Bretten.(gm) „Ich gehe davon aus, dass im Mittelbereich Bretten kein anderer Standort für ein Freilichtmuseum zur Diskussion steht.
Nachdem das Landesmuseum stark auf die Struktur in Sprantal fixiert ist, hat man das möglicherweise zur Kenntnis genommen und keine anderen Alternativen aufgezeigt” – für Oberbürgermeister Paul Metzger der Rückschluss aus einem Termin am Mittwoch im Brettener Rathaus, zu dem Vertreter des Landesmuseums und der Touristik Kraichgau-Stromberg erschienen waren. Die eingeladenen Bürgermeister aus dem Mittelbereich hatten sich mit Terminschwierigkeiten entschuldigt.
„Wir hätten das Projekt Sprantal heute vorgestellt und auf mögliche Alternativen hingewiesen. Jetzt wird die Frage auf erweiterter Ebene diskutiert und dann sehen wir, was möglich ist,” verweist Metzger gelassen auf das weitere Vorgehen, in das auch die Landkreise Karlsruhe, Heilbronn und Rastatt, sowie der Rhein-Neckar-Kreis und der Enzkreis eingebunden sein werden. Zunächst geht es für den Brettener OB aber darum, „mich mit dem Gemeinderat abzustimmen und dessen Meinung zu erfragen.” Im übrigen, so Metzger, hätte er eine günstigere Termingestaltung begrüßt, die seinen Bürgermeisterkollegen die Teilnahme ermöglicht habe: „ Die Öffentlichkeit wartet auf ein Gespräch. Und es ist auch klar. Wenn das Freilichtmuseum in Sprantal kommt, wird es Ausstrahlung auf die Region haben und da kann jede Gemeinde profitieren.”

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Bretten (gm.) In einem Schreiben haben am Dienstag Einzelhändler gegen die Absage des Garten- und Landschaftsmarktes protestiert. Nach der Entscheidung des Geminderates (siehe nebenstehender Artikel) sprach die Brettener Woche mit Einzelhändler Leo Vogt über die Beweggründe für das Schreiben und die Reaktion auf die Gemeinderats-Entscheidung.
26 Brettener Händler haben gegen die Verlegung des offenen Sonntags protestiert. Warum – hätte ein Fischmarkt nicht auch Chancen eröffnet?
Mit dem Landschafts- und Gartenmarkt sollte eine eingeführte Veranstaltung gestrichen werden und der offene Sonntag auf Ende Mai verlegt werden. Als Ersatz war ein Fischmarkt geplant, den wir als kraichgauuntypisch für wenig erfolgversprechend in Bretten betrachtet haben. Im Internet der Stadt steht außerdem der Landschafts- und Gartenmarkt, worauf sich viele Kollegen verlassen und bereits weitreichende Planungen für Ware und Werbung getroffen hatten.
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Bretten. (gm) Nach der Haushaltsklausur schien der Gemeinderatsbeschluss nur noch eine Formsache zu sein – der Garten- und Landschaftsmarkt sollte in diesem Jahr ausfallen und zu einem etwas späteren Termin durch einen „Fischmarkt” mit verkaufsoffenem Sonntag ersetzt werden. Doch es kam anders: nach einem Protest des Brettener Einzelhandels, der sich auf den auf der städtischen Home-page stehenden und Ende des Jahres mit dem Kulturamt abgesprochenen Termin für den Garten- und Landschaftsmarkt am 26. und 27. April berief, kippte die Beschlusslage am Dienstagabend im Gemeinderat. Jetzt soll doch zur gewohnten Zeit wieder ein Garten- und Landschaftsmarkt stattfinden- der Fischmarkt wurde ganz aus der Marketing-Strategie herausgenommen, obwohl seine Ausrichtung für die Stadt kostenneutral gewesen wäre.
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Brettener Haushalt 2003
Bretten (ba). Der Haushaltsplan 2003, der nach der Klausurtagung des Gemeinderats am vorletzten Wochenende in Bad Mergentheim bereits beschlossene Sache zu sein schien (wir berichteten), ist wieder in Frage gestellt. Die SPD-Fraktion möchte, dass das Zahlenwerk vor der für den 18. Februar geplanten öffentli-
chen Haushalts-Verabschiedung noch einmal überprüft wird. Ihr Ziel: Die bereits beschlossenen Kürzungen bei der Vereinsförderung um rund 50 000 Euro abzumildern. Das erklärte Fraktionsvorsitzender Heinz Lang gestern auf Anfrage.
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Enzkreis-Haushalt einstimmig verabschiedet
Zuschuss für Faustmuseum gesichert / Weitere Einzelposten mit Vorbehalten

Enzkreis. Ohne Gegenstimmen und Enthaltungen hat der Kreistag des Enzkreises den Haushalt 2003 genehmigt. Der Etat von Kämmerer Frank Stephan kommt nach vielen Einsparungen und dem Verzicht auf etliche Investitionen nicht nur ohne Neuverschuldung, sondern vor allem mit einer auf 27,5 Punkte doch noch gemäßigten Kreisumlage aus. Ursprünglich hatte die Verwaltung den Gemeinden einen Hebesatz von 29,4 und zeitweise sogar 30,13 Punkten zugedacht. Im vergangenen Jahr betrug er noch 24 Punkte. Der Kameral- haushalt hat ein Volumen von mehr als 110,6 Millionen Euro, von denen 101,4 auf den Verwaltungshaushalt und etwas mehr als 9,2 auf den Investitionshaushalt entfallen.
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Wenn man schon mit zusätzlichen Schulden von zwei Millionen Euro aus den „roten Zahlen“ eine „schwarze Null“ erreicht, dann müsste man mit weiteren Kreditmillionen „schwarze Zahlen“ schreiben und hätte keine Probleme mit der Streichliste. Dann wäre auch die positive und optimistische Stimmung wieder da, wie auf der Titanic,
wo die Kapelle unermüdlich die schönsten Melodien spielte . . .

Franz Cizerle
Fichteweg 8
Bretten

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Bretten (gm). Eine „Nullrunde” hat Bretten nach verwaltungsinternen Kürzungs-Anstrengungen und nach der Haushaltsklausur des Gemeinderates und der Verwaltung am vergangenen Wochenende für den Haushalt 2003 (Volumen rund 54,8 Millionen Euro) geschafft. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden eigenen Steuerkraft ist es gelungen, eine Minus-Zuführung zu vermeiden. Die Melanchthonstadt hat sich damit sozusagen „am eigenen Schopf” aus der allgemeinen wirtschaftlichen Schieflage der Kommunen gezogen. „Es steht jetzt fest, dass wir bei negativen Rahmenbedingungen aufgrund unserer eigenen Entwicklung den Haushalt ohne Minus-Zuführung hinkriegen,” stellt Oberbürgermeister Paul Metzger nach der zweitägigen Haushaltsklausur am Wochenende erleichtert fest.
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Bretten flirtet mit Enzkreis, von PZ-Redakteur Holder Knöferl.

Der im Artikel als “kleiner König” titulierte Oberbürgermeister Brettens, der “es geschafft hat, mit seiner Ansiedlungs– und Wohnungsbaupolitik über die Landesgrenzen hinaus Furore zu machen und die Brettener Arbeitslosenquote auf fünf Prozent unter den Landesdurchschnitt zu drücken”, hat dies mit einer Erhöhung der Verschuldung der Stadt Bretten erkauft, die in seiner Amtszeit um 47 % gestiegen ist. Mit allen städtischen GmbH,s und anderer kommunaler Beteiligungen die noch mit Steuergeldern versorgt werden, liegt die Verschuldung bei weit über 200 Millionen DM !
Dass er inzwischen, auf der Suche nach neuen Geldtöpfen, auch einer Verwaltungsreform, die “nicht nur finanzielle Vorzüge hätte”(natürlich zuerst für Bretten) zugeneigt ist, sollte den Enzkreis eher nachdenklich stimmen, die Umarmung (soll bei einem Flirt vorkommen!) des armen Nachbarn könnte sich schnell als erdrückend erweisen !

Matthias Menzel
Nikolaus-Müllerstraße. 23
Bretten

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Sparstrumpf

BNN Januar 18, 2003 | 3 Kommentare

Der BAK hat in einer Gemeinschaftsaktion mit Naturschützern, Unternehmern und Landwirten, allen Stadträt/innen, noch vor deren Abreise zur Haushaltsklausurtagung, einen Sparstrumpf zugesandt. Mit dieser unmißverständlichen Aufforderung verbunden war ein Fragenkatalog, den wir hier der Öffentlichkeit vorstellen.

Ein Sparstrumpf für die Brettener Gemeinderäte !

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Sparstrümpfe an alle Brettener Gemeinderäte hat der Bürgerarbeitskreis Bretten (BAK) in diesen Tagen verschickt. “Immer mehr Wachstum führt langfristig zu mehr Schulden”, bringt BAK-Aktivist Matthias Menzel sein Anliegen auf den Punkt

Wer gestern im Brettener Rathaus einen Amtsleiter, den Oberbürgermeister oder zuhause einen Stadtrat erreichen wollte, wurde vertröstet. Sie alle waren auf Klausurtagung, um über den Haushaltsplan 2003 zu beraten.
Den Brief des BAK werden die Herren und Damen Gemeinderäte dabei wohl nicht unterm Arm tragen. Die lockere Gruppierung von Bürgern hat es geschafft, sich zwischen viele politische Stühle zu setzen.
In seinem Schreiben kritisiert der Arbeitskreis unter anderem, dass sich der Schuldenstand der Stadt Bretten von 1987 bis 2000 um gut 47 Prozent erhöht habe. “Mit welcher Strategie sollen diese Schulden abgebaut werden?”, fragt der BAK und verweist auf Schätzungen, nach denen die Bevölkerung der großen Kreisstadt bis zum Jahr 2015 von derzeit rund 27 000 auf etwa 30 000 steigen könnte.
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