Diese Bilder haben wir folgenden Gemeinde-räten zu verdanken, die am 30.3.2004 für die Abholzung des Rüdtwaldes  votiert haben:

 

Bette, CDU
Dickemann, CDU
Dittes, CDU
Fetzner, CDU
Gauß,    CDU
Geist,   LUB
Groß,    CDU
Hellebrand, SPD
Judt,    CDU
Klein,   CDU
Knauss,  SPD
Kurz,    CDU
Lang,    SPD
Mayer,   CDU
Metzger, CDU
Nöltner, CDU
Schick, Brigitte, SPD
Seefeld, SPD
Wittmann,  CDU

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aktualisiert am 21.02.2008

 

Zerstörung des Rüdtwaldes beginnt ! 

stop waldarbeiten !

Nach der Meldung der BNN vom 7.12.2006 "Es wird gerodet", sind eine Woche später bereits Tatsachen geschaffen geworden. Die in der Waldumwandlungserklärung geforderten und zwar im Voraus zu erbringenden Maßnahmen werden derzeit teilweise begonnen. (Hochwasserschutz!)
Zweifel an der Realisierung aller geforderten Maßnahmen waren und bleiben berechtigt, denn in der Sitzung des Gemeinderates vom 17.10.2006, wurde TOP 8 : "Beauftragung Ingenieurbüro Blaser mit Objektplanungen zu

  1. Regenrückhaltebecken,
  2. Amphibienleiteinrichtungen im Rüdtwald,
  3. Amphibienleiteinrichtungen entlang der L1103,
  4. Anlage von Amphibienteichen im Rüdtwald "

zu Beginn der Sitzung von Herrn Metzger abgesetzt ! Zwischenzeitlich scheinen, auch bedingt durch unsere Veröffentlichungen, die Behörden "Druck zu machen" !

Sachstand 26.2.2007 :

Es wurde bis jetzt eine Fläche von ca. 6,5 Hektar vollständig gerodet.
Es wurde ein Amphibienschutzzaun um das gesamte Gebiet angelegt, der die Anforderungen des obigen Punkt 2 erfüllt, die zusätzliche Einrichtung entlang der L1103, wie von der Forstdirektion verlangt, ist noch nicht realisiert, obwohl die Amphibienwanderung kurz bevorsteht.
Angekündigt wurde im  Amtsblatt vom 15.2.2007, dass "Begonnen wird in Kürze mit dem Bau des Regenüberlaufbeckens" und weiter, dass "die Pflanzarbeiten zur Aufforstung einer Fläche von 9,5ha im Gewann "Michental" der Gemarkung Neibsheim" unmittelbar bevorstünden
 
Sachstand 23.3.2007 :
Laut Zeitungbericht der BNN vom 20.3.2007, wird derzeit mit der Aufforstung auf den Ausgleichsflächen begonnen. Am südlichen Waldrand des Rüdtwaldes sind die Arbeiten für die Regenrückhaltebecken (Hochwasserschutz) im Gange. Hier ist der Zeitpunkt für die Arbeiten ohne Rücksicht auf die Amphibienwanderung gewählt worden. Sämtliche Tiere, die sich noch in dem jetzt von einer Leiteinrichtung umzäunten Fläche befinden, müssen über den südlichen Waldrand zu den Laichtümpeln ziehen und werden damit unweigerlich von den schweren Baumaschinen vernichtet. (siehe auch unten stehendes Satellitenbild)

Sachstand 28.03.2007
Es ist eine kleine Sensation : Entlang der Amphibienleiteinrichtung wurden allein im Monat März über 2000 Amphibien eingesammelt und zu den nahegelegenen Laichtümpeln gebracht. Darunter befanden sich auch gut 180 Springfrösche, andernorts eine absolute Rarität ! Jetzt wird auch verständlich, warum man die vom BUND geforderten Untersuchungen vor dem Beginn der Bauarbeiten, also im Jahr 2005/2006, nicht durchführen wollte. So konnte man im gesamten Genehmigungsverfahren von beliebigen, spekulativen und zu niedrigen Zahlen zu den Amphibienbeständen ausgehen.
Hier nun die Ergebnisse der Amphibienzählung vom Februar / März 2007.

