Bretten

Leserbrief : Kostenlose Arbeit – und umsonst

BNN   30.Juni, 1999 | 1 Kommentar   Artikel 878x gelesen

 

Von der Auftragsvergabe bis zur Vorstellung der Kosmetikstudie für Bretten vergingen neun Monate – wie im richtigen Leben. Allerdings mit einem Kompliment an Professor Mürb, der die sehr aufschlußreiche und akademisch fundierte Studie für 25 000 Mark Steuergeld ausgearbeitet hat.
Hier drängt sich allerdings auch ein Vergleich mit Herrn Klotz aus Bad Reichenhall von 1997 auf.
Noi, noi, ‘s isch nix passiert. . .

In dieser Studie ist auch das Saalbachwegle vom Bürgerarbeitskreis (BAK) (fast identisch) enthalten, aber natürlich nicht erwähnt. Auch nicht bei der Diskussion – weder von OB noch vom Gemeinderat. Das liegt ja auch schon neun Monate zurück, als die BAK-Studie in den BNN und mit Farbbildern in einer Ausstellung im Rathaus vorgestellt wurde.

Diese Arbeit war im wahrsten Sinne des Wortes umsonst — nicht nur kostenlos. Interessant ist aber auch festzustellen, daß die Auftragsvergabe an Professor Mürb just zum Ausstellungstermin des Bürgerarbeitskreises erfolgte, obwohl auch mindestens acht Jahre bis zur Landesgartenschau fehlen. Schofel war – der BAK erfuhr erst im Frühjahr aus der Presse von diesem Schachzug.

Bis dorthin wurde an der Umsetzung ja fleißig gearbeitet – ehrenamtlich versteht sich. Sieht vielleicht so eine gewollte Verhinderung aus, um anschließend den Arbeitskreisen nur die Diskussionswut ohne Ergebnisse bescheinigen zu können? War die Angst die Antriebsfeder für die Auftragsvergabe an Professor Mürb, weil der kleine BAK tatsächlich einen Saalbachweg ohne Steuergeld bauen oder sich gar eine Konkurrenz zum Schweizer Hof auf tun könnte?

Im Prinzip müßte ein OB auf solch bürgerschaftliches Engagement stolz sein. Hätte er die 25 000 Mark für den Vorgeschlagenen Saalbachweg ausgegeben, wären wahrscheinlich schon einige Kilometer fertig. Jetzt müssen erst die Zuschußmöglichkeiten geprüft werden, um hinterher festzustellen, daß das restliche Geld gar nicht vorhanden ist – es sei denn, man gibt irgendein teures (Schul-) Gebäude in Zahlung.

Immerhin soll das Stimm- und Steuervieh als Handlanger beim Bäumepflanzen willkommen sein.

Franz Cizerle
Bretten Fichteweg 8

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Kommentare

1 Kommentar

  1. mel.-my. am 14. Dezember, 2009 11:43

    Innerhalb von über zehn Jahren immer noch dasselbe! :-(

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