Bretten

Engagement in der Fauststadt: “Bürger für Knittlingen” machen mobil – Mehrere Arbeitsgruppen sollen gebildet werden

KNITTLINGEN. Für die Interessen der Bürger von Knittlingen, Freudenstein, Hohenklingen und Kleinvillars wollen sich die Mitglieder des Vereins “Bürger für Knittlingen” einsetzen. Am Montagabend trafen sie sich zum ersten Mal, um ihren Verein vorzustellen, Anregungen entgegen zu nehmen und ihren Willen zu einem Miteinander mit der Stadtverwaltung und Knittlingens Kommunalpolitikern zu bekunden.
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Zugeklebte Schaufenster, wohin man auch blickte – kaum einer, der am Samstag zum Wo-chenend-Einkauf in die Brettener Innenstadt kam, blieb von der Inszenierung der Geschäftsleute unberührt. „Wird dieser Laden bald geschlossen?” – die stete Wiederholung der Frage auf Plakaten verfehlte bei den Passanten ihre Wirkung nicht. Den öden Anblick einzelner leerstehender Läden kennt man in Bretten zwar schon länger. Was aber, wenn nun fast alle dicht machten?
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BRETTEN. Aus Protest gegen ein Einkaufszentrum am Stadtrand haben Einzelhändler das Zentrum von Bretten gestern in eine “Geisterstadt” verwandelt. Sie verklebten ihre Schaufenster mit Zeitungen und dunkelten die Lichter in den Geschäften ab. “So könnte es hier aussehen, wenn die Verlagerung an den Stadtrand weiter geht”, sagte ein Geschäftsmann. Wenn das Zentrum komme, würden in der Innenstadt Geschäfte schließen müssen. Trotz des Protestes ging der Verkauf in den meisten Läden weiter. An der Pforzheimer Straße soll ein über 10 000 Quadratmeter großes Fachmarktzentrum entstehen. Laut Oberbürgermeister Paul Metzger soll die Stadt damit verloren gegangenes Terrain im Handel wieder gut machen.
Der Regionalverband Nordschwarzwald lehnt das Projekt in Bretten ebenfalls ab. In der Vergangenheit gab es aus allen Fraktionen vernichtende Kritik an dem Vorhaben eines Investors aus Bayreuth. dpa/erl

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BRETTEN (lsw). Aus Protest gegen ein Einkaufszentrum am Stadtrand haben Einzelhändler im badischen Bretten gestern im Zentrum eine “Geisterstadt” geschaffen. Sie verklebten ihre Schaufenster und dunkelten die Lichter in den Geschäften ab. “So könnte es hier aussehen, wenn die Verlagerung an den Stadtrand weitergeht”, sagte ein Geschäftsmann. Wenn das Zentrum komme, müssten in der Innenstadt Läden schließen. Der Verkauf ging trotz der Aktion weiter.

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Oberbürgermeister Metzger zu den zugeklebten Schaufenstern
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier

Bretten. Zugeklebt hatten am gestrigen Freitag etliche Geschäftsleute die Schaufenster ihrer Läden, um so auf ihre Sorge hinzuweisen, dass das geplante Fachmarkt-Zentrum im Süden der Innenstadt ihre Existenz bedrohe. „Das ist ein Stück Wahlkampf, für wen auch immer”, vermutet Oberbürgermeister Metzger. Denn auf den Plakaten werde der Eindruck vermittelt, die Bürger konnten bei der Ge-meinderatswahl am 13. Juni auf dieses Projekt Einfluss nehmen. Dies sei aber nicht zutreffend, erklärte er. Auf den bereits geschlossenen Vertrag zwischen der Stadt Bretten und dem Investor des Fachmarkt-Zentrums habe ein neu zu wählender Gemeinderat keinen Einfluss.
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