Bretten

Von Peter Hohl
Wo die Wirtschaft wächst, weicht die Natur. Meistens. Dass es auch anders geht, versuchte die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg bei einer regionalen Tagung mit Pilotcharakter gestern im Öhringer Rathaus zu vermitteln.
“Wirtschaftsförderer beschäftigen sich nicht primär mit Umweltschutz. Die schauen, dass sie so viele Betriebe ansiedeln wie möglich”, weiß Pascal Bader vom Referat Grundsatzfragen im baden-württembergischen Umweltministerium. Deshalb hatte die Umweltakademie Wirtschaftsförderer aus Landratsämtern und Rathäusern in der Region Heilbronn-Franken nach Öhringen geladen.
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Neuer Vorschlag: Steinäcker Nord – Neulingen, Kieselbronn, Eisingen und Ispringen für Drautz-Idee aufgeschlossen

NEULINGEN/KIESELBRONN. “Wir haben sensationelle Fortschritte erzielt”, staunte der Neulinger Bürgermeister Heinz Raißle. Im Ringen um ein Gewerbegebiet scheint eine Einigung mit Kieselbronn greifbar zu sein.
Die PZ hatte gestern Vormittag neben Raißle seine Bürgermeister-Kollegen Heiko Faber aus Kieselbronn, Roland Bauer aus Eisingen und Heinrich Kemmet aus Ispringen sowie Regionalrat Gerhard Drautz zu einem Vor-Ort-Termin in die Katharinentaler Senke gebeten. Einen Tag zuvor hatte sich der regionale Planungsausschuss nichtöffentlich mit dem Thema ausführlich befasst.
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STUTTGART (StZ). Der Verband Region Stuttgart will verstärkt dem Flächenverbrauch entgegenwirken. Dies hat der Regionaldirektor Bernd Steinacher gegenüber der Stuttgarter Zeitung angekündigt. Er wolle eine breite Diskussion mit den Städten und Gemeinden anstoßen, wie der Bedarf an neuen Wohn- und Gewerbegebieten mit dem Schutz der Natur besser in Einklang gebracht werden könne. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, die weitere Entwicklung an den Hauptverkehrsachsen zu konzentrieren. Zugleich sollen Brachflächen und leer stehende Gewerbeimmobilien reaktiviert werden.

Hintergrund der Initiative ist, dass in und rund um Stuttgart täglich 1,5 Hektar Boden neu bebaut werden. In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Siedlungsfläche fast verdoppelt, während im gleichen Zeitraum die Zahl der Einwohner nur um 24 Prozent auf 2,6 Millionen gestiegen ist. Vor allen Dingen im Wohnungsbau gibt es in der Region nach wie vor einen erheblichen Nachholbedarf. In vielen Orten entstehen zurzeit neue Siedlungen mit Reihenhäusern und Eigentumswohnungen, für die es eine rege Nachfrage gebe, sagt der Verband baden-württembergischer Wohnungsbauunternehmen.

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Aus den Stellungnahmen der Fraktionen des Brettener Gemeinderats zum städtischen Haushaltsplan 2004
Bretten (ba). Gelegenheit zu grundsätzlichen Betrachtungen der Brettener Kommunalpolitik bot die Verabschiedung des Haushalts 2004 am Dienstagabend im Gemeinderat für Sprecher aller vier Fraktionen.
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Bretten (ba). Um genau 56 247 000 Euro geht es im städtischen Hauhaltsplan 2004, den der Gemeinderat am Dienstag einstimmig verabschiedet hat. Der Verwaltungshaushalt um-fasst rund 44,5 Millionen Euro, der Vermögensteil rund 11,74 Millionen. (Die Vergleichszahlen von 2003: Gesamtvolumen 54,85 Millionen, Verwaltungsteil 45,49 Millionen, Vermögensteil 9,36 Millionen Euro.)
Vorgesehen ist 2004 eine Kreditaufnahme von 4,05 Millionen Euro, gleichzeitig aber werden 1,56 Millionen Euro Schulden getilgt. Die Neuverschuldung beträgt damit rund 2,5 Millionen. Ende des Jahres wird nach dieser Rechnung jeder Brettener mit 1239 Euro in der Kreide stehen – zusätzlich zu dem, was er sich privat von der Bank geborgt hat.
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Haushalte 2004 einstimmig beschlossen:
Sparzwang einte Stadtrat-Fraktionen

Bretten (gm). Einstimmig billigte der Brettener Gemeinderat am Dienstagabend den Haushalt 2004 – doch was oberflächlich wie eine völlige Übereinstimmung aller Fraktionen aussieht, war eher ein aus der Not heraus entstandener Schulterschluss: große Spielräume für freie Entscheidungen lässt die Haushaltslage nicht zu. Sparen war das oberste Gebot, dem sich alle fügen mussten, zumal am Ende aller Sparmaßnahmen ein mit 429000 Euro unausgeglichener Haushalt und mit einer voraussichtlichen Nettoneuverschuldung von 2,5 Millionen eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1239 Euro stehen. Und das trotz Erhöhung der Gewerbesteuer, der Grundsteuer A sowie verschiedener anderer Gebühren.
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Kieselbronn und Neulingen beurteilen Umweltschutz und Gewerbeflächen unterschiedlich – Regionalverband gefordert
NEULINGEN/KIESELBRONN.

