Kinder aus Großvillars setzen sich mit Unterschriftenaktion für Erhalt des Rüdtwaldes und gegen neues Industriegebiet ein
Für Oberbürgermeister Metzger ist die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen unausweichlich /Alternativen werden geprüft

Bretten (pos). Der Brettener Rüdtwald hat in den vergangenen Wochen die Gemüter der Bürger erhitzt. Ein von der Stadt Bretten geplantes Industriegebiet hätte eine Teilabhol­zung zur Folge, gegen die Kinder aus Großvillars mit Unterschriften und Briefen an Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger protes­tierten. Auch die Naturschutzorganisation BUND sammelte vor zwei Jahren Unterschriften, da im Wald auch viele bedrohte Tierarten leben. In einem Gespräch mit den Brettener Nachrichten äußerte sich Oberbürgermeister Paul Metzger nun über den Sachstand. Positiv überrascht zeigte er sich über die Briefe der Großvillarser Schüler: „Ich habe mich gefreut, dass sich Kinder so für die Zukunft einsetzen“.
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Zur Berichterstattung über die geplante Einstellung des Citybusses (BNN vom 23. Mai) schreibt uns diese Leserin:

Weil ich häufig mit dem Stadtbus fahre, ist diese Nachricht sehr schlimm für mich. Aber auch für andere, die in der Oststadt wohnen!
Ich bitte hiermit, dem Stadtbus eine weitere Chance zu geben und zugleich den Preis auf einen Euro herabzusetzen. Ich weiß, das klingt absurd. weiter lesen –>

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Von Heike Kinkopf

Wer zieht den Fisch an Land? Die Frage bewegt Kommunen, wenn’s um die Ansiedelung von Industrie und Gewerbe im Kraichgau geht. Bei aller Konkurrenz – an Kooperation denkt Sulzfelds Bürgermeister. “Bevor Bretten einen Wald abholzt, um neue Industriefläche zu schaffen”, erklärt Eberhard Roth, sollten Alternativen ausgeschöpft werden.Das Denken über die Kirchturmspitze hinaus praktizieren Oberderdingen, Kürnbach, Zaisenhausen und Sulzfeld seit knapp fünf Jahren. Ihr gemeinsames Industriegebiet in Oberderdingen-Flehingen ist 40 Hektar groß.
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Zur Berichterstattung über die jüngste Gemeinderatssitzung in Bretten (BNN vom 22. Mai) äußert sich dieser Leser:
Seit vielen Jahren besuche ich sporadisch die Gemeinderatssitzungen und war dieses Mal von der Reaktion, Vehemenz und der Einsicht einiger Damen und Herren des Rates positiv überrascht. Die berechtigte Sorge um die zwei Millionen Euro (oder mehr) zusätzliche Schulden wurde zwar niedergebrüllt, aber das ist scheinbar das einzige Mittel gewesen, um den Beschluss, durch oft wiederholten Vorwurf der Erpressung, trotzdem so durchzusetzen. Der Umgang mit seinen Mitmenschen ist anders -und die treuhänderische Verwaltung von deren Geld auch.
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Zum Artikel „Dem Brettener Citybus droht jetzt das Aus” erreichte uns folgende Leserzuschrift:

Als ich den Bericht in den BNN gelesen habe, trieb es mir die Zornesröte ins Gesicht. Gut, es mag sein, dass der Citybus mit Fahrgästen nicht genug ausgelastet ist. Aber man könnte doch die Fahrtzeiten ausdünnen.
Vor allem den alteren Mitbürgern zuliebe. Lieber Herr Metzger, Sie stellen sich gerne als bürgernaher Oberburgermeister dar. Ich selbst hatte mich gegen diesen Beschluss der Abschaffung des Citybusses gewehrt.
Offenbar werden ältere Mitbürger, die ja keine Steuerbringer mehr sind, meist nur noch als lästiges Anhängsel angesehen. Wie sonst kann es geschehen, dass man diesen Menschen die letzte Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen, oder in die Stadt zu gelangen, nimmt?
Auch für viele Junge ist der Citybus eine günstige Gelegenheit, um in die Stadt oder zur Haltestelle zu gelangen, oder dieses als sicheren Schulweg zu benutzen. Ich finde es traurig, dass immer am falschen Ende gespart wird. Dieses Urteil trifft bestimmt viele ältere Leute.
Doch auch Stadträte werden mal älter und dürfen vielleicht irgendwann nicht mehr mit dem Auto fahren. Vielleicht haben sie alle das Glück, jemand zu haben, der sie mit dem Auto wohin bringt. Vielleicht sind sie dann auch mal froh, wenn sie den Citybus nutzen können.
Mein Appell an die älteren und jungen Leute die es betrifft: „Wehrt Euch und sammelt Unterschriften!” Denn wer resigniert, hat sich selbst aufgegeben.

