Mrz
20
Zwei Ganztagesschulen für die Melanchthonstadt
Brettener Woche März 20, 2003 | einen Kommentar schreiben
Bretten.(gm) „Bretten wird neben der Ganztageshauptschule an der Hebelschule auch eine Ganztageseinrichtung im Grundschulbereich an der Schillerschule bekommen” – mit dieser Bestätigung der zuständigen Referentin des Oberschulamtes Karlsruhe kehrte Oberbürgermeister Paul Metzger am Mittwochmittag von einer Sitzung der Verwaltungschefs Nordbadens nach Bretten zurück. Sichere Grundlage für die Zusage ist die Tatsache, dass sich neben Bretten nur noch Mannheim um eine Ganztags- Grundschuleinrichtung beworben hat, die vom Kultusministerium geforderte Voraussetzung zur Meldung von zwei Schulen für den Nordbaden damit erfüllt ist.
Für den Oberbürgermeister bedeutet die Genehmigung von zwei Ganztagsschulen, in deren Konzept auch die Weiterführung der Schulsozialarbeit eingebunden ist, „einerseits einen Erfolg, andererseits eine finanzielle Anstrengung.” Letztere wird sich trotz der jetzt möglichen Bezuschussung von beispielsweise 90 Prozent für bauliche Einrichtungen im Haushalt auswirken. „Ich erwarte jetzt die Genehmigung des Regierungspräsidiums für den Haushalt und werde in diesem Zusammenhang zunächst mal eine Haushaltssperre von fünf Prozent vorbereiten.”
Metzger hatte immer trotz der absehbaren Kosten aus Überzeugung für Ganztagsschulen nicht allein im Hauptschulbereich, sondern auch im Grundschulbereich votiert, um „ keinen Bruch zwischen den Tageseinrichtungen der Kindergärten und der Schule aufkommen zu lassen. Außerdem können in der Grundschule wichtige Weichen gestellt werden. Wir müssen hier Schwerpunkte setzen, wenn wir die Mängel, die die Pisa-Studie aufgezeigt hat, beseitigen wollen.”
Die Ganztagseinrichtungen waren bei den Haushaltsbeschlüssen einstimmig zur außerplanmäßigen Entscheidung vorgesehen worden, weil man einen konkreten Bescheid erst abwarten wollte. „Es war richtig, dass wir auf klare Grundlagen gesetzt haben,” unterstreicht Metzger noch einmal die Vorgehensweise des Gemeinderates. „Jetzt können wir mit klaren Vorgaben ein Finanzierungspaket schnüren.” Dabei gelte es, so der OB, genau abzuwägen, was dafür in Frage gestellt werden könne. Denn eines ist sicher: „Alles geht nicht”.
Mrz
19
Brücke und Tunnel zur Entlastung Brettens
BNN März 19, 2003 | einen Kommentar schreiben
Auch an den Lückenschluss Richtung Knittlingen gedacht / Problem Alexanderplatz
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. „Ohne Südwest-Tangente bleibt das Chaos in der Innenstadt”, sagt Oberbürgermeister Paul Metzger voraus. Und meint damit nicht nur die Fahrzeugmassen, die schon heute die Straßen Brettens verstopfen. Weitere werden hinzu kommen im Laufe der nächsten Jahre, etwa mit der erwarteten Einführung der Lkw-Maut im Sommer. Und die Südwesttangente, die die B35 im Westen mit der B294 im Süden verbindet, wird wohl noch auf viele Jahre Zukunftsmusik bleiben (siehe -Kommentar).
Immerhin ist sie nun nicht mehr nur ein Gedankenspiel von Planern und weitsichtigen Kommunalpolitikern. Das Land hat die Trasse über das Rinklinger Tal und durch den Rech-berg in die Prioritätenliste für den Bundesfernstraßenbau aufgenommen. Und das ist das Startsignal, konkrete Pläne zu erarbeiten -egal, wann sie realisiert werden.