Sachstand 4.09.2007
Die als Ausgleichsmaßnahme geforderte Aufforstung ist teilweise fehlgeschlagen, viele Jungpflanzen vertrocknet, mehr dazu hier.

Sachstand 16.12.2007
Es wurde weiter gerodet. Der Amphibienzaun im Bereich des südlichen und westlichen Rodungsbereiches wurde entfernt ! Die in der Waldumwandlungs - Erklärung geforderten Ersatzlaichtümpel sind noch nicht angelegt, ebensowenig die Amphibienleiteinrichtungen an der L1103. Die zur Sammlung der Amphibien entlang des Schutzzaunes eingegrabenen Eimer wurden trotz Abdeckung mit Steinplatten, zu Todesfallen für Käfer, wie auf nebenstehendem Bild zu erkennen.Wir hatten darauf hingewiesen ! 
Die Verlegung der Abwasserleitungen ist im Gang. Es wir deutlich, welch enormer Aufwand hierfür erforderlich ist, es müssen zwei getrennte Rohrsysteme übereinander verlegt werden ! Dazu die ausführende Firma Harsch, Bretten :

"Hierbei mussten in kürzester Zeit ca. 16000 m³ Boden gelöst und für die Verfüllung umgelagert werden. Zum Einsatz kommen Kunststoffrohre aus Polypropylen (PP) mit den Nennweiten von 300, 400, 500, 600 sowie 1100 und 1200mm. Ebenfalls werden ca. 39 Kontrollschächte mit Gewichten von 4,5 bis 11 to im gesamten Entwässerungsnetz verlegt. Schmutz-, und Regenwasser werden hierbei getrennt abgeleitet. Teil des Auftrages ist auch die Erstellung von drei Regenrückhaltebecken, die durch die Aufschüttung von Erddämmen und dem Einbau von Drosselbauwerken gleichzeitig dem Hochwasserschutz dienen."

Wir wagen schon zu diesem Zeitpunkt die Aussage, dass die wahren Kosten für die Erschließung niemals öffentlich gemacht werden. Die aktuellen Bilder finden Sie hier

Sachstand 21.02.2008
Die gesammte Fläche von 22ha ist gerodet und damit endgültig vernichtet !
Aus der in der Waldumwandlungserklärung genannten Erschließung "bedarfsorientiert in mindestens drei Abschnitten", ist eine "bedarfslose Totalrodung" nach Wunsch von Herrn Metzger geworden.Von den fünf Altholzinseln ist ebenfalls noch keine Spur zu entdecken
Für die erforderlichen Ersatzlaichtümpel wird, im südlichen Teil des Rüdtwaldes in Richtung L1103, ebenfalls Wald abgeholzt. Mit den Bauarbeiten für die Amphibienleiteinrichtungen an der L1103 wurde zu spät begonnen. Sie sind noch nicht fertiggstellt, während bereits die Amphibienwanderung beginnt.
Die aktuellen Bilder finden Sie hier

Wir werden das weitere Vorgehen der Stadtverwaltung dokumentieren und die zuständigen Stellen weiter über den neuesten Sachstand informieren.

Anbei das Satellitenbild mit dem markierten Rodungsbereich, rot der Stand vom 13. Dezember 2006, blau weitere Rodungen, Stand 15. Januar 2007, gelb die Rodungen im Dezember 2007, weiß die abschließende Rodung im Februar 2008. Die grüne Linie gibt den Verlauf der Amphibien-Leiteinrichtungen an.

im Bild links oben befinden sich Pfeile, mit denen Sie den Bildausschnitt verschieben können. Mit + und - verändern Sie den Zoom-Faktor.

 

die folgenden  Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern,  Bilder : M.Menzel


 die  oben stehenden Bilder wurden jeweils im Abstand von einem Jahr vom gleichen Standpunkt aus aufgenommen !


Stand 16.12.2007


Stand 21.02.2008

 

Kommentare dazu bitte hier : -->