Wegen eines Grünzugs in der Katharinentaler Senke sind sich die Gemeinden Neulingen und Kieselbronn derzeit nicht grün. Die Frage ist umstritten: Ist dort ein Gewerbestandort möglich?

Das Wort “Streit” um Festlegungen im künftigen Regionalplan 2015 für die Katharinentaler Senke nehmen die gestern von der PZ befragten Bürgermeister Kieselbronns (Heiko Faber), Neulingens (Heinz Raißle) und Ispringens (Heinrich Kemmet) zwar nicht in den Mund. Dennoch ist klar: Hinter den Kulissen hat ein heftiges Tauziehen um die Ausweisung eines Grünzugs östlich der Bundesstraße 294 und nördlich des künftigen Pforzheimer Gewerbegebiets Buchbusch in der Katharinentaler Senke eingesetzt. Ein umfangreicher Schriftverkehr dokumentiert dies.
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Wohlstand, Mobilität und Individualisierung lassen auch in Stuttgart den Verbrauch von Grund und Boden steigen – der bislang zugleich Grundlage für Wirtschaftswachstum war

Stuttgart. Mehr Platz – das ist der Trend, dem viele Menschen in Baden-Württemberg gefolgt sind; Weitläufige Industriegebiete, große Supermärkte und geräumige Wohnungen sind in den vergangenen Jahrzehnten entstanden. Das Problem: Immer mehr Fläche wird verbraucht. Zu viel, meint Bernd Steinacher, Direktor des Verbandes Region Stuttgart (VES). Doch den Flächenverbrauch zu reduzieren, könnte die wirtschaftliche Entwicklung der Region Stuttgart bremsen, warnt Dirk Vallee, Technischer Direktor beim VRS. Um die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen, nimmt der VRS am Modellvorhaben Raumordnung (MORO) teil und erkundet Alternativen zum Flächenverbrauch.
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Bretten (BNN).
Provisorisch verlegt wurden die Bushaltestellen im Breitenbachweg. Sie liegen nun beim Baumarkt beziehungsweise in Höhe des Hauses Nummer 14. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Damit sich die Autofah­rer an die in diesem Bereich geltende Höchst­geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern halten, wird außerdem eine provisorische Mit­telinsel installiert. Ob sich diese Lösung bewährt, soll nun eini­ge Monate lang beobachtet werden, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Testphase dauert bis Ende Juli.

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Bretten (tk). Die Vereinigung Brettener Unternehmer (VBU) lehnt die von Oberbürger­meister Paul Metzger forcierte Abholzung von 20 Hektar Rüdtwald ab. ,, Wir sind zwar für Wachstum, um Arbeitsplätze zu sichern, aber nicht um jeden Preis“, sagte VBU-Vorsitzen­der Professor Alex Veit beim traditionellen Heringsessen in der Stadtparkhalle.
Bevor es an den Wald gehe, sollte die Verwaltung ,,alle anderen Möglichkeiten ausloten“ – und dazu zählten auch die Angebote der benachbarten Gemeinden zur Zusammenar­beit bei Interkommunalen Gewerbegebieten. Veit: „Das muss ernsthaft geprüft werden“.
Die VBU vertrete die Meinung. dass man nur dann im Rüdtwald abholzen dürfe, wenn ein Unternehmen in Gölshausen mehr Fläche benötige. ,,Das muss aber dann offen gelegt werden.“ Die Fehler der Vergangenheit , leichtsinnig Gewerbeflächen an Firmen zu vergeben, die dann zwar riesige Gebäude errichtet hät­ten, heute aber kaum noch jemanden beschäftigten, dürften sich nicht wiederholen.
Bei der zuvor abgehaltenen Hauptversammlung, zu der gut 90 Mitglieder der VBU gekommen waren, hatte Veit nochmals die Gründe für den Entschluss, mit der FDP für den Gemeinderat zu kandidieren, erläutert. Er sei ,,stolz, dass sich so viele Freiberufler und Selbstständige für unsere Stadt engagieren wollen.“

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