Offensives Standortmanagement der Melanchthonstadt zieht Unternehmen aus der Region ab – Schnelles Verwaltungshandeln gelobt

BRETTEN/PFORZHEIM. Während die Wirtschaftsförderung von Pforzheim mit Negativschlag- zeilen von sich reden macht, saugt der Wirtschaftsstandort Bretten immer mehr Unternehmen aus der Region ab.

Die Stadt Pforzheim hat sich im Oktober zum ersten Mal auf der Expo Real präsentiert. Die Veranstaltung in München ist eine der bedeutendsten Messen ihrer Art. Dort treffen Anbieter und Nutzer von Gewerbeimmobilien zusammen. Am Stand der Stadt Pforzheim gab es indessen ein Zusammentreffen der besonderen Art: Wirtschaftsförderer Ulrich Heckmann und Regionalverbandsdirektor Jens Kück gerieten aneinander. Grund: Heckmann war der Verteiler von Expo-Real-Freikarten, Karten, die wichtigen Menschen überreicht werden sollten. Kück sieht sich als solcher, bekam aber keine Freikarte.
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Hilfsbereitschaft im Alltag vermisst der Verfasser dieser Leserzuschrift: Danke an all die Autofahrer und Passanten, die mir nach meinem schweren Sturz am Montag, 22. November, auf die Füße halfen. Danke an alle Autofahrer, die an diesem Tag gegen 15.45 Uhr an der Ampel, Kreuzung Georg-Wörner-Straße, Weißhofer Straße, Breitenbachweg standen und meinen Kreislauf- zusammenbruch gleichgültig mitverfolgten.
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Aus 33 Einzel-Etats wird der Standish Haushaltsplan

Von unseen Mitarbeiter Michael Hölle

Bretten. Ach, was warren das fur schöne Zeiten für die städtischen Kämmerer in den 70er und 80er Jahren. Hier noch ein Sträßchen gebaut, dort noch eine Turnhalle hingestellt. Warum sich auch Gedanken machen: Die Ausgaben stiegen zwar noch schneller als die durchaus sprudelnden Einnahmen, aber Schulden machen galt fast schon als schick und modern.

Heute dagegen regiert die blanke Geldnot und das Prinzip Hoffnung. „Die Hoffnung auf steigende Einnahmen ist Teil des Haushalts 2005″, lautet die nüchterne Einschätzung von Bürgermeister und Kämmerer Willi Leon-hardt. Der bisherige Etatentwurf 2005 sieht ein Defizit von rund 1,8 Millionen Euro vor.
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Die “Stadt Bretten” meldet Bedenken gegen die Ausweisung eines 60 Hektar großen Gewerbegebietes in Knittlingen an. Unser fürsorglicher Oberbürgermeister Paul Metzger sorgt sich um das malerische Landschaftsbild mit Streuobstwiesen im Naturpark Stromberg/Heuchelberg und die demnächst weithin sichtbaren Industriegebäude.

Mir kommen die Tränen! Ist das nicht der gleiche Oberbürgermeister, der erbarmunslos 22 Hektar Rüdtwald – auch ein Naherholungsgebiet für die Brettener – für die fünfte/sechste oder siebte Erweiterung des Industriegebietes Gölshausen, gegen den Willen der dortigen Bevölkerung, und, obwohl andere Flächen zur Verfügung stehen, gnadenlos abholzen läßt.
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„Man muss die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen möchte” treffender lässt sich die Intention des Flächennutzungsplans Bretten-Gondelsheim nicht umschreiben. Was die Zukunft wirklich bringen wird, kann kein Mensch voraussagen. Und trotzdem ist es die zentrale Aufgabe von Kommunalpolitikern und Planern, Vorsorge zu treffen für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Daran hat man seit rund einem Jahrzehnt im Brettener Stadtplanungsamt gearbeitet und ein l 200 Seiten umfassendes Werk erstellt, das Bretten und Gondelsheim beschreibt, wie sie 2015 oder 2020 aussehen könnten.
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Flächennutzungsplan 2000-2015 vom gemeinsamen Ausschuss angenommen / 33 500 Einwohner angepeilt
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier

Bretten. Nach mehr als zehn Jahren Arbeit und Beratungen ist der neue Flächennutzungs-plan der Verwaltungsgemeinschaft Bretten-Gondelsheim unter Dach und Fach. Der gemeinsame Auschuss der beiden Kommunen hat das bis über das Jahr 2015 hinaus reichende Werk am Dienstag Abend einstimmig angenommen, jetzt steht nur noch die (bereits avisierte) Genehmigung des Regierungspräsidiums aus. Von einer richtungsweisenden Entscheidung sprach Oberbürgermeister Paul Metzger, sein Gondelsheimer Kollege Markus Rupp ergänzte, der Plan stelle die Weichen auch für die Entwicklung seiner Gemeinde. Zwingend seien die Vorgaben aber nicht. „Wir können zwar planen, doch die Menschen entscheiden, wo sie hingehen.” (siehe Kommentar).
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Das Ordnungsamt hat vier Lokalen angekündigt, dass es sie am liebsten geschlossen sehen würde

PFORZHEIM. Glücksspiel gilt nicht nur als Laster, es ist bis auf einige Ausnahmen verboten. Das Rathaus lässt bei vier Sportwettbüros in Pforzheim prüfen, ob sie illegal sind. Die Stadt will die Lokale weg haben.
Man kann sein Geld ja auf allerlei Arten durchbringen. Vor allem im Zusammenhang mit Sport. Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG, nutzte einst einen Vortrag vor 300 Studenten der Fachhochschule Pforzheim, um vom Kauf von Aktien des Titelrivalen Borussia Dortmund abzuraten. Die Wertpapiere seien viel zu riskant.
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„Wir haben ein gutes Drehbuch geschrieben“

Bretten/Gondelsheim (gm). In großer Einigkeit hat der gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Bretten/Gondelsheim am Dienstagabend im Brettener Rathaus die Gesamtfortschreibung des Flächenutzungsplanes endgültig auf den Weg gebracht. Oberbürgermeister Paul Metzger nannte es eine „richtungweisende Entscheidung” und Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp freute sich: „Wir haben ein gutes Drehbuch für die Zukunft geschrieben.”
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Pforzheim einzigartig im Südwesten: Keine andere Branche beschäftigt mehr Mitarbeiter

PFORZHEIM. Als Schmuckstadt ist Pforzheim bekannt. Eine Designstadt will die Oberbürgermeisterin daraus machen, eine Stadt der Feinmechanik die Wirtschaftsförderer. Die Wahrheit lautet: Es ist eine Einkaufsstadt.
Bisweilen bestätigen nackte Zahlen, was ohnehin schon alle wussten. Beispielsweise, dass Stuttgart eine Autostadt ist. Anders gesagt: dass die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen die Top-Branche in der Schwaben-Metropole ist. Und dass diese Betriebe noch viel dominanter im Kreis Böblingen sind, wo mit der Sindelfinger Fabrik das größte DaimlerChrysler-Werk steht und Porsche in Weissach arbeiten lässt. Drei von zehn Beschäftigten und insgesamt knapp 47 000 Leute arbeiten in Böblingen in diesem Sektor, das ist eine Dominanz, die kein anderer Wirtschaftszweig in irgendeinem Kreis in Baden-Württemberg erreicht.
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Paul Metzger, Brettens Oberbürgermeister, hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. “Bretten ist ein lebendiges und leistungsfähiges Gemeinwesen”, erklärte Heribert Rech, Baden-Württembergs Innenminister, bei der Feier am Samstag zum Jubiläum “750 Jahre Stadtrechte Bretten”. Die Kommune erfülle alle Voraussetzungen, auch künftige Herausforderungen zu meistern, sagte Rech weiter. Der Innenminister überreichte Metzger das Bundesverdienstkreuz in der Stadtparkhalle. Die Auszeichnung verleihe der Bundespräsident für Metzgers jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im kommunalen Ehrenamt und unter anderem für dessen Einsatz für Kultur, Heimat und Denkmalpflege. Metzger ist 1985 zum Oberbürgermeister Brettens gewählt worden.

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