Zum Thema Rüdtwald und zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats:

Die Bürgerschaft wurde erstmals umfassend bei dem öffentlichen Informations- und Diskussionsabend am 19. September über den Stand der Planung bezüglich der Erstellung von Industriegebieten unterrichtet. Verwehrt war aber der Bürgerschaft, die Umweltverträglichkeitsstudie vor dieser Veranstaltung einzu-sehen. Somit konnte – und dies war gewollt -von der Bürgerschaft zu den eindeutigen Aussagen in der UVS über die schwer wiegenden ökologischen Risiken keine dezidierte Stellung genommen werden.
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Oberderdingen, Sulzfeld, Zaisenhausen und Kürnbach offen für Kooperation mit Bretten
Bürgermeister des Raumes Bretten erörtern nächste Woche künftige Zusammenarbeit

Oberderdingen-Flehingen. „Die bisherigen Verhandlungen zur Gründung einer gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Mittelbereich Bretten und die benachbarten Enzkreiskommunen sollen auch mit dem Ziel eines gemeinsamen Flächenmanagements fortgeführt werden” – so hat es der Brettener Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Beim nächsten Treffen der Bürgermeister aus dem Raum Bretten am kommenden Montag werden sich Oberburgermeister Paul Metzger und seine Kollegen über gemeinsame Wirtschaftsförderung austauschen. Brettens östliche Nachbarn haben da schon einige Erfahrung, betreiben sie doch seit mittlerweile vier Jahren ein gemeinsames Industrie- und Gewerbegebiet in Flehingen.
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Bretten (gm) Ganz neu ist die Erkenntnis nicht: die Lage ist ernst. „Wir sind in den Kommunen am Ende,” zog Oberbürgermeister Paul Metzger am Dienstagabend im Gemeinderat eine Bilanz, die sich für Bretten ganz konkret in den Zahlen des Eckwertebeschlusses für 2004 festmachen ließ. Zum ersten Mal kann die Stadt Bretten ihren Haushalt wahrscheinlich nicht mehr ausgleichen: „Trotz nochmaliger Spitzenwerte bei der Gewerbesteuer werden wir dazu wohl nicht in der Lage sein.” Trotzdem werden auf die BürgerInnen – abgesehen vom Abwasser- keine Gebührenerhöhungen zukommen.
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Gemeinderat fasste einstimmig Eckwertebeschluss für Verwaltungshaushalt 2004
Steuersätze bleiben unverändert /Abwassergebühren steigen im kommenden Jahr
Von unserem Redaktionsmitglied Michael Hölle

Bretten. Abgesehen von der Entscheidung zum Rüdtwald hat der Brettener Gemeinderat ein Bild der Geschlossenheit geboten. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefällt. Zumindest den ersten fassten die gewählten Bürgervertreter sicherlich nicht gerne. Der Verwaltungshaushalt 2004 weist einen Fehlbetrag von 1,9 Millionen Euro aus. Dieser soll durch eine Zuführung aus dem Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Dafür votierte der Gemeinderat im so genannten Eckwertebeschluss.
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Umweltverträglichkeitsprüfung für Gewerbegebiet wird weitergeführt:
Gemeinderat setzt vorerst auf den Rüdtwald

Bretten (gm). Noch ist nichts entschieden, das betont Oberbürgermeister Paul Metzger immer wieder, dennoch ist nicht zu verkennen, dass diejenigen, die bei allen Bedenken ein Gewerbegebiet in Teilen des Rüdtwaldes für die gegenwärtig beste Lösung halten, am Dienstagabend in der Gemeinderatsitzung einen kleinen Sieg errungen haben. Auch der OB selbst macht kein Hehl daraus, dass er bei den Alternativen Diedelsheimer Dreieck und Schwarzerdthof dem Rüdtwald den Vorzug gibt – vorbehaltlich der Ergebnisse der am Dienstagabend auf den Weg gebrachten Weiterführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durch die Forstdirektion, die unter Umständen neue Aspekte beinhalten könnte. Letztlich stand am Dienstag um 21,30 Uhr aber fest, dass eine weitere Etappe zu einer eventuellen Realisierung eines Gewerbe- und Industriegebietes im Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit genommen wurde und das trotz erneuter Proteste der Bürgerinitiative, die über 3000 Unterschriften zusammengetragen hatte und einer Rüdtwald-Absage des Ortschaftsrates Gölshausen. Der Gemeinderat sprach sich sowohl für die Weiterführung der UVP (15 Ja,- acht Nein-Stimmen und eine Enthaltung) als auch für eine daran anschließende Bürgerbeteiligung und nicht zuletzt – und dieser Beschluss fiel einstimmig – für Verhandlungen zu einer interkommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit dem Ziel eines gemeinsamen Flächenmanagements aus.
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Erst nach der Umweltverträglichkeitsprüfung soll über die Zukunft des Rüdtwaldes beschlossen werden
Einstimmiges Votum des Gemeinderats für ein gemeinsames Flächenmanagement mit den Nachbarkommunen
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier

Bretten. Mit deutlicher Mehrheit hat sich der Brettener Gemeinderat gestern Abend dafür ausgesprochen, zur Deckung des Eigenbedarfs in Industrie- und Gewerbeflächen die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Standort Rüdtwald durch die staatliche Forst-/erwaltung zu Ende führen zu lassen. Deren Ergebnis wird dann entscheidend dafür sein, ob das Industriegebiet Gölshausen um ein 40 Hektar großes Stück des Waldes erweitert wird oder nicht. 15 Ratsmitglieder aus CDU und SPD stimmten für diesen Beschluss, FWV/LUB und die Grünen dagegen, aus der SPD kam eine Stimmenthaltung.
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Zur Diskussion um die Erweiterung des Gewerbegebietes Gölshausen in den Rüdtwald:

Ich stelle eine Ausweitung von Gewerbegebieten (egal ob in Gölshausen, Schwarzerdhof oder Diedelsheimer Dreieck) überhaupt infrage: Nach einer Studie von Wissenschaftlern des Wiener Instituts für Demographie und des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien wird sich die Bevölkerung Europas in den nächsten 100 Jahren deutlich verringern. Die Bevölkerungsentwicklung hat seit 2000 eine „negative Eigendynamik” erreicht. Sie wird sich von heute 376 Millionen bis 2010 auf rund 290 Millionen reduzieren, also um sage und schreibe 86 Millionen (mehr als die Bundesrepublik vor der Einigung Einwohner hatte). Verantwortlich dafür sind die statistisch gesehene Geburtenrate von 1,5 Kindern pro Frau, und die Tatsache, dass Frauen in Europa immer älter werden, bevor sie Kinder bekommen.
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Unternehmer für Gewerbestandort bei Diedelsheim

Bretten (ba). „Wir präferieren ganz klar das Diedelsheimer Dreieck”, berichtet der Vorsitzende der Vereinigung Brettener Unternehmen (VBU), Dr. Alex Veit, von einer Vorstandssitzung vergangener Woche, die sich mit der aktuellen Diskussion über künftige Flächen für Industrie und Gewerbe befasste. Ein neues Gewerbegebiet an dieser Stelle hatte nach Ansicht des VBU-Vorstands die größten Vorteile, insbesondere unter dem Aspekt der Infrastruktur. Das Gebiet, das nach Ansicht von Veit auch noch um das Tal in Richtung Wössingen zu vergrößern wäre, könne behutsam entwickelt und Stuck für Stück über Investoren entwickelt werden.
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Entscheidung zu Rüdtwald

SWR Studio Karlsruhe  September 23, 2003 | einen Kommentar schreiben

Der Gemeinderat von Bretten entscheidet heute über die Zukunft des Rüdtwaldes bei Gölshausen. Die Stadt plant eine Erweiterung des Brettener Industriegebietes auf dem Gelände. Dazu sollen rund 40 Hektar Bäume gefällt werden. Die „Bürgerinitiative Rüdtwald“ ist gegen die Abholzung des 100 Jahre alten Baumbestandes. Gegen das Vorhaben wurden bereits mehr als 3.000 Unterschriften gesammelt.

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Im Brettener Haushalt fehlen nächstes Jahr voraussichtlich viereinhalb Millionen Euro
Einsparungen und Grundstücksverkäufe sollen für Etatausgleich sorgen / OB fordert Gemeindefinanzreform
Von unserem Redaktionsmitglied Michael Hölle

Bretten. Höhere Kindergartenbeiträge, Schließen des Jugendhauses, Streichen der Vereinszuschüsse – das könnte schon bald Wirklichkeit werden. „Im städtischen Haushalt fehlen nächstes Jahr viereinhalb Millionen Euro”, sagt Oberbürgermeister Paul Metzger. Komme die Gemeindefinanzreform in ihrer jetzigen Form, steige der Fehlbetrag um eine weitere Million Euro. Aber das Ende der Talsohle soll damit noch nicht erreicht sein. „Die Finanzsituation wird 2005 noch schlechter. Erst dann geht es wieder aufwärts”, ergänzt Bürgermeister und Stadtkämmerer Willi Leon-hardt. Keine angenehme Situation für die Gemeinderäte, wenn sie in ihrer nächsten Sitzung am kommenden Dienstag über die Eckwerte des Haushalts 2004 diskutieren.
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