutzgebiet, Verminderung des landwirtschaftlichen Tourismus von Bretten und zukünftig auch von Neibsheim, Neibsheimer Bauern könnten ihr eigenes Land weiterhin bewirtschaften und müssten nicht nach Gondelsheim fahren. Und dies alles, ohne dass unser Haushalt mit nur einem Euro belastet würde. Wir bekämen einen Wald geschenkt und der Gondelsheimer Gemeinderat lehnt ihn ab.
Damit haben die Gemeinderäte der CDU und der FW gegen die Interessen der Bürger gestimmt und Weitblick vermissen lassen. Schade um diese verpasste Chance.
Marcella Weber
Gondelsheim
Mai
20
Es wird bei Bretten kein weiteres Freilichtmuseum geben – Projekt scheitert am Widerstand der Bevölkerung
BRETTEN. Die Idee hat viele begeistert. Der alte Dorfkern von Bretten-Sprantal sollte mitsamt seinen Bewohnern zur musealen Attraktion werden. Aber die Betroffenen winken ab. Sie haben keine Lust, in der Vergangenheit zu leben. Das Projekt ist gescheitert.
Von Wieland Schmid
Zuletzt hat Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger nur noch müde abgewinkt. “Eine Erbengemeinschaft hätte mir zwar das halbe Dorf um die Kirche herum verkauft”, sagt der Verwaltungschef bedauernd, “aber die geforderten 450 000 Euro fehlen mir einfach.” Geldmangel in der Kasse der 28 000 Einwohner zählenden Kraichgaukommune Bretten im Landkreis Karlsruhe ist freilich nur ein Grund dafür, weshalb ein ehrgeiziger Plan jetzt endgültig in der Schublade verschwindet. Die Absicht, den historischen Teil des Stadtteils Sprantal in das achte baden-württembergische Freilichtmuseum zu verwandeln, scheitert vor allem am Widerstand der Bevölkerung. “Um das zu machen, müsste man fanatisch sein”, sagt der Sprantaler Ortsvorsteher Bernd Schäfer. “Aber wir wollen uns nicht zur Schau stellen lassen.”
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Mai
19
Bretten fordert weitere Informationen zu Landschaftsschutzgebiet:
Bretten, (gm) Das vom Landkreis geplante, rund 500 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Brettener Kraichgau” ist in den betroffenen Brettener Ortsteilen bislang sehr unterschiedlich beurteilt worden und zum Teil – wie zum Beispiel in Sprantal – auch auf erheblichen Widerstand gestoßen.
In den Ortschaftsräten (nicht in die Planung einbezogen sind nur Rinklingen und Diedelsheim) war es dabei zu divergierenden Stellungnahmen gekommen – nicht zuletzt deshalb hatte Oberbürgermeister Paul Metzger das Thema in der vergangenen Woche von der Tagesordnung des Gemeinderates genommen: „Ich wollte die einzelnen Positionen noch einmal hinterfragen”. In einem Gespräch mit den Ortsvorstehern am Dienstagnachmittag im Rathaus gab es zumindest ein einmütiges Ergebnis: Man war sich einig, dass erheblicher Informationsbedarf besteht.
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Mai
13
Plan-Wirtschaft mit Fragezeichen
Pforzheimer Zeitung Mai 13, 2005 | 1 Kommentar
Landauf, landab stehen ansiedlungswillige Städte vor ähnlichen Problemen wie Pforzheim
PFORZHEIM. Im Rathaus des Oberzentrums ist man sauer, und zwar so richtig. Den Unmut hat das Regierungspräsidium auf sich gezogen, das die Verkaufsfläche eines geplanten Einkaufszentrums für zu groß befindet und den Bau in dieser Größe nicht genehmigen will.
Nun ist der Investor abgesprungen, das Projekt nach menschlichem Ermessen gescheitert. Dabei hatte das Regierungspräsidium doch nur den ortsansässigen Handel vor einer allzu übermächtigen Konkurrenz schützen wollen.
Gut: Das ganze ist diese Tage nicht in Pforzheim geschehen, sondern in Ulm. Schlecht: Es kann auch Pforzheim blühen (wie auch in Böblingen oder in Karlsruhe, in Söllingen oder in Heilbronn).
Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist grundsätzlich der Auffassung, dass das vom Möbelhändler Lutz-Neubert in der geplanten Filiale bei der A 8-Auffahrt Pforzheim-Nord vorgesehene Randsortiment zu groß ist (die PZ berichtete). Es geht um Begriffe wie „innenstadt-relevant“ , um „Integrative Standorte“, um ein „Integrationsgebot“. Das alles bezieht sich auf den Landesentwicklungsplan für Baden-Württemberg, den die Landesregierung 2002 in Kraft gesetzt hat. Kern des Integrationsgebots: Nur dort darf ein großer Verkaufsstandort neu entstehen, wo er sich in die Umgebung einfügt, politisch, wirtschaftlich, baulich, ökologisch. Um zu klären, ob er in die Landschaft passt, gibt es ein Raumordnungsverfahren. Das lebt von Gutachten und Stellungnahmen aller möglichen Betroffenen, wie Nachbargemeinden oder Handelskammern. Dann entscheidet das Regierungspräsidium. Ist damit der Willkür Tür und Tor geöffnet? „Nein“, sagt Alexander Ellinghaus, Sprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe, „es kommt auf Argumente und die Belegbarkeit der Argumente an“.
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Mai
12
Der Vergessenheit entreißen
BNN Mai 12, 2005 | einen Kommentar schreiben
Erinnerung an Baracken für Zwangsarbeiter und Vertriebene
Bretten (ba). „Es gibt zwei gute Gründe, diesen Ort der Vergessenheit zu entreißen und mit einer Gedenktafel oder einem Stein im Stadtbild zu kennzeichnen” – die Brettener Grünen lenkten zum Jahrestag des Kriegsendes den Blick auf das Gelände der heutigen Berufsschule, wo einstmals ein Barackenlager aufgeschlagen war. Zunächst waren hier Zwangsarbeiter untergebracht, vorwiegend aus Osteuropas, die in Brettener Betrieben arbeiten mussten und hier unter denkbar schlechten Bedingungen lebten. In den selben Baracken endete kurz nach Kriegsende für zahlreiche Vertriebene ihre Flucht aus der verlorenen Heimat. Bis genügend Wohnraum zur Verfugung stand, lebten viele der rund 2 000 Flüchtlinge in Bretten in diesem Lager. Einige Merkzeichen und Stolpersteine gebe es bereits in Bretten, die an den Krieg und die Zeit danach erinnerten, erklärt Grünen-Fraktionsvorsitzender Otto Mansdörfer in einem Brief an OB Metzger. Nun sei es an der Zeit, die Erinnerung an dieses Lager mitten in der Stadt endlich öffentlich zu machen.
Mai
12
Positive Entwicklung, aber Sorge wegen Schulden
BNN Mai 12, 2005 | 2 Kommentare
Pro Kopf mit 1149 Euro in der Kreide / Gemeinderat Bretten beschloss die Jahresrechnung 2003
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Licht und Schatten liegen eng beieinander in der Jahresrechnung der Stadt Bretten für 2003, die der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig feststellte: Einerseits weist das Papier ein spürbare Verbesserungen gegenüber dem Haushaltsplan 2003 auf. So kletterten die Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt um rund dreieinhalb Millionen Euro gegenüber dem Ansatz auf 13,3 Millionen Euro. Dies machte es möglich, knapp 2,1 Millionen Euro aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt zu schieben – nachdem die Zuführungsrate zunächst mit null Euro angesetzt worden war. Durch Verkaufserlöse wurde der Vermögenshaushalt 2003 um weitere 370 000 Euro aufgebessert, sodass nicht nur das Defizit von gut einer Million Euro aus dem Vorjahr abgedeckt werden, sondern eine weitere Million auf die hohe Kante gelegt werden konnte. weiter lesen –>
Mai
12
Gemeinderat schnürt ein Millionenpaket für Schulen
Heilbronner Stimme Mai 12, 2005 | einen Kommentar schreiben
Von Alexander Hettich
Per Grundsatzbeschluss hat der Eppinger Gemeinderat am Dienstag ein millionenschweres Paket aus An-, Um- und Neubauten auf den Weg gebracht, das die weiterführenden Schulen für den Ganztagsbetrieb fit machen soll. Bei aller Freude – die Folgekosten bereiten den Stadträten Sorgen.
Von einem “historischen Beschluss” sprach Oberbürgermeister Klaus Holaschke. Vertreter aller Fraktionen waren voll des Lobes für die schnelle Reaktion der Verwaltung und der Schulleiter, die es ermöglicht hatte, dass Eppingen beim Rennen um die IZBB-Töpfe reich bedacht wurde.
Rund drei Millionen Euro fließen aus dem Bundesprogramm zur Förderung der Ganztagesschulen in die Fachwerkstadt. Das Geld bildet den Grundstock für sechs Bauprojekte in der Elsenzer Kraichgauschule und im Schulzentrum am Berliner Ring (siehe Kasten). Knapp 3,65 Millionen Euro kostet der Teil der Baumaßnahmen, der mit dem IZBB-Programm zusammenhängt. Die Stadt muss 631 000 Euro beisteuern. Die Weichen für die rege Bautätigkeit hat der Rat einstimmig gestellt, konkrete Baubeschlüsse gibt es bislang nur für den Gymnasiumsausbau und die Aufstockung des Klassenpavillons an der Grund-, Haupt- und Werkrealschule.
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