Verein stellt sich kritischen Themen

Engagement in der Fauststadt: „Bürger für Knittlingen“ machen mobil – Mehrere Arbeitsgruppen sollen gebildet werden

KNITTLINGEN. Für die Interessen der Bürger von Knittlingen, Freudenstein, Hohenklingen und Kleinvillars wollen sich die Mitglieder des Vereins „Bürger für Knittlingen“ einsetzen. Am Montagabend trafen sie sich zum ersten Mal, um ihren Verein vorzustellen, Anregungen entgegen zu nehmen und ihren Willen zu einem Miteinander mit der Stadtverwaltung und Knittlingens Kommunalpolitikern zu bekunden.

Am 25. Mai hatte sich der Verein „Bürger für Knittlingen“ offiziell gegründet. „Parteipolitisch und religiös neutral“ und ein „Treffpunkt von Bürgern, die sich kritisch mit Themen und Problemen unserer Gemeinde auseinandersetzen“, fasste die Vorsitzende Antje Eiser das zentrale Vereinsanliegen im Clubhaus des FV Knittlingen zusammen.

Die Initiative für die Vereinsgründung sei von Elternbeiräten verschiedener Knittlinger Kindergärten ausgegangen. Da deren Einsatz für flexiblere Kinderbetreuungsangebote in Knittlingen nicht die gewünschte Resonanz erhalten hätte, sei die Idee für den Verein entstanden. „Die Verbesserung der Situation für Kinder und Jugendliche, aktive Mitwirkung und eigene Initiativen zur Gestaltung einer optimalen Wohnqualität und Infrastruktur sowie die Förderung des Gemeinschaftssinnes“ gaben die Vereinsvertreter als Themenschwerpunkte an. Jeder habe die Möglichkeit, eigene kommunalpolitisch brisante Ideen und Probleme einzubringen.
„Ich bin dankbar für Anregungen“, so Evelyne Teschner-Klug, die als Stadträtin an der Veranstaltung teilnahm. Der Verein „bringt neuen Wind“, was für den Gemeinderat eine Herausforderung sei und keineswegs eine Konfrontation.

Stadtrat Lothar Frick hob den engagierten Ansatz der Vereinsmitglieder hervor. „Mach mit. Nicht nur meckern. Etwas Verändern“, so lautet der Slogan des Vereins: Seiner Ansicht nach auch eine Anregung für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Stadtverwaltung. Positiv sah auch Martin Blanc den neuen Verein. Für ihn „eine Ansprechgruppe, bei der man Unterstützung bekommt“. Bei dem Gespräch mit Bürgern aus Knittlingen bildeten die Erhaltung öffentlicher Gebäude, Betreuungszeiten in Kindergärten und Schulen, die Öffnungszeiten des Rathauses, der schlechte Straßenzustand im Bereich Oberer und Unterer Steinweg sowie Pflegmühlweg und der nicht Rollstuhl- und Kinderwagen gerechte Zugang zum Rathaus Diskussionsthemen. Vorgeschlagen wurden Baumpatenschaften.

Die Vorsitzende Antje Eiser regte an, bei einer steigenden Zahl von Vereinsmitgliedern Arbeitsgruppen zu ganz bestimmten Themen wie Kindergärten, Schulen oder Freibad zu bilden. Mehrfach betonte sie wie wichtig das Miteinander mit der Verwaltung und allen Bürgern ist. „Denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, müsse die Devise der Vereinsarbeit sein. Im Internet stehe die Homepage www.buergerfuerknittlingen.de als Forum für Diskussionsbeiträge zur Verfügung.

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