Bretten

Neujahrsempfang der Stadt Bretten in der Stadtparkhalle:
Bretten (gm). Mit dem eindringlichen Appell an gegenseitige Solidarität, einer scharfen Absage an das Parteien-Gezänk auf Bundesebene und der Ankündigung harter Sparmaßnahmen im Brettener Haushalt eröffnete Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger am Sonntagmorgen den Neujahrempfang der Stadt in der bis auf den letzten Stehplatz vollbesetzten Stadtparkhalle. Bei allen Warnungen vor notwendigen einschneidenden Veränderungen auch bei den Freiwilligkeitsleistungen und einer Absenkung von Standards forderte Metzger gleichzeitig zu mehr Vertrauen in die Zukunft und zur Entwicklung von positiven Perspektiven auf. Für Bretten nannte er als Ziel unter anderem neue Ansiedlungsflächen für Unternehmen und den Zuschlag für die Landesgartenschau 2010 oder 2012. Dringlicher denn je sei auch die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements: „Frage nicht, was die Stadt für dich, sondern was du für die Stadt tun kannst.”
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Von Heike Kinkopf
Die Deutschland-Tour kündigt sich im Kraichgau an. Beim Einzelzeitfahren am Pfingstsonntag sollen die Radprofis durch Mühlbach und Sulzfeld flitzen. Unklar ist die Finanzierung. Sulzfelds Bürgermeister befürchtet etwa, dass sich die Kommune an den Kosten beteiligen muss.

Hinter den Kulissen brodelt’s. Als Vorsitzender des Kraichgau Stromberg Tourismus (KST) ist Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger vorgeprescht: Nicht nur die Stadt Bretten solle als Schauplatz des Einzelzeitfahrens am Pfingstsonntag von dem Ereignis profitieren, sondern der ganze südliche Kraichgau.
Das hat Metzger am Dienstag in Eppingen versprochen, als er die Aktionshöhepunkte des Tourismusvereins vorstellte. Gehandelt werden Sulzfeld und der Eppinger Ortsteil Mühlbach. Der Streckenverlauf wird am 20. Januar offiziell bekannt gegeben. Fest steht: Der KST ist Partner der Deutschland-Tour GmbH. “Darüber gibt es einen einstimmigen Vorstandsbeschluss”, bestätigt der Eppinger Stadtvermarkter Peter Thalmann. “Dass wir uns über die Mitgliedschaft hinaus an den Kosten beteiligen”, kommt für ihn jedoch nicht in Frage.
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OB der Vorzeige-Kommune aus dem Nachbarkreis hätte nichts gegen einen Wechsel und will Strukturreform

BRETTEN/ENZKREIS. Der Landkreis Karlsruhe, ermittelte das statistische Landesamt, sei der innovativste in Baden-Württemberg. Trotzdem zieht es den Brettener Oberbürgermeister Paul Metzger, den der erste Bevollmächtigte der IG Metall Karlsruhe, Stürmlinger, kürzlich in einem Interview durchaus mit Hochachtung als “kleinen König”, tituliert hat, in den Enzkreis: “Eigentlich wäre Bretten im Enzkreis besser aufgehoben. Ich könnte mir vorstellen, Teil des Enzkreises oder eines mit dem Landkreis Karlsruhe vereinigten Großkreises zu sein.”
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In 30 Jahren kein vergleichbarer Fall im Land – Viel Lob und viel Kritik für Wechsel-Absichten in den Enzkreis geerntet
ENZKREIS/BRETTEN. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich: Der Wunsch Brettens, vom Landkreis Karlsruhe in den Enzkreis zu wechseln, dürfte nur schwer zu verwirklichen sein, ist das Fazit von PZ-Recherchen.

Zur rechtlichen Situation sagte gestern die Pressesprecherin des baden-württembergischen Innenministeriums, Alice Loyson-Siemering, auf Anfrage: “Seit der Kreisreform vor zirka 30 Jahren ist so etwas nicht vorgekommen. Wenn eine Kommune einem anderen Kreis zugeordnet werden will, bedarf es eines Landesgesetzes.” Das Brettener Ansinnen sei in Stuttgart bisher nicht bekannt. Der Melanchthonstadt empfiehlt die Ministeriums-Sprecherin: “Bretten müsste alles auflisten, was sich seit der Kreisreform geändert hat.”

Scheuermann: “Das ist Quatsch” weiter lesen –>

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Der Brettener Gemeinderat sucht Einsparungsmöglichkeiten im Haushalt 2003
Vereinsförderung und Grunderwerb stehen bei einigen Stadträten auf dem Prüfstand

Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Kampf
Bretten- Fieberhaft wird derzeit im Brettener Rathaus am Haushaltsentwurf 2003 gebastelt. Mit dem Entwurf wird sich der Gemeinderat in seiner Klausur am übernächsten Wochenende beschäftigen. Ein düsteres Bild der finanziellen Lage malte Oberbürgermeister Paul Metzger bereits im Vorfeld: Selbst wenn alle freiwilligen Leistungen der Stadt gestrichen würden, klagte der Stadtobere, bliebe im Verwaltungshaushalt ein nicht gedeckter Betrag von etwa drei Millionen Euro übrig. weiter lesen –>

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Zur Ankündigung des Oberbürgermeisters die Straßenbeleuchtung in Bretten zu reduzieren (BNN vom 31. Dezember 2002) erreichte uns folgende Leserzuschrift:

In Bretten gehen die Lichter aus. Es ist doch erstaunlich, dass auf Kosten der Sicherheit der Bürger die städtische Straßenbeleuchtung schon ab 21 Uhr auf ,,Halbnachtschaltung“ gestellt wird. Mit den dabei eingesparten Geldern soll der völlig überschuldete Haushalt entlastet werden. Gleichzeitig träumt man in Kreisen der städtischen Gremien von Großprojekten wie einer Landesgartenschau, deren Finanzierung und Folgekosten weder gesichert noch absehbar sind.

Darf man hier als besorgter Bürger die Frage stellen, ob unsere politisch Verantwortlichen bei der derzeitigen Haushaltslage nicht von Luftschlössern träumen und endlich dem Größenwahn verfallen, wenn sie gleichzeitig derart hochtrabende Projekte verfolgen?

Wolfhard Bickel
Reiterle
Bretten-Rinklingen

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