Warten auf den Umbau am Alex / Entlastung für Derdingen
Im Stau verbrachte der Brettener Autofahrer einen guten Teil des Jahres. Nicht nur, dass sich aufgegrabene Straßen- und Baustellenampeln der Flut der Autos in den Weg stellten. Gerade auf der Straße zeigte sich, dass alles irgendwie irgendwo zusammenhängt: Ein Unfall auf der A 8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe, und in Bretten bricht der Verkehr zusammen, weil viele um den Stau herumfahren wollen.
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Ohne Sorgen um seinen Arbeitsplatz hatte so mancher das Jahr begonnen – und dann kam das dicke Ende: Kündigung, der Gang zum Arbeitsamt und die Hoffnung, trotz schlechter Zeiten wieder einen Job zu finden. Insolvenz des bisherigen Arbeitgebers war häufig der Grund. Etwa für die Beschäftigten der Utescheny GmbH in Gölshausen. Der Automobil-Zulieferer macht in wenigen Wochen unwiderruflich dicht, 54 Arbeitsplätze sind verloren – eine Folge der Turbulenzen in der Utescheny-Gruppe, hinter denen nicht zuletzt familiäre Zwistigkeiten steckten. Immerhin können wohl die Arbeitsplätze im Zaisenhäuser Werk des Firmengründers Herwig Utescheny, das von der Insolvenz nicht direkt betroffen war, gerettet werden.
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Gegensätzlichkeiten um den Brettener Einkaufsmagneten
Das wichtigste Bauprojekt des Jahres? Nicht wenige sehen es am Alexanderplatz, mit rotem Ziegeldach und einem leuchtendgelben M davor: Bretten hat endlich seinen McDonald’s bekommen. Das derzeit größte Bauprojekt aber wächst am Engelsberg in den Himmel. An der Stelle des ehemaligen Kinos entsteht ein Komplex aus Wohnungen und Geschäftsräumen. Im September soll er fertig sein. Gedacht war das Projekt zunächst als Einkaufsmagnet inmitten der Altstadt. Doch kein Investor fand sich, der hier ein großes Geschäft aufmachen wollte. Also plante man um, und die Stadt ging mit ihren Ansied-lungsplänen in den Brettener Süden, wies das alte Kühlerschmidt-Areal als „Fachmarktzentrum” aus.
Mit Erfolg, denn dieser Standort erwies sich als attraktiv für Unternehmer, die dort Textilien und Schuhe, Drogeriewaren und Spielsachen anbieten möchten. Einzig der Wunsch nach einem Elektronik-Supermarkt geht vorerst nicht in Erfüllung.
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Der Bürgerentscheid blieb aus
Der Rüdtwald und kein Ende: Einen Bürgerentscheid darüber lehnte der Gemeinderat Ende April mit großer Mehrheit ab, nachdem er wenige Wochen zuvor die Erweiterung des Industriegebiets um 22 Hektar in den Forst hinein befürwortet hatte. Blieb die Hoffnung der Rüdtwald-Aktivisten, die Gemeinderatswahl am 13. Juni werde zum Ersatz-Bürgerent-scheid. Doch der Erdrutsch blieb aus. Zwar verloren die beiden großen Parteien (wie fast überall sonst auch) Stimmen, die Grünen gewannen einen Sitz hinzu. Den Freien Wählern nutzte ihr Kampf für den Wald aber wenig, stattdessen zog mit FDP/VBU eine neue Gruppierung ins Parlament ein, in dem OB Metzger nach wie vor seine Hausmacht hat.
Der Rüdtwald ist beim neuen, kürzlich verabschiedeten und auf Wachstum angelegten Flächennutzungsplan noch ausgespart. Über Gewerbeflächen wird später verhandelt. Bauchschmerzen bereitet dabei der Stadt aber, dass die Forstverwaltung fordert, 22 Hektar Rüdtwald mit 37 Hektar neuer Forstfläche auszugleichen, deutlich mehr als erwartet.
Vollmundig von allen Seiten angepriesen wurde die interkommunale Zusammenarbeit bei der Bereitstellung von Gewerbeflächen. In der Praxis tat sich wenig. Oberderdingens Bürgermeister Nowitzki klagte gar, der große Nachbar habe bis dato noch keinen einzigen Ansiedlungswilligen zu ihm geschickt. Ähnliches war aus Gondelsheim zu hören. Brettens Position: Interkommunale Zusammenarbeit ja, aber wer nach Bretten will, soll hier auch sein Grundstück bekommen. Und der Nachbar Knittlingen? Der weist unterdessen 60 Hektar Gewerbefläche aus und hofft auf den Boom.