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Mrz
19
Immer mehr Autos rollen durch Bretten
BNN März 19, 2003 | 1 Kommentar
46 Prozent Plus seit 1986
Bretten (ba). Ein Blick auf die Straßen der Stadt belegt es: Die Zahl der Fahrzeuge ist in den vergangenen gut 15 Jahren enorm gewachsen. Stadtplaner Ulrich Braun wartet mit konkreten Zahlen auf. Waren 1986 in Bretten noch rund 12 700 Fahrzeuge gemeldet, kletterte die Zahl bis 2002 auf rund 18 600. Das entspricht einer Steigerung von über 46 Prozent. „Und am Straßennetz hat sich in dieser Zeit kaum etwas geändert”, stellt der Stadtplaner fest.
Weil das – mit Ausnahme der B-293-Umgehung Gölshausens – auf absehbare Zeit auch so bleiben wird, lässt sich erahnen, wie es in einigen Jahren auf den Straßen in und um Bretten zugeht: Eine Ende der 90er Jahre erstellte Hochrechnung für das Jahr 2010 liefert Zahlen.
Auf der Achse vom Alexanderplatz durch die Melanchthonstraße und die Wilhelmstraße zur Pforzheimer Straße werden dann innerhalb 24 Stunden 24 000 bis 27 000 Autos rollen. Bei der letzten Zählung 1986 waren es noch rund 16 000.
Die Südwesttangente könnte eine enorme Entlastung bringen. Sie soll etwa 12 000 Fahrzeuge in 24 Stunden aufnehmen. Dann gäbe es nach den derzeitigen Prognosen in der westlichen Melanchthonstraße 46 Prozent weniger Verkehr.
Weil der Verkehrsstrom von Gölshausen Richtung Pforzheim dann ebenfalls um Bretten herumgeführt werden könnte, wäre der Traum vom verkehrsberuhigten Marktplatz zum Greifen nahe, auch der Schleichweg über das Wohngebiet Wanne nicht mehr so attraktiv.
Die B-35-Nordumgehung Brettens bekäme allerdings zusätzlichen Verkehr. Rund 12,5 Prozent sind vorausgesagt. Der weitere Ausbau einschließlich des Alexanderplatzes als westliche Einfahrt nach Bretten sind daher umumgänglich.
Mrz
17
Glück und eiserner Sparwille–Schuldenfrei sind nur wenige kleine Kommunen im Land
Stuttgarter Zeitung März 17, 2003 | einen Kommentar schreiben
BRÜHL/STUTTGART (lsw). Sie sind selten, aber es gibt sie noch: schuldenfreie Kommunen im Land. Allen Hiobsbotschaften ihrer Kollegen zum Trotz legen einige Kämmerer doch noch Jahr für Jahr positive Zahlen vor.
Dahinter steht manchmal Glück, meist aber vor allem ein eiserner Sparwille. Der Gemeindetag geht allerdings davon aus, dass auch das bald nichts mehr hilft. Bei sinkenden Einnahmen aus dem kommunalen Finanzausgleich und steigenden Ausgaben durch ständig neue Aufgaben würden auch diese Gemeinden selbst ohne große Investitionen “zwangsläufig” in die roten Zahlen rutschen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Gemeindetages, Christian Steger, voraus.
Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung lastet demnach auf der 4000-Einwohner-Stadt Sankt Blasien (Kreis Waldshut) mit 3445 Euro, auf Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis, 12 000 Einwohner) und auf der Landeshauptstadt Stuttgart (585 000 Einwohner) mit 2427 Euro Schulden pro Kopf. Bad Wildbad (Kreis Calw, 11 000 Einwohner) drückt eine Schuldenlast von 2371 Euro je Einwohner, für Mannheim (300 000 Einwohner) liegt der Wert bei 2050 Euro.
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Mrz
13
Südwestspange steht auf der Reserveliste
BNN März 13, 2003 | 1 Kommentar
Stuttgart bessert nach
Bretten (ba). Der Bau einer Südwestumgehung Brettens von der B 35 zur B 294 ist in der Prioritätenliste des Landes nach vorne gerückt. Das teilte gestern der Landtagsabgeordnete Franz Wieser mit. Das Projekt, für das bisher nur eine ungefähre Trasse im Flächennutzungsplan freigehalten ist, ist danach mit einem Kostenvolumen von 16 Millionen Euro im Zeitraum bis 2020 zur Verwirklichung vorgesehen.
Der Bau der Brettener Südwestspange steht allerdings nicht direkt in der Prioritätenliste zum Bundesfernstraßenplan, den das Land nach Berlin schickt. Vielmehr wurde, wie Wieser weiter mitteilte, von der Stuttgarter Landesregierung eine Reserveliste aufgestellt, in der solche Vorhaben aufgeführt werden, die dann zum Zuge kommen, wenn sich andere Straßenbauprojekte aus irgend welchen Gründen als nicht realisierbar erweisen sollten.
Trotzdem sei die Umfahrung Brettens auf der Strecke von der nördlichen Pforzheimer Autobahnausfahrt in Richtung B 35 — Bruchsal nun gleichwertig zu betrachten mit der in der eigentlichen Prioritätenliste stehenden Bauschlotter Umgehungsstraße im selben Straßenzug. Der Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger hat in der Vergangenheit wiederholt Befürchtungen geäußert, dass Bretten vom Verkehr überflutet werden könnte, wenn nur das Projekt in der südlichen Nachbargemeinde verwirklicht werden sollte.
Wann die Brettener Südwestumgehung tatsächlich gebaut wird, steht freilich noch in den Sternen. Sollte die Stadt Bretten im Wettstreit um die Ausrichtung der Landesgartenschau den Zuschlag erhalten, wäre die neue Straße ein Teil der Baumaßnahmen, die in diesem Zusammenhang zu verwirklichen sind.
Mrz
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Ein Dorf in Baden soll zum Freilichtmuseum werden, doch nicht alle Bewohner wollen Inventar sein
Sprantal – Mit der Ruhe im Flecken ist es vorbei. Seit bekannt ist, dass das Badische Landesmuseum in Karlsruhe an Plänen arbeitet, aus dem Kraichgauörtchen Sprantal mitsamt seinen Bewohnern ein “lebendes” Freilichtmuseum zu machen, zieht sich ein tiefer Graben durch das Dorf. Anders als die Stadtoberen beteuern, ist der Beifall einiger Sprantaler für die Idee eher verhalten.
VON TORSTEN SCHÖLL
Das Dorf liegt auch am späten Vormittag noch wie verschlafen in der Talsenke. In Sprantal, einem Ortsteil von Bretten, leben rund 380 Menschen. Doch genau genommen verbringen die meisten hier nur die Nacht. Denn Arbeit gibt es in der kleinen Kraichgauortschaft kaum. Einen Laden sucht man hier vergebens, am Ortsrand steht der letzte Bauernhof, Handwerker haben sich nur wenige angesiedelt. Wer hier wohnt, fährt ins Büro nach Bretten oder Pforzheim.
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Mrz
11
Naturschützer: Schiene statt Straße ausbauen
Südwest Presse März 11, 2003 | einen Kommentar schreiben
VERKEHR / Liste umweltfreundlicher Projekte
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) lehnt einen weiteren Autobahnausbau im Land ab. Stattdessen sollen Eisenbahnverbindungen modernisiert werden.
LSW
STUTTGART Der geplante Autobahnausbau im Rahmen des neuen Bundes-verkehrswegeplans ist aus Sicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Baden-Württemberg verkehrspolitisch kontraproduktiv. Die neuen Spuren der Autobahnen 5, 6 und 8 verliefen parallel zu Neu- und Ausbaustrecken der Deutschen Bahn AG und schwächten die Konkurrenzfähigkeit der Schiene, sagte BUND-Landesgeschäftsführer Michael Spielmann gestern in Stuttgart. Die Natur-schützer unterstützten nur Maßnahmen zur Modernisierung der bestehenden Infrastruktur wie die Anlage von Standspuren oder Lärmschutzmaßnahmen. Der Bundesverkehrswegeplan soll in den kommenden Wochen vorgestellt werden.
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