Feb
15
Leserbrief : Für Bürger schwer nachvollziehbar
BNN Februar 15, 2003 | 2 Kommentare
Zum Artikel „Neuartige Strahler sollen Fresken Profil verleihen” erreichte uns folgende Leserzuschrift:
Was würde Melanchthon dazu sagen? Sicher würde er sich über das Museumsfest aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Hauses freuen. Sein Werk erfährt durch diese Veranstaltung neue Belebung. Die Bedeutung des großen Gelehrten für das damalige Bildungswesen und auch für die Reformationsbewegung wird so einer breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich.
Es ist gut für die Stadt Bretten und ihre Mitbürger, wenn das schmucke Melanchthonhaus mit modernen Medien ausgestattet wird und in professionellem Glanz erstrahlt. Demonstriert die Stadt doch so, dass sie stolz ist auf ihren ehemaligen Bürger und sein Andenken pflegt. Multimedia-Stationen, Vitrinen und Leuchttafeln erleichtern den Zugang zum komplexen Wirken und Werk Melanchthons. Anders als bei einer Gruppenführung, kann der zukünftige Museumsbesucher verweilen und vertiefen, was ihn gerade interessiert.
Mit 350000 Euro aus Ländermitteln wurde die neue Ausstattung ermöglicht – eine beachtliche Summe. Angesichts der knappen öffentlichen Finanzmittel für die Bürger schwer nachvollziehbar. Bei den Kürzungen der Zuschüsse für die Musikschulen, Streichung von notwendigen Schulsozialarbeiterstellen, überfüllten weiterführenden Schulen und Universitäten und zu wenig Lehrpersonal spüren Schüler, Studenten, Lehrer und Eltern, dass im Bereich der Bildung heutzutage extrem gespart wird. Melanchthon als Lehrer und Universitätsgründer würde sich heute sicher für eine bessere Umverteilung der öffentlichen Mittel einsetzen und hätte eher kein Geld übrig gehabt für Strahler mit dreidimensionalen Effekten.
Fraglich erscheint mir, inwiefern das Profil der Fresken zu mehr Verständnis von Leben und Werk Melanchthons beitragen wird.
Elke Peissner
Im Wiesengrund 8
Bretten
Feb
13
Leserbrief : Statt Strahlern lieber Schulsozialarbeit
BNN Februar 13, 2003 | einen Kommentar schreiben
Zum Artikel „Neuartige Strahler sollen Fresken Profil verleihen” (BNN vom 11. Februar) erreichte uns folgende Leserzuschrift: Wie dem Artikel zu entnehmen war, sollen im Rahmen von Umbaumaßnahmen der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses auch Multi-media-Stationen, Vitrinen und Leuchttafeln installiert werden. Die Investitionskosten hierfür sind auf 350 000 Euro veranschlagt. 350 000 Euro – um „die Reformatoren dreidimensional zu beleuchten”. Was leider nicht jedem bekannt ist: Diese 350 000 Euro zahlt die Stadt Bretten – und damit alle Brettener Bürger.
Doch fast gleichzeitig wird von einer Streichliste der Stadt berichtet, über die der Gemeinderat unlängst in Klausur beraten hat, eine Streichliste, die nicht mit Grausamkeit spart: Fast alle freiwilligen Leistungen werden zurückgefahren oder ersatzlos gestrichen. Die Vereinsförderung wird gekürzt, die Zuschüsse an die Jugendmusikschule werden gekürzt, die Ortsteile erhalten weniger Geld.
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Feb
11
Naturschützer : Schiene statt Straße ausbauen
Südwest Presse Februar 11, 2003 | einen Kommentar schreiben
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) lehnt einen weiteren Autobahnausbau im Land ab. Stattdessen sollen Eisenbahnverbindungen modernisiert werden.
LSW
STUTTGART Der geplante Autobahnausbau im Rahmen des neuen Bundesverkehrswegeplans ist aus Sicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Baden-Württemberg verkehrspolitisch kontraproduktiv. Die neuen Spuren der Autobahnen 5, 6 und 8 verliefen parallel zu Neu- und Ausbaustrecken der Deutschen Bahn AG und schwächten die Konkurrenzfähigkeit der Schiene, sagte BUND-Landesgeschäftsführer Michael Spielmann gestern in Stuttgart. Die Naturschützer unterstützten nur Maßnahmen zur Modernisierung der bestehenden Infrastruktur wie die Anlage von Standspuren oder Lärmschutzmaßnahmen. Der Bundesverkehrswegeplan soll in den kommenden Wochen vorgestellt werden.
“Der BUND konzentriert sich auf besonders umweltfreundliche Projekte mit großer Entlastungswirkung für die Bevölkerung, einem geringen Umweltrisiko und einem hohen verkehrlichen Handlungsbedarf”, sagte Spielmann. Dieses Vorhaben sei in eine Liste eingegangen, die der BUND dem Bundesverkehrsministerium geschickt habe.
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Feb
8
Für Prestigeobjekt darf kein Ackerland verblasen werden
BNN Februar 8, 2003 | einen Kommentar schreiben
Bretten. „Wir bangen um unsere Existenz”, bringt Friedrich Holstein, Sprecher des Bau-ernverbands, auf den Punkt, was ihn und seine Kollegen dazu veranlasst hat, die Brettener Bewerbung um die Ausrichtung einer Landesgartenschau strikt abzulehnen. Ein klares „Nein” in leuchtend roter Schrift prangt seit gestern auf einem knallgelben Schild, das die Landwirte im Gewann „An der Eng” aufgestellt haben, um ihren Protest gegen die städtischen Pläne deutlich zu machen. „Es kann nicht angehen, dass für ein reines Prestigeobjekt der Stadt unnötig Ackerland Verblasen wird”, erklären die Vertreter des 60 Mitglieder zählenden Brettener Ortsverbands unisono.
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