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Bretten, (gm) Oberbürgermeister Paul Metzger will an der Schulsozialarbeit in Bretten festhalten, obwohl das Land angekündigt hat, hierfür keine Mittel mehr zur Verfügung zu stellen. „Wir sehen den Bedarf für Schulsozialarbeit in Bretten und werden sie trotz schwieriger haushälterischer Rahmenbedingungen nicht streichen,” so der OB. „Sie ist für uns ein wichtiger Teil des integralen Bildungssystems.”

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Bretten setzt mit Firmenerweiterungen, Neuansiedlung und Großbaustellen für 2005 deutlich positive Akzente:
Bretten, (gm) Die öffentlichen Kassen sind leer, trotzdem sieht Oberbürgermeister Paul Metzger Licht am Horizont für das Jahr 2005. Denn die flexible, innovative und für Ideen offene Wirtschaftspolitik Brettens hat bei Unternehmen und Investoren eine Stimmung des Vertrauens in die Melanchthonstadt erzeugt. Mindestens vier Betriebe im Industriegebiet Gölshausen wollen erweitern, zwei Firmen aus dem Enzkreis werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Bretten wechseln. Im Gebiet unterhalb der Rechbergklinik, gegenüber von Seeburger, will außerdem die Software-Firma Gillardon AG ihre beiden Standorte mit rund 200 Beschäftigten in einem Neubau zusammenlegen, und auch für weitere Brettener Firmen bestehen schon seit geraumer Zeit Verlagerungs- und Erweiterungspläne.
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Lindörfer + Steiner erweitert Produktionsstätte in Gölshausen
Thilo Kampf
Bretten-Gölshausen. Vor rund drei Jahren wurde das rund 3 000 Quadratmeter umfassende Gebäude der Firma Lindörfer + Steiner im Brettener Industriegebiet Gölshausen eingeweiht. Heute, drei Jahre später, erweitert der Verpackungshersteller seine Produktionsstätte um ein weiteres Gebäude auf einer Fläche von insgesamt rund 1 500 Quadratmetern.
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Fichten gibt es im Kraichgau bald nicht mehr

BNN Dezember 23, 2004 | Kommentare deaktiviert

Trockenheit im Sommer macht dem Wald zu schaffen / Ämter kämpfen mit wirtschaftlichen Folgen
Von unserem Mitarbeiter Franz Lechner
Kreis Karlsruhe. Selbst Laien konnten bereits im Hochsommer an vielen Stellen erkennen, was der Waldschadensbericht 2004 wenige Wochen später bestätigte: Der deutsche Wald leidet. Mehr denn je. Bundesweit, in Baden-Württemberg und selbstverständlich auch im Landkreis. Ganz besonders im westlichen Landkreis. Schließlich waren die Gründe für die innerhalb kurzer Zeit stark angestiegenen Waldschäden in der Rheinebene mehr zu spüren, als in vielen anderen Regionen: Der Hitzesommer 2003 mit seiner Trockenheit und den hohen Ozon-Werten und die geringe Niederschlagsmenge im Jahr 2004.
Für ganz Baden-Württemberg gilt: Die klimatischen Extreme haben den Anteil der deutlich geschädigten Waldflächen innerhalb eines Jahres auf mehr als 40 Prozent ansteigen lassen und damit auf den höchsten Wert seit Beginn der Waldschadenserhebung 1983. weiter lesen –>

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Oberderdingen, Sulzfeld, Kürnbach und Zaisenhausen müssen 200 000 Euro nachfinanzieren / Keine teuren Werbemaßnahmen
Sulzfeld (pm). Insgesamt 200 000 Euro müssen die Gemeinden Oberderdingen, Sulzfeld, Kürnbach und Zaisenhausen in ihre gemeinsame Wirtschaftsfördergesellschaft Industriegebiet (WFI) für den weiteren Betrieb nachschießen. Das großräumig angelegte Industriegebiet auf der Flehinger Gemarkung kommt noch nicht so richtig in Schwung. Der Fehlbetrag resultiert aus dem schleppenden Verkauf der fremdfinanzierten Gewerbegrundstücke. weiter lesen –>

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Software statt Maisfeld

BNN Dezember 23, 2004 | Kommentare deaktiviert

Bretten (ba). Wenn es darum geht, für die Erhaltung und die Schaffung von Arbeitsplätzen notfalls auch mal ein Landschaftsschutzgebiet anzuknabbern, kann sich der Brettener Gemeinderat durchaus einig sein. Demonstriert hat er das am Dienstag mit seinem Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Edisonstra-ße. Dabei geht es darum, der Firma Gillar-don Financial Software Gelände für einen Neubau unterhalb der Rechbergklinik zur Verfügung zu stellen und damit ein Abwandern der Firma und ihrer Arbeitsplätze zu verhindern. weiter lesen –>

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