Siglinde Böhm
Bissinger Straße 10
Oberderdingen-Flehingen

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Anstatt unqualifizierte Schnellschüsse auf so genannte Schädlinge abzufeuern, sollten die Briefschreiber die Gesamtursachen des Singvogelrückgangs ins Visier nehmen. Herr Joswig, der Vorsitzende des Naturschutzbundes, hat dies sehr fundiert dargelegt – ich danke ihm dafür herzlich.
Eigentlich müssten seine Argumente jedem Naturfreund geläufig sein. Es sind doch Binsenwahrheiten, dass durch Agrarsteppen und Zersiedlung der Landschaft Lebensraum und Nahrungsquellen der Vögel erheblich beeinträchtigt wurden.
Als Beispiel unser Bretten: 160 Hektar Naturfläche wurden in den letzten zehn Jahren zubetoniert. Bei der Stadtparkhalle wurden alte Brutbäume und damit die Nistgelegenheit für den Pirol vernichtet. Die Biotopvernetzung wird vernachlässigt. Hier sollte der Hebel zum effektiven Singvogelschutz angesetzt werden. Beispielsweise sollte man sich – wie dies jetzt 120 Schüler aus Großvillars getan haben – dafür einsetzen, dass durch Abholzung im Rüdtwald nicht weitere Lebensraume vernichtet werden.
Verweisen möchte ich auf eine umfangreiche Untersuchung in Rheinland-Pfalz mit dem Ergebnis, dass sich Rabenkrähen und Elstern nur zu einem verschwindend geringen Bruchteil von Eiern und Jungvögeln ernähren. Im Übrigen verzehren auch Marder und Eichhörnchen Eier und Jungvögel. Sollten die auch gleich mit ausgerottet werden, zusammen mit Fuchs und anderem „Raubzeug”?
Wir sollten doch all unseren Mitgeschöpfen ihr Lebensrecht zugestehen, denn „Raum für alle hat die Erde” (Schiller, Der Alpenjäger).

Kreis Privater Tierfreunde
Doris Wagner
Roßlauf 3
Bretten

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Stadt will die innerstädtische Buslinie 147 zum 1. September einstellen
Braun: Kosten zu hoch und Auslastung zu gering / Nachtbus wird ebenfalls gestrichen
Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf

Bretten. Schlechte Nachricht für die Nutzer des ÖPNV in Bretten: Zum 1. September wird die Buslinie 147, besser bekannt als „Citybus”, aller Wahrscheinlichkeit nach eingestellt. Dies kündigte Oberbürgermeister Paul Metzger dieser Tage an, nachdem sich der Gemeinderat bei der Verabschiedung des Haushalts 2003 für die Einstellung zu diesem Termin ausgesprochen hatte. Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Juni sollen darüber hinaus auch die Nachtbuslinien 141 (zwischen Bahnhof Bretten und Büchig/ Neibsheim) sowie 733 (zwischen Bahnhof Bretten und Sprantal) gestrichen werden.
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Aus der Pforzheimer Zeitung :

Kinder aus Großvillars an vorderster Front zum Erhalt von Bäumen – Briefe abgeschickt Richtung Bretten
OBERDERDINGEN-GROSSVILLARS.
“Der Rüdtwald muss erhalten bleiben, sonst ersticken wir eines Tages noch vor lauter Industrie”, das ist die Meinung der Viertklässer der Heinrich-Blanc-Schule in Großvillars. Mit mancherlei Mitteln kämpfen die Kinder zusammen mit den Bürgern des Ortes gegen die Abholzung des Brettener Rüdtwaldes. Die Schüler der Grundschule haben zwei Monate lang mehr als 120 Unterschriften gesammelt. Unabhängig davon war der Rüdtwald vor zwei Jahren auch schon ein Thema für die Naturschutzorganisation Bund in Bretten, der an einer Waldbegehung mit über 300 Bürgern teilnahm. Zum Artikel >>>

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Kinder aus Großvillars an vorderster Front zum Erhalt von Bäumen – Briefe abgeschickt Richtung Bretten

OBERDERDINGEN-GROSSVILLARS.
“Der Rüdtwald muss erhalten bleiben, sonst ersticken wir eines Tages noch vor lauter Industrie”, das ist die Meinung der Viertklässer der Heinrich-Blanc-Schule in Großvillars. Mit mancherlei Mitteln kämpfen die Kinder zusammen mit den Bürgern des Ortes gegen die Abholzung des Brettener Rüdtwaldes. Die Schüler der Grundschule haben zwei Monate lang mehr als 120 Unterschriften gesammelt. Unabhängig davon war der Rüdtwald vor zwei Jahren auch schon ein Thema für die Naturschutzorganisation Bund in Bretten, der an einer Waldbegehung mit über 300 Bürgern teilnahm.
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