Bretten

Finanzaffäre Koch
Von unserem Redaktionsmitglied Jens Vögele

Bretten. Das System war einfach, aber es wurde kompliziert. Der bayerische Finanzmakler Hans-Jürgen Koch vermittelte Kredite zwischen Gemeinden. Gemeinde A lieh Gemeinde B Geld und erhielt dies von Gemeinde B wieder zurück. Der Vorteil: Die Konditionen waren besser als vergleichbare Angebote einer Bank.
Problematisch wurde es erst ab dem Punkt, an dem A an B lieh, das Geld aber von C zurückbekam. Solche Geldgeschäfte entwickelten sich zu einem unglaublichen Chaos. Koch richtete dabei einen geschätzten Schaden von 40 Millionen Euro an und setzte sich nach Namibia ab. Dort sitzt er mittlerweile in Auslieferungshaft.
350 Kommunen waren von dem Finanzskandal betroffen – darunter auch die Stadt Bretten. Wie die BNN berichteten, hat vergangene Woche der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Dreiecksgeschäfte zwischen den betroffenen Gemeinden rückabgewickelt werden müssen.
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Mit einem Arbeitsplätze-Zuwachs von 1,8 % im Jahr 2001 steht Bretten an der Spitze der vergleichbaren Städte im Landkreis.

Dies ist dem jüngsten Jahresbericht des Arbeitsamtes Karlsruhe zu entnehmen. Während im gleichen Zeitraum bundesweit die Zahl der Arbeitsplätze nur um 0,2 % stieg, im Land-Baden-Württemberg um 0,5% war die Zunahme in Bretten doppelt so hoch wie im Landkreis Karlsruhe (plus 0,9%). Im Vergleich zu anderen Städten ein ähnliches Bild: In Ettlingen ging die Zahl der Arbeitsplätze um 1,9 % zurück, in Karlsruhe stieg sie um 1,3%, in
Bruchsal um 1,5% – in Bretten ist mit 1,8% der höchste Zuwachs zu verzeichnen. OB Paul Metzger kommentierte die neuesten statistischen Zahlen mit dem Hinweis, dass die offensive Wirtschaftsförderungspolitik der Stadt auch bei den Arbeistplätzen sichtbare Früchte trägt: “Bretten hat die letzten Jahre sehr konsequent neue Firmen angesiedelt bzw. bestehenden Unternehmen durch Umsiedlung Entwicklungschancen geboten. Das war kein Selbstzweck, sondern ein Handeln mit dem Ziel, in Bretten neue Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern.
Wie gut uns das in einer konjunkturell schwierigen Zeit gelungen ist, belegen die statistischen Zahlen.”

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Zur Bewerbung Brettens um die Landesgartenschau 2012:

Nun steht es schon zum zweiten Mal in den Brettener Nachrichten, dass die Stadt sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau beworben hat. Also wird es wohl im Gemeinderat gut überdacht worden sein. Leider gaben die Artikel wenig Auskunft darüber, wie es eigentlich bezahlt werden soll. Hat der Gemeinderat bedacht, dass diese Großanlage auch nach der Gartenschau erhalten werden muss? Wie will er das bewerkstelligen, wenn die Stadt nicht einmal in der Lage ist, das kleine Wäldchen im Hausertal zu pflegen?
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