Feb
27
Wir brauchen sie, sie hilft uns
Brettener Woche Februar 27, 2003 | einen Kommentar schreiben
Pestalozzischüler kämpfen beim OB um ihre Schulsozialarbeiterin:
Bretten (gm). Eines ist sicher: für ihre Schulsozialarbeiterin würden sie durchs Feuer gehen. Und – sie wollen sie unbedingt behalten. Mit geballter Power sitzen Schüler der Diedelsheimer Pestalozzischule am Dienstagmorgen in einem Klassenzimmer Oberbürgermeister Paul Metzger gegenüber und protestieren gegen eine Nichtverlängerung der Brettener und Gondelsheimer Schulsozialarbeit. Richtiger: sie kämpfen so vehement für „ihre” Silke Abt, dass der Verwaltungschef, der sich vom Engagement der Schüler beeindruckt zeigt, nicht umhin kann festzustellen: „Das ist ja eine richtige Liebe”.
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Feb
27
Leserbrief : Steueranteil müsste eigentlich steigen
BNN Februar 27, 2003 | einen Kommentar schreiben
Zum Bericht über die Verabschiedung des
Haushalts 2003 im Brettener Gemeinderat:
Bei der Gemeinderatssitzung am 18. Februar erklärte OB Metzger, dass in Bretten seit 1998 der Bestand von
9000 Arbeitsplätzen zwischenzeitlich auf 11 000 Arbeitsplätze ausgeweitet wurde. Kompliment!
Was allerdings erstaunt ist die Tatsache, dass sich der Einkommenssteueranteil von rund 9 Millionen Euro seither kaum verändert hat. Ganz im Gegenteil, der Anteil schrumpft. Dabei müssten 2 000 Arbeitsplätze mehr mindestens 1,5 bis 2,0 Millionen Euro mehr bringen.
Wenn man bedenkt, dass gewöhnlich die Ansiedlung von neuen Firmen zusätzliches Steuergeld kostet, aber weniger Einkommensteuer einbringen soll, so müssten demnach irgendwelche Zahlen getürkt sein, oder aber, die Rechenbücher von Adam Riese haben keinen Wert mehr.
Franz Cizerle
Fichteweg 8
Bretten
Feb
20
Erst die Chancen ausloten und gemeinsam das Für und Wider prüfen”
Brettener Woche Februar 20, 2003 | einen Kommentar schreiben
Mahnung zur Besonnenheit bei Stellungsnahmen gegen Freilichtmuseum:
Bretten (gm). Nachdem die vom Landesmuseum entwickelte Idee eines Freilichtmuseums nach dem Vorbild des französischen Ecomusee in der Sprantaler Bürgerversammlung zunächst außerordentlich positiv aufgenommen worden war, regt sich dort jetzt Widerstand in Form einer Unterschriftenaktion. Wird hier eine Chance möglicherweise voreilig vertan – oder rechtzeitig vor den Auswirkungen des Museumsplanes gewarnt: ein Gespräch mit dem Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger und dem Sprantaler Ortsvorsteher Kurt Kraus.
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Feb
20
Verstimmung in Gondelsheim
Brettener Woche Februar 20, 2003 | einen Kommentar schreiben
„Knackpunkt” Schulsozialarbeit:
Bretten. (gm) Volle Zuhörerreihen bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag: Schüler, Eltern und Lehrer – zu einem großen Teil auch aus Gondelsheim – protestierten gegen die „Streichung” der Schulsozialarbeiterstellen und wiesen auf die erfolgreiche Arbeit gerade im Bereich der als schwierig eingestuften Schüler hin. Eine solche erfolgreiche Zusammenarbeit dürfte nicht unterbrochen oder aufgegeben werden. OB Paul Metzger bezeichnete diese Aussage als „Fehlinterpretation” und berichtigte: der Gemeinderat haben die Stellen nicht gestrichen, sondern in Verbindung mit der Ganztagsschule gebracht. Die Gelder würden gegebenenfalls außerplanmäßig wieder bereit gestellt.
Verstimmung über das Brettener Vorgehen beim Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp: „Wir sind entsetzt, dass die Schulsozialarbeit auf der Kippe steht. Wir haben das so mit Bretten eingeführt und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Ich bin davon ausgegangen, dass wir in dieser Sache eine Zusammenarbeit über drei bis vier Jahre angehen.” Ärgerlich ist Rupp, dass nicht vor dem Brettener Beschluss mit ihm Kontakt aufgenommen wurde: „Die Kündigung ist am 3. Februar völlig unerwartet bei uns eingetroffen. Von der Verbindung mit der Ganztagsschule haben wir aus der Presse erfahren- da gab es bisher keine Gespräche. Man müsste mal mit uns und vor allem mit der Schulleitung reden.”
Als problematisch für Gondelsheim sieht Rupp auch die Verbindung mit der Ganztagsschule- möglicherweise zwei Ganztagsschulen – in Bretten an: „Ob das dann auch noch für uns reicht halte ich für fraglich. Aber etwas Eigenes werden wir nicht auf die Beine bringen, Schulsozialarbeit wäre also dann für uns gestorben. Wir werden jetzt abwarten, wie die Stadt Bretten sich das vorstellt. Ich hoffe, dass sie auf uns zukommt.”
Feb
20
Für Investitionen bleibt kaum etwas übrig
BNN Februar 20, 2003 | einen Kommentar schreiben
Brettener Haushaltsplan 2003 dank der Gewerbesteuereinnahmen ausgeglichen
Nachtragsplan ist schon jetzt abzusehen / Schulden steigen auf 1177 Euro pro Kopf
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier
Bretten. Spürbar weniger Geld als 2002 wird die Stadt Bretten in diesem Jahr ausgeben. So sieht es der am Dienstag mit großer Mehrheit vom Gemeinderat beschlossene Haushaltsplan 2003 vor. Das Budget schrumpft, der allgemeinen Lage entsprechend, um gut 4,1 Millionen Euro und beläuft sich jetzt noch auf 54,85 Millionen Euro. Der Rückgang schlägt sich fast ausschließlich im für Investitionen zuständigen Vermögenshaushalt nieder, der jetzt nur noch knapp 9,4 Millionen Euro umfasst. Die früher übliche Zuweisung aus dem Verwaltungshaushalt entfällt vollständig. Aber immerhin ist es gelungen, diesen für den laufenden Betrieb zuständigen Haushaltsteil auszugleichen – vor allem dank der Gewerbesteuern, die sich zur wichtigsten Einnahmequelle der Stadt wurden. Andere Kommunen müssen sogar Kredite aufnehmen, um unter den Verwaltungshaushalt eine Null schreiben zu können. Ohne Darlehensaufnahme kommt Bretten aber auch nicht aus. Mehr als 3,5 Millionen Euro muss sich die Stadt bei der Bank borgen, um die aufs Aller-nötigste reduzierten Baumaßnahmen zu finanzieren. Rechnerisch hat die Stadt Bretten dann Ende 2003 rund 1177 Euro Schulden pro Kopf der Bevölkerung.
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Feb
20
Null-Haushalt ist unter Dach und Fach
Brettener Woche Februar 20, 2003 | einen Kommentar schreiben
Trotz sechs Gegenstimmen der SPD-Fraktion:
Bretten (gm) Oberbürgermeister Paul Metzger sprach von einer „roten Null”, andere sahen sie lieber in die Farbe Schwarz verpackt – Tatsache ist aber, dass die Tendenz, wenn nicht schon nach der nächsten Steuerschätzung im Mai, dann doch für das Jahr 2004 deutlich in den roten Bereich zeigt. Gegenwärtig aber kann Bretten einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren und weiß sich damit in einer weitaus besseren Position als viele andere Kommunen. Zu verdanken hat man es der eigenen Steuerkraft, die Bretten im Landkreis Karlsruhe mittlerweile auf Platz vier der steuerstärksten Kommunen gehoben hat. Trotzdem war bei der Einbringung des Haushaltes am Dienstagabend im Gemeinderat angesichts des bereits während der Haushaltsklausur in Bad Mergentheim fleißig eingesetzten Rotstifts nicht viel von Aufbruchstimmung zu spüren, auch wenn immer mal wieder die in Notzeiten vielgerühmte Kreativität bemüht wurde, um die Krise zu bewältigen. Tatsache ist, wie der OB es ausdrückte: „Das Spiel mit der Verteilungsmasse ist nicht vorhanden. Wir müssen fürchten, dass die rote Null tiefrot wird und wir die Zahlen möglicherweise neu definieren müssen.” Die Befürchtungen ließen den Blick dabei auch auf die Kreisumlage richten, die im nächsten Jahr vermutlich um rund 4,5 Punkte erhöht werden soll: „Das bedeutet für Bretten 1,25 Millionen Kreisumlage mehr.”
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Feb
19
Leserbrief : zum Sprantaler Freilichtmuseum
nicht abgedruckter Leserbrief Februar 19, 2003 | einen Kommentar schreiben
Ihre Artikel in der Brettener Woche zum Sprantaler Freilichtmuseum habe ich mit Interesse verfolgt. Dazu fällt mir nur Folgendes ein:
Was jenen beamteten „Bauspezialisten” vom Denkmalamt u.a. – die noch nie einen Cent Steuern bezahlt haben und denen anscheinend- auch viele Kommunalpolitiker allen Couleurs eingeschlossen-jeder Bezug zu denen die Steuern bezahlen müssen zu fehlen scheint- alles einfällt in Zeiten leerer Kassen und finanzieller Rückschritte auf allen Ebenen und bei Durchhalteparolen wie: „Gürtel enger schnallen!”, „sparen an allen Ecken und Enden”, „Einschnürungen in allen sozialen Bereichen” etc etc, -(womöglich auch noch an den „Endsieg” glauben sollen- kennen wir doch noch von irgendher?!), allen Steuerzahlern und Einwohnern weis zu machen probieren, so ein – nach meiner Meinung- völlig überzogenes- „Sprantaler Kleinod” (Freilichtmuseum eingeschlossen), in finanzkritischer Zeit ein solches Objekt mit Steuergeldern etc zu finanzieren und erhalten suchen? weiter lesen –>
Feb
18
Protest gegen ein Museumsdorf in Sprantal
BNN Februar 18, 2003 | einen Kommentar schreiben
Bretten-Sprantal (BNN). Gegen die Einrichtung eines Museumsdorfes in ihrem Stadtteil haben sich jetzt Sprantaler Bürger in einer Unterschriftenaktion ausgesprochen. Die Liste mit den Namen von 50 Einwohnern des Stadtteils wurde den Fraktionen des Brettener Gemeinderats zugesandt. Im Anschreiben wird darauf verwiesen, dass die Meinung der betroffenen Sprantaler bisher nicht eingeholt worden sei. Die Zustimmung für das Museumsdorf sei bisher nur von nicht betroffenenen Bürgern erteilt worden. Tatsächlich stammen die 50 Unterschriften fast ausschließlich von Bewohnern des alten Ortsteils, insbesondere der Ortsstraße und des Scheuernwegs.
„Da wir alle wissen, dass diese „Zur Schaustellung” direkt unsere Privatsphäre tangiert, lehnen wir, die Einwohner des alten Ortskerns, ein Museumsdorf ab”, heißt es weiter in dem Anschreiben. Aus Zeitungsberichten aus den Regionen Heilbronn, Stuttgart und Ludwigsburg habe man entnehmen können, „dass wir uns gerne begaffen lassen”, schreiben die Anwohner des alten Ortsteils. Sie kritisieren nicht nur Oberbürgermeister Paul Metzger für dessen Bemühungen, ein Museumsdorf einzurichten. Auch Ortsvorsteher Kurt Kraus wird für seine Unterstützung des Vorhabens kritisiert.
Feb
18
Leserbrief : Jeder Euro für die Jugendförderung ist sinnvoll angelegt
BNN Februar 18, 2003 | einen Kommentar schreiben
Zur am heutigen Dienstag anstehenden Verabschiedung des Brettener Haushaltsplans 2003 durch den Gemeinderat: Investitionen in die Jugendarbeit sind sinnvolle und unverzichtbare Ausgaben für die Zukunft! In der zweitägigen Haushaltsklausurtagung in Bad Mergentheim haben Verwaltung und Gemeinderat der Stadt Bretten Streichungen vorgenommen, offensichtlich in der Hauptsache bei der Vereins- und Jugendförderung. Die Jugendförderung bei den Vereinen soll um 50 Prozent gekürzt werden. Die Subvention der Jugendmusikschule soll im Jahr 2004 „har-monisiert” werden, was letztlich eine Verteuerung der Unterrichtsgebühren für Brettener Schüler bedeutet.
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Feb
17
Schulsozialarbeit am Leben erhalten
BNN Februar 17, 2003 | einen Kommentar schreiben
Gondelsheim (BNN). Mit Bestürzung haben der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp und Schulleiter Manfred Haag auf die Absicht der Stadt Bretten reagiert, den Vertrag mit der Schulsozialarbeiterin zu kündigen. Da ein Drittel dieser Stelle bislang der Kraichgauschule zugute kam, haben Verwaltungschef und Schulleiter in einem Brief an Oberbürgermeister Paul Metzger darum gebeten, die Stadt Bretten möge die Entscheidung nochmals überdenken. Wohl wisse man um die finanziellen Probleme, dennoch halten wir den Schritt für falsch. Schulsozialarbeit nimmt eine wichtige Vermittlungs- und Scharnierfunktion zwischen Schule und Gemeinwesen wahr”, heißt es in dem Schreiben. „Eine noch nicht einmal einjährige Aufbauarbeit wird nun zerstört. Das mit großem Presseecho vereinbarte gemeinsame Werk wird still und leise begraben, ohne dass man die Früchte ernten konnte”.
Der Gemeinderat Gondelsheim habe in seinen Haushaltsberatungen bewusst an dem gemeinsamen Projekt Schulsozialarbeit festgehalten, „obwohl der Etat bei uns noch weitaus nachhaltiger belastet ist”, steht weiter in dem Brief zu lesen.
