Erweiterungsbau notwendig wegen steigender Schülerzahlen:
Bretten/Kreis Karlsruhe. Der Kreistag hat in der Sitzung vom 10. März der Entwurfsplanung für den Erweiterungsbau des beruflichen Bildungszentrums in Bretten zugestimmt. Für den Erweiterungsbau wird mit Gesamtkosten von rund neun Millionen Euro gerechnet. Positiv für den Kreis ist, dass die Baumaßnahme in das Förderprogramm des Landes für 2005/2006 aufgenommen werden soll und mit einem Förderbetrag von circa zwei Millionen Euro gerechnet werden kann. Allerdings ist mit einer Auszahlung vor 2007 nicht zu rechnen. Die Hauptlast der Finanzierung liegt also beim Landkreis, die er über die nächsten Jahre zu schultern hat.

Die Erweiterung des Beruflichen Bildungszentrums in Bretten ist erforderlich geworden, da die Schülerzahlen, im Vergleich zum Landestrend, deutlicher zugenommen haben und damit auch das vorhandene Raumangebot dem Bedarf anzupassen ist. Am Brettener Berufsschulzentrum hat sich die Schülerzahl seit 1996 bis heute fast verdoppelt. Zwischenzeitlich werden nahezu 1600 SchülerInnen betreut. Diese Entwicklung liegt nicht allein an Geburtenzahlen oder Zuwanderung. Die regionale Besonderheit, so das qualitative Angebot vor Ort, die traditionelle Gewerbe- und Industriestruktur im Umfeld sind Faktoren, die diese Entwicklung mit beeinflussen.
Aufgrund der Schülerzahlentwicklung wird ein zusätzlicher Bedarf von 24 weiteren Räumen zu bedienen sein, der an dem vorhandenen Gebäudekomplex an der Wilhelmstraße realisiert werden kann. Dazu soll der bestehende Gesamtgebäudekomplex durch die neue Baumaßnahme um einen vier geschossigen Winkelbau entlang der Wilhelmstraße erweitert werden. Im Erweiterungsbau werden im Wesentlichen Klassenräume, Fach- und EDV-Räume sowie ein Lehrerzimmer untergebracht. Die erforderliche Technikzentrale wird im Untergeschoss des Erweiterungsbaues sein. Die Erweiterung erfordert auch gewisse Umbaumaßnahmen am bestehenden Gebäude zur Anbindung des Neubaus, so beispielsweise Verbindungsstege zwischen Alt- und Neubau.

Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass das Gebäude barrierefrei ausgeführt wird: barrierefreie Erschließung aller Geschosse durch den Anbau eines Aufzuges am Eingangsbereich sowie der Einbau eines behindertengerechten WCs .
Wie bei anderen Kreisschulen, beispielsweise der Bruchsaler Käthe-Kollwitz-Schule, ist auch hier eine Dachbegrünung vorgesehen. Dies liegt an den bisherigen guten Erfahrungen sowie wirtschaftlichen, ökologischen, raumklimatischen und gestalterischen Gründen. Mit ersten Vergaben nach vorliegender Baugenehmigung ist im zweiten Halbjahr 2005 zu rechnen. Aufgrund der Gesamtbausumme von rund neun Millionen Euro ist eine EU-weite Ausschreibung erforderlich. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2007 vorgesehen.

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Kommentare

1 Kommentar

  1. rue25 am 19. Februar, 2006 22:09

    es stellt sich dennoch immer wieder die Frage, ob die 9 Millionen Euro für die kurze Zeit des Geburteneerhöhung wirklich zu rechnen sind.

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