Mrz
28
Zu den Berichten über Brettener Verkehrsproblemen und deren mögliche Lösungen:
Die wiederholt gemachten Äußerungen der Stadtverwaltung, dass die Südwesttangente auch zur Entlastung des Wohngebietes Wanne beitragen soll, muss jedem Bewohner dieses Gebietes wie Hohn in den Ohren klingen. Die Stadtverwaltung selbst hat doch mit dem Bau der „Querspange” im Ruiter Tal erst dafür gesorgt, dass der jetzige so genannte „Schleichweg” ermöglicht wurde.
Zusätzlich wurde dann in der Otto-Hahn-Straße noch die Geschwindigkeitsbeschränkung abgeschafft, im Breitenbachweg gar die 30-Kilometer-Zone. Die Straßen weisen durchgehend Bundesstraßenbreite auf, gegen Forderungen von Anwohnern auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung hat man sich sogar gerichtlich zur Wehr gesetzt. Das angeordnete Durchfahrverbot für Lkw ist mangels Kontrollen und durch Gewährung von Ausnahmegenehmigungen wenig wirkungsvoll.
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Mrz
28
Leserbrief : Fitnesstraining im Parkhaus
BNN März 28, 2003 | einen Kommentar schreiben
Über den defekten Aufzug im Parkhaus Seedamm in Bretten:
Mein Lieblingsparkhaus macht mir Kummer; oder soll ich mich über die Fürsorge der Stadtwerke freuen? Ausreichend für meine Fahrkünste finde ich in diesem Parkhaus immer einen Stellplatz für mein Auto, einen Zugang zum Lift auf allen Ebenen und manchmal etwas Wasser im Keller.
Bereits vor einigen Wochen haben die Stadtwerke beschlossen, etwas für meine Fitness zu tun. Ich stellte mein Auto auf einem der für Frauen reservierten Stellflächen ab und marschierte zum Lift. Dort informierte mich ein Hinweiszettel, dass dieser zurzeit leider nicht in Betrieb sei. „Na ja”, dachte ich noch guter Laune, „ein wenig Training kann nicht schaden”, und machte mich daran, alle Stockwerke zu Fuß zu erklimmen.
Inzwischen parkte ich wiederholt im Parkhaus, jedoch nun ganz oben und war froh, jeweils nur zwei Stockwerke erklimmen zu müssen. Übrigens war nun nur noch an der Lifttür am Ausgang ein entsprechendes Hinweisschild zu sehen.
Wie umständlich muss das Parken für diejenigen sein, die auf den Fahrstuhl angewiesen sind? Ich denke da an Gehbehinderte oder an Mütter mit Kinderwagen. Der betroffene Personenkreis wird wohl auf andere Parkmöglichkeiten zurückgreifen müssen.
Es kann doch nicht so schwer sein, einen Lift zu reparieren, oder haben die Stadtwerke kein Geld mehr? Wie ich hörte, soll künftig sogar bei der Straßenbeleuchtung gespart werden. Da kann man nur noch hoffen, dass die vielen Touristen, die nach Bretten gelockt werden sollen, ihre Taschenlampen mitbringen, damit sie wenigstens die Treppen im Parkhaus finden.
Helga Baumbusch
Wiesenstraße 29
Bretten
Mrz
27
Leserbrief : Kostenintensives Prestigeobjekt
Brettener Woche März 27, 2003 | einen Kommentar schreiben
In der letzten Ausgabe dieser Zeitung wurde im Rahmen eines Gesprächs der Landwirte mit unserem Oberbürgermeister Metzger über die ablehnende Haltung der Landwirte zur Landesgartenschau sehr kritisch berichtet und gleichzeitig den Landwirten unterstellt, damit gegen die Interessen der Mehrheit der Brettener Bürger zu handeln. Aufgrund meiner eigenen Erfahrungen lehnt ebenso wie die Landwirte die Mehrheit der Brettener Bürger die Durchführung einer LGS ab. So habe ich in vielen Gesprächen mit Mitbürgern keine Zustimmung für die vorgesehene LGS erkennen können.
Diese Beobachtung deckt sich auch mit der Verhaltensweise unserer Mitbürger. So ist es auch als entsprechende Willenskundgebung anzusehen, wenn bei der Gemeinderatssitzung, bei welcher über die Förderung unserer Jugend und Beibehaltung der Schulsozialarbeiterstelle verhandelt wurde, im Gegensatz zu einer früheren Sitzung zum Thema LGS und Vergrößerung der Stadt auf 30 000 Einwohner die Sitzreihen im großen Rathaussaal von engagierten Bürgern voll belegt waren.
Während Kürzungen bezüglich der Förderung unserer Jugend beschlossen wurden, waren gleichzeitig finanzielle Aufwendungen für die Planung der Landesgartenschau entstanden, die nicht Kürzungen unterzogen wurden. Auch hier glaube ich, dass diese Verhaltensweise, wenn sie denn die Öffentlichkeit wahrgenommen hätte, nicht deren Bewilligung gefunden hätte. Es ist nicht realistisch, den Bürgern zu suggerieren, dass mit der LGS auch viele andere Probleme gleichzeitig mit geringem zusätzlichen finanziellem Aufwand zu lösen sind. Jede bislang durchgeführte LGS hat mit hohen finanziellen Defiziten abgeschlossen. Dies sind eindeutige jederzeit beweisbare Tatsachen.
Und wie passt dies zusammen? Auf der einen Seite verordnete Haushaltssperre von fünf Prozent und auf der anderen Seite Verharren auf kostenintensiven Prestigeobjekten wie LGS und erhebliche Stadtvergrößerung über den eigenen Bedarf hinaus mit hohen finanziellen Verpflichtungen über Jahre hinweg.
Dr. Frank Altenstetter
Kurpfalzstraße 9
75015 Bretten
Mrz
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Leserbrief : Verkehrsmisere ist hausgemacht
BNN März 24, 2003 | 11 Kommentare
Zu den Plänen der Stadt, langfristig die Verkehrsprobleme Brettens zu lösen:
Neue Industriegebiete, neue Wohnbaugebiete (3 000 Einwohner bringen 2 000 Kraftfahrzeuge zusätzlich auf die Straßen) und jahrzehntelang fast dasselbe Straßennetz ohne Alternativen – das muss zum Verkehrskollaps führen!
Vor fast einem Jahr stellte der BAK (Bürgerarbeitskreis) eine Verkehrsstudie vor, wie man (preiswert den unmöglichen Zustand sofort lindern kann, den Verkehr flüssiger macht, Unfallschwerpunkte eliminiert, beispielsweise den Lkw-Verkehr über den Marktplatz vermeidet und gleichzeitig eine neue Umleitungsstrecke für das Peter-und-Paul-Fest bekommt. Diese Studie liegt der Stadt vor und ist auch im Internet www.bak-bretten.de abrufbar.
Franz Cizerle
Fichteweg 8
Bretten
Mrz
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OB: Gehe Klinken putzen
Schlechte Karten für Brettens Straßenprojekte
Bretten (ba). „Weiterer Bedarf” – so hat das Berliner Verkehrsministerium diese Woche nicht nur das Projekt Südwesttangente eingestuft, sondern auch den bereits gesichert geglaubten Ausbau der B-35-Nordumgehung samt Umgestaltung des Alexanderplatzes. Dies bedeute nicht nur, dass vor 2015 kein Geld für diese Vorhaben zur Verfügung steht, sondern auch, dass diese Straßen noch nicht einmal geplant werden dürften. Da tröstet es Oberbürgermeister Metzger und Stadtplaner Braun wenig, dass nun auch die Umgehungsstraßen für Bauschlott und Jöhlingen-Berg-hausen die gleiche geringe Priorität haben.
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Mrz
22
Bretten sieht keinen Grund zur Begeisterung
Stuttgarter Zeitung März 22, 2003 | einen Kommentar schreiben
Die große Kreisstadt Bretten im Landkreis Karlsruhe hat 28 000 Einwohner, gegenwärtig 54 Millionen Euro Jahresetat, knapp 31 Millionen Euro Schulden und 847 000 Euro, die unterm Strich im Verwaltungshaushalt für Investitionen übrig bleiben. Bei Stadtkämmerer Willi Leonhardt hat das geplante Programm der Bundes- regierung trotzdem “keine Begeisterungsstürme” entfacht. Seine Begründung: “Ein reines Kreditfinanzierungs- programm lässt keine zurückgestellten Maßnahmen wieder aufleben.” Auch in Bretten hat man noch keine genauen Informationen über die Bedingungen, zu denen die Kommunen die von der Bundesregierung versprochenen Kredite nutzen können.
Als Nutznießer käme nach Ansicht Leonhardts möglicherweise die städtische Wohnbau-GmbH in Frage, deren 530 Wohnungen sanierungsbedürftig sind. “Hier könnten wir vielleicht Eigentumswohnungen bilden und diese verkaufen, wobei die Sanierungsmittel den Käufern übertragen werden.” Unter Umständen erhoffen sich die Brettener vom Angebot der Bundesregierung aber auch “Wachstumsimpulse für die Infrastruktur”. Es war schon bisher möglich, die Hälfte des Investitionsbedarfs für Sporthallen oder Schulen günstig über die Kreditanstalt für Wiederaufbau zu finanzieren. Künftig könnten diese Darlehen billiger werden. wis
Mrz
21
Zur Berichterstattung über die geplante Südwesttangente:
Das ständig steigende Verkehrsaufkommen, insbesondere auch des Last- und Schwerlastverkehrs, wird in Bretten langsam unerträglich. Dazu kommt, dass Bretten auf der Achse des Abkürzungsverkehrs zwischen der Autobahnausfahrt Pforzheim-Mitte und Bruchsal liegt. Die Bauschiotter registrieren eine Verdreifachung des Durchgangsverkehrs. In Bretten dürfte es ähnlich sein. Die kommende Lkw-Maut, die besonders bei den überschweren Lastern teuer wird, wird das Verkehrsaufkommen in Bretten weiter anheizen.
Wer gemütlich auf dem schönen Marktplatz etwas trinken will, kann an manchen Tagen einen Schwerlaster nach dem anderen vorbeirauschen sehen. Wirklich keine Werbung für die idyllische, schöne, alte Stadt Bretten.
Auf der Durchfahrt Pforzheimer Straße/Wilhelm-/Melanchthonstraße sind zurzeit zwischen Mädchenheim und Alexanderplatz sechs Ampeln geschaltet. Eine siebte wird gerade installiert. Dazu kommt noch der Kreisel in der Bahnhofstraße, der sich bewährt hat und zu einem großen Kreisel ausgebaut werden sollte, und nicht, wie man hört, durch eine weitere Ampel ersetzt werden darf.
Als alter Autofahrer, der in seinem langen Leben über vier Millionen Kilometer abgespult hat, frage ich mich, wie soll in einer so kurzen und ampelbestückten Strecke, mit zahlreichen Zu- und Abfahrtsstraßen, ein fließender Verkehr garantiert werden? Wie soll das Nadelöhr Alexanderplatz zukünftig seiner Verkehrsverteilungsfunktion gerecht werden? Ich befürchte, dass regelmäßige Staus bis Gondelsheim und täglicher Verkehrsstillstand im Bereich der Wilhelm- und Melanchthonstraße die Regel sein werden.
Da kann man nur sagen: „Arme Melanchthonstadt Bretten!”
Dr. Gerhart Gerweck
Postweg 49
Bretten
Mrz
21
Woher Geld für die Ganztagesschulen ?
BNN März 21, 2003 | einen Kommentar schreiben
Oberbürgermeister Paul Metzger zur Finanzierung der beiden Ganztagsschulen, die voraussichtlich im Spätsommer in Bretten den Unterricht aufnehmen werden:
BNN: Woher nimmt die Stadt das Geld für die beiden Ganztagsschulen?
Metzger: Wir haben die Räume, die wir in der Hebelschule und der Schillerschule für den Ganztagsunterricht benötigen, ohne Landeszuschuss gebaut. Diese Schulräume könnten nun über das Vier-Millarden-Bundes- programm nachträglich mit 90 Prozent bezuschusst werden. Das würde natürlich unsere Schuldenbilanz reduzieren. Diese Rechnung wird jetzt aufgestellt, Anschließend müssen wir abwägen, wie es im Zahlenwerk insgesamt aussieht.
BNN: Bedeutet das, dass die Stadt Bretten in jedem Fall einen Nachtragshaushalt braucht?
Metzger: Nicht unbedingt. Aber mit Blick auf weitere Unsicherheiten – die wirtschaftliche Lage, die Folgen des hirnrissigen Kriegs im Irak, Steuerausfälle – werde ich jetzt, nachdem der Haushalt vom Regierungspräsidium genehmigt ist, eine fünfprozentige Haushaltssperre erlassen. Das soll deutlich zeigen, dass gespart werden muss.
BNN: Wie wirkt sich diese Haushaltssperre aus?
Metzger: Diese fünf Prozent sind überall dort einzusparen, wo keine vertraglichen Pflichten bestehen. Man wird das merken etwa bei der Unterhaltung von Bauten und Straßen oder bei der Grünpflege. Bei den Personalkosten kann ich nicht mehr einsparen, höchstens Stellen weniger besetzen. Die Haushaltssperre bedeutet letztlich nichts anderes als das, was schon den Ortschaftsräten auferlegt wurde: Auch deren Budgets sind um fünf Prozent gekürzt worden. Ich hoffe, dass wir damit etwa 500 000 bis 600 000 Euro einsparen – wenn wir es durchhalten.
BNN: Die Personalkosten für die Schulen kämen in den Nachtragshaushalt?
Metzger: Die Stellen für die Sozialarbeiter sind im Stellenplan enthalten. Zu klären ist noch die Frage, ob die Schüler ihre Mahlzeiten von stadteigenem Personal erhalten werden oder ob diese Aufgabe an Dienstleister vergeben wird. Ich denke, dass Dienstleister für uns die richtigen Partner sein könnten. ba
Mrz
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Bretten (gm) Mit ihrem plakativen Nein zur Landesgartenschau wenige Tage vor dem Besuch der LGS-Kommission, sind die Brettener Landwirte bei der Bevölkerung nicht gerade überall auf Zustimmung gestoßen. Sollte die landwirtschaftliche Intervention gar zu den entscheidenden Minuspunkten bei der Beurteilung führen, dann dürfen sich die Bauern auf den Vorwurf gefasst machen, dass eine sehr kleine Minderheit die Chancen für die große Mehrheit vereitelt hat.
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Mrz
20
Bauern klagen über Flächenverbrauch
BNN März 20, 2003 | einen Kommentar schreiben
Gespräch mit OB Metzger
Bauern klagen über Flächenverbrauch
Bretten (ha) Mit dem Vorwurf des überhöhten Flächenverbrauchs zu Lasten der Landwirtschaft in Bretten sah sich Oberbürgermeister Paul Metzger bei einem Treffen mit Landwirten am Dienstag konfrontiert. Wie wiederholt berichtet, klagen Brettener Landwirte darüber, dass die Kommunalpolitik ihre Interessen zu wenig berücksichtige und für die Ausweisung von Gewerbegebieten und Siedlungsflächen, aber auch für die Landesgartenschau Flächen vorsehe, die ihnen als Felder dienen. weiter lesen –>
