Zum Beschluss des Brettener Gemeinderats, sich für die Landesgartenschau 2012 zu bewerben:

Eine Landesgartenschau ist sicher für viele Gemeinden eine Bereicherung, aber nur dann sinnvoll bei gesunder Finanzlage und bei Verfügung von ausreichend geeigneten Flächen. Diese Voraussetzung ist aber bei uns offen-
sichtlich nicht der Fall. So wird jetzt zudem jetzt auch noch völlig realitätsfremd der Brettener Bevölkerung suggeriert, mit der Durchführung der LGS andere Projekte gleich mit lösen zu können, wie Erschließung eines neuen Baugebiets in St. Johann für zirka 1800 Einwohner, Bachbettsanierung, Hochwasserschutz, Umgehungsstraße usw., so als wenn diese Projekte mit der Durchführung der LGS im Zusammenhang stehen.
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Zur Entscheidung des Brettener Gemeinderats, dass die Stadt sich in Stuttgart um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2012 bewerben soll:

Der Gemeinderat hat beschlossen sich um die Durchführung der Landesgartenschau für das Jahr 2012 zu bewerben. Ein ehrenwerter Beschluss, denn welche Stadt möchte sich nicht gerne mit der Pflanzen- und Blumenpracht einer Gartenschau schmücken. Viele Gartenschaustädte haben dieses Vorhaben auch dazu benutzt um der Nutzung entzogenes Gelände, Industriebrachen, ja sogar ausgediente Müllkippen zu renaturieren und in der schönsten Form wieder für die Bürger nutzbar zu machen, und es gibt Beispiele, wo dies hervorragend gelungen ist.

Wenn ich aber höre, dass eine landwirtschaftlich so fruchtbare und landschaftlich so schöne Talaue wie beim Nussbaumer Weg mit in das Gelände einbezogen werden soll, kann ich nur warnen. Auch die raffinierteste Gartenanlage kann die Harmonie einer solchen Region nicht ersetzen. Und wenn ich höre, dass die Gartenschau mit ein Auslöser, ja Mitfinanzierer einer südwestlichen Stadtumfahrung mit Talbrücke, Tunnel etc. sein soll, dann muss ich doch etwas am Realitätssinn der Betreiber zweifeln.
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Gemeinderat stimmte Verwaltungsvorschlag zu — Bretten wird Bewerbung für 2012 einreichen:

Bretten (gm). Die Stadtverwaltung Bretten will die Landesgartenschau 2012 in die Melanchthonstadt holen – und dafür gab jetzt auch der Gemeinderat am Dienstagabend grünes Licht.
Allerdings nicht einstimmig, wie Oberbürgermeister Paul Metzger sich das gewünscht hatte, sondern mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen – trotz- dem aber noch mit überwältigen- der Mehrheit. Diese Mehrheit begriff die Landesgartenschau als eine große Chance für die Stadt und, wie Erich Hochberger es formulierte, als „Möglichkeit, Zukunftsaufgaben, die uns auf den Nägeln brennen, gemeinsam zu lösen und zu gestalten.” Dass es allerdings nicht ganz leicht sein werde, ein Votum für Bretten zu erreichen, machte Ober-bürgermeister Paul Metzger deutlich: nach ersten Informationen des Städtetags haben bereits 35 Kommunen Interesse angemeldet – ob dies bei allen letztlich zu einer Bewerbung führt, ist nicht sicher.
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Die einen sehen die große Chance für Bretten, andere befürchten negative Folgen
OB Metzger drängt auf Südwestumfahrung / Landwirte kündigen Widerstand an

Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier

Bretten. „Wir wären schlecht beraten, diese Chance nicht zu ergreifen.” Erich Hochberger, Sprecher der CDU im Gemeinderat, brachte zum Ausdruck, wie die Mehrheit des Gremiums über die Bewerbung der Stadt als Ausrichter der Landesgartenschau 2012 denkt. Bei nur drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen folgte der Gemeinderat – wie bereits kurz gemeldet – am Dienstagabend dem Vorschlag von Oberbürgermeister Metzger und Stadtplaner Braun, beim Stuttgarter Landwirtschaftsministerium die Bewerbung einzureichen. Wie groß Brettens Chancen sind, im kommenden Frühjahr den Zuschlag zu erhalten, ist ungewiss. Mehr als 30 Städte aus dem ganzen Land haben, wie Paul Metzger berichtete, großes Interesse an der Landesgartenschau 2012.
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Bretten (ba). Die Ruine des ehemaligen Capitol-Kinos wird nur noch wenige Wochen zum Bild der Brettener Altstadt gehören. Anfang nächsten Jahres soll das leer stehende Gebäude am Engelsberg, das der städtischen
Kommunalbau-Gesellschaft gehört, abgerissen werden, ebenso einige baufällige Nebengebäude und auch das aus den siebziger Jahren stammende zweigeschossige Parkdeck.

Der Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig den Abbruch beschlossen. Mit den Arbeiten muss aus Zuschussgründen zwar noch in diesem Jahr begonnen werden. Das Parkdeck aber wird, wie der Oberbürgermeister erläuterte, während des Weihnachtsgeschäfts den Kunden des Brettener Einzelhandels noch zur Verfügung stehen. Um zu verhindern, dass die Straße „Am Engelsberg” nach dem Abbruch der Gebäude absackt, muss eine Stützwand aus Bohrpfählen errichtet werden.

Wie es nach dem Abbruch weiter geht, ist noch offen. „Wenn alles klappt, sollten die Flächen im nächsten Jahr bebaut werden”,sagte Oberbürgermeister Metzger. Nach wie vor stünde die Stadt in Verhandlungen mit In-
vestoren, die zwischen Fußgängerzone und Engelsberg 1500 Quadratmeter Einkaufsfläche, ein Parkdeck mit 100 bis 110 Stellplätzen und eine Randbebauung im Norden realisieren möchten.

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Altstadt-Einzelhandel verärgert über städtische Pläne:

Bretten (gm). Die Innenstadt Einzelhändler sind sauer – und nicht nur das. „Wütendes Entsetzen”, so beschreibt Wolfgang Max, Sprecher der Arbeitsgruppe Einzelhandel in der Vereinigung Brettener Unternehmen (VBU) den Gemütszustand nach einer Besprechung des erweiterten VBU-Vorstandes mit Oberbürgermeister Paul Metzger, Stadtplaner Ulrich Braun und dem Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Uwe Reinhard.
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Rathaus will Stadt aufwerten
Von unserem Redaktionsmitglied Heidi Schulte-Walter

Ettlingen. Das „Ja” des Gemeinderats gilt als sicher: Ettlingen soll sich für die Landesgartenschau 2012 beim Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum in Stuttgart bewerben.
Eine offizielle Entscheidung wird am Mittwochabend in öffentlicher Sitzung fallen, nach interner Abstimmung im Ausschuss ist die „Marschrichtung” aber längst klar. Bis 31. Oktober muss Ettlingen gegenüber der Behörde in
Stuttgart seine Bewerbungsabsicht schriftlich artikulieren, bis Mitte November sind dann die geforderten Unterlagen nachzureichen. Erstellt werden sollen sie mit Hilfe eines externen Planungsbüros.
Bislang befasst sich mit dem Projekt Gartenschau das Stadtplanungsamt. Dessen Leiter Winfried Müller hat – wie befeits kurz berichtet – in den zurückliegenden Wochen diverse Varianten entworfen.
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STUTTGART – Die Landschaftszerschneidung nimmt im Südwesten immer mehr zu. Die freie Fläche beträgt 40 Prozent weniger als 1930, haben Forscher festgestellt. Die Folge: Die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen, aber auch die Erholungsräume für die Menschen schrumpfen.
Von unserem Redakteur Andreas Schanz

Baden-Württemberg ist nach Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein das am stärksten von Straßen, Bahnlinien, Kanälen, Siedlungs-und Industrieflächen zerschnittene Bundesland. Die Wissenschaftler der vom Land eingerichteten und in Stuttgart angesiedelten Akademie für Technikfolgenabschätzung ermittelten, dass es landesweit nur noch sechs Freiflä-chen mit mehr als 100 Quadratkilometern gibt – alle im Schwarzwald.
Diese Gebiete sind insgesamt 752 Quadratkilometer groß und machen gut zwei Prozent der Landesfläche aus. Zum Vergleich: 1930 gab es hier zu Lande noch elf derartige Freiflächen. In Nordrhein-Westfalen besteht inzwischen nur noch eine einzige. Im Südwesten gibt es größere unbebaute Gebiete (zwischen 26 und 64 Quadratkilometern) noch in der Rheinebene, im Schurwald, auf der Mittleren Alb und der Ostalb.
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Gartenschau-Bewerbung?
Die Idee steht schon länger im Raum. Jetzt hat Brettens Oberbürgermeister Paul Metzger den Gedanken in die Tat umgesetzt.
In der kommenden Woche wird er nach einer nichtöffentlichen und offenbar positiven Vorabstimmung im Ältestenrat dem Gemeinderat vorschlagen, sich für die Landesgartenschau 2012 zu bewerben. Ein umfangreiches Vorarbeiten-Paket ist bereits erstellt worden. weiter lesen –>

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Oberbürgermeister Metzger empfiehlt Bewerbung
Gemeinderat muss sich bis Ende Oktober entscheiden
Von unserem Redaktionsmitglied Rudolf Baier

Bretten. Die Stadt Bretten soll sich um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2012 bewerben. Das empfiehlt Oberbürgermeister Paul Metzger dem Gemeinderat, der sich am kommenden Dienstag mit dieser Frage auseinander setzen wird. Die Entscheidung drängt, denn bis Ende des Monats muss die Bewerbung im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium vorliegen. In Konkurrenz stünde Bretten unter anderem mit Rastatt und Rheinstetten. Auch in Ettlingen ist eine Bewerbung im Gespräch.
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    Informiert die Stadtverwaltung Bretten ihre Bürger ausreichend über geplante Projekte